Ann Baiano: Sizilianisches Blut

Ann Baiano: Sizilianisches Blut

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Ann Baiano: Sizilianisches Blut
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783442204496

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Ende August, graue Wolken verdunkeln den Sommerhimmel Palermos. In der drückenden Schwüle des Nachmittags erfährt der Reporter Luca Santangelo von der Ermordung seiner Ex-Freundin, der Ballett-Tänzerin Laura. Schockiert macht er sich daran, die Hintergründe des Verbrechens herauszufinden. Zumal Lauras neuer Geliebter in den Fall verwickelt zu sein scheint: Manfredi Guarnieri, Baron von Montevago, dessen Familie auf ausgedehnten Ländereien Wein und Oliven anbaut und der als Teil der sizilianischen feinen Gesellschaft und ihrer Vetternwirtschaft für all das steht, was Luca an seiner Heimat verabscheut. Die Spur führt in ein dichtes Geflecht von Betrügereien, Eifersucht und Gier – und tief in die faszinierende Vergangenheit der Insel, zu einem lang vergessenen Mord in den Olivenhainen eines adeligen Gutes …

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Bella Italia!?

Sizilien: Der Reporter Luca Santangelo ist bestürzt, als er von dem Mord an seiner Ex-Freundin Laura erfährt! Laura hatte sich vor einem halben Jahr von Luca getrennt und war dann die Geliebte von Manfredi Guarnieri geworden, dem Baron von Montevago. Warum musste Laura nun sterben? Die Polizei stellt nur halbherzige Ermittlungen an, und bald wir ein Verdächtiger festgenommen. Luca ist nicht von dessen Schuld überzeugt und ermittelt auf eigene Faust weiter.

Mein Leseeindruck:

Der Kriminalroman spielt in Italien, genauer gesagt auf Sizilien, was an sich schon sehr reizvoll ist. Man spürt auch auf fast jeder Seite, dass man sich literarisch gesehen in Italien befindet. Es sind viele italienische Begriffe und Namen in die Geschichte eingewoben.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, und da es ihr Debütroman ist, ist es um so beeindruckender, dass sie bereits so einen flüssigen Schreibstil hat. Auch die Erzählweise hat mir sehr gefallen, denn die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Der Haupterzählstrang findet in der Gegenwart statt und handelt natürlich vom Mord an Laura bzw. von der Ermittlungsarbeit von Luca Santangelo. Doch der Leser wird auch immer wieder zurückgeführt in die Vergangenheit (ab 1929). So baut sich bald ein Bild auf, und man kann die Geschichten miteinander verknüpfen, bis sich dann am Ende alles zusammenfügt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings auch, denn für einen Kriminalroman hat es mir etwas an Spannung gefehlt. Ich kann nicht sagen, woran es gelegen hat, denn die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, ebenso wie der Schreibstil. Aber die Spannung hätte ein wenig höher sein können - meiner persönlichen Meinung nach.

Trotzdem kann ich "Sizilianisches Blut" durchaus empfehlen; es ist ein gutes Buch und ein guter Auftakt zu einer neuen Krimireihe.

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Sizilien mal ganz anders

Ein Krimi auf Sizilien? Dafür ist die so geschichtsträchtige Insel quasi prädestiniert und es gibt jede Menge Bücher und Filme zum Thema organisierte Kriminalität, Korruption, Mafia und Politik, in denen sich sowohl käufliche als auch standhafte Anwälte die Klinke in die Hand geben, diverse Paten die Fäden ziehen oder es zumindest versuchen und der Name Corleone nicht nur einmal fällt.

Das ist hier alles nicht der Fall, hier geht es mal um was anderes, etwas, das auch eine große Rolle für die Insel spielt: nämlich Siziliens reiches historisches Erbe, über das zumindest ich viel zu wenig weiß, zumindest über einige Aspekte, so beispielsweise die alteingesessenen Adelsfamilien, ihre Rolle und Bedeutung. Und in diesem Fall spielen dieser Faktor eine Rolle, obwohl es zunächst um die ermordete Tänzerin Laura geht. Ein außergewöhnlich persönlich gehaltenes Gefüge ist es, mit dem der Leser hier konfrontiert wird, denn sie ist die Ex-Freundin des Reporters Luca, der als Proganist fungiert - ein spannender Charakter, dessen Privatleben alles andere als eine geringe Rolle spielt und der tief eintaucht in die Geschichte von Laura, um die er nun doppelt trauert, denn auch die - von seiner Seite alles andere als freiwillige - Trennung ist für ihn noch sehr präsent. Dem Leser wird hier eine neue Seite von Sizilien präsentiert, eine, die fernab vom Tourismus liegt und die in Wirklichkeit ganz, ganz alt ist - die sizilianischen Gesellschaftsstrukturen, der Titel verrät es: das alte Blut, das blaue und das nicht ganz so edle.

Fast perfekt ist dieser auf eigene Weise faszinierende Krimi, nur die Übergänge bzw. Zusammenhänge sind nicht immer ganz so klar, wie sie hätten sein können und auch die Insel Sizilien, die Schöne, hätte aus meiner Sicht gerne noch mehr ins Zentrum gerückt werden können, doch das sind erstens Peanuts und zweitens mein ganz persönlicher Geschmack, weswegen ich diesen durchaus aus der Masse herausragenden, nicht ganz alltäglichen Krimi auch gern von Herzen weiter empfehle - am besten eignet er sich natürlich für den Sizilienurlaub, aber auch anderswo ist er als süffige Urlaubslektüre, in der man sich für einige Stunden vergraben kann, durchaus geeignet!

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Lucas erster Fall...

Bisher habe ich so gut wie keinen Krimi gelesen, in dem die Ermittlungen durch eine Privatperson stattfanden, weshalb mich dieser Krimi neugierig gemacht hat. Und eine kleine Reise nach Italien zu unternehmen, ist ja auch nicht schlecht.

Die Autorin entführt uns auf die Insel Sizilien, genauer gesagt nach Palermo. Hier muss der Journalist Luca Santangelo miterleben, wie seine Exfreundin Opfer eines Verbrechens wird. Wer hat Laura getötet? Als die Polizei den Fall nicht richtig ernst nimmt, beginnt Luca selbst zu ermitteln und gerät in einen Strudel krimineller Machenschaften'

Luca ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, dessen Leben nicht immer einfach verlief. Die Trennung von Laura hat er bisher noch gar nicht verarbeiten können und ihr Tod bedrückt ihn nun noch mehr. Man merkte, dass ihm die Ermittlungen helfen mit der ganzen Sache klar zu kommen. Er ist auf jeden Fall ein Protagonist, dessen Schicksal einen interessiert und berührt.

Durch die Geschehnisse führt uns ein beobachtender Erzähler, der eine recht nüchterne Art aufweist. Der Erzähler betrachtet seine Umgebung ganz genau, jedoch wirkten die Darstellungen auf mich recht plump, beinahe hölzern. Zudem waren mir die Beschreibungen des Öfteren zu viel und wirkten zu gewollt. Man kann sich dadurch zwar alles sehr gut vorstellen, jedoch hatte ich beim Lesen das Gefühl in eine gewisse Richtung geführt zu werden und meine eigene Fantasie nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Ich mag es persönlich lieber, wenn ich mir zu dem Geschilderten auch selbst noch etwas dazu denken und ausschmücken kann.

Das besondere an dem Krimi ist, dass nicht allein der Fall eine Rolle spielt, sondern auch das Erbe Siziliens. Man erfährt wirklich viel über die Vergangenheit der Insel. Ich habe mich mit der Lokalität vorher noch nie beschäftigt, daher fand ich das gleich doppelt spannend.

Fazit: Die Wendungen im Verlauf der Geschichte machten den Krimi zu einem spannenden Debüt, das ich durchaus empfehlen kann. Es ist allerdings noch Luft nach oben möglich...

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