Arno Strobel: Die Flut

 
3.7 (2)
 
3.3 (1)
938   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Arno Strobel: Die Flut
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783596198351

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Stadt
Kontinent
Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Es ist NACHT, sie sind am Strand, HILFLOS, ihm AUSGELIEFERT, sie können sich nicht befreien, und dann kommt die FLUT …

Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt. Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …

Karte

Move Map
Start/Ziel tauschen

Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (2)
Charaktere 
 
3.0  (2)
Sprache & Stil 
 
4.0  (2)
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Solide Spannungsunterhaltung, aber nicht mehr

Michael und Julia machen Urlaub auf Amrun. Sie wurden von Michael Arbeitskollegen Andreas eingeladen. Der möchte anscheinend nicht allein mit seiner Frau Martina sein und braucht außerdem handwerkliche Hilfe beim geplanten Dachbodenausbau.
Zuerst sieht es so aus, als könnten sich die Vier ein paar schöne Tage machen, doch schnell köcheln die ersten Unstimmigkeiten hoch.

Und dann geschieht am Strand der Insel ein grausamer Mord! Offensichtlich hat der Täter es auf Pärchen abgesehen. Er lässt einen der beiden sterben und der andere muss zusehen. Doch was genau steckt dahinter? Und auf wen hat er es als nächstes abgesehen?

Die Polizei, allen voran der leitende Kripobeamte, schießen sich auf Michael als Täter ein, auch wenn die angeblichen Beweise eher dürftig sind. Doch all das erhöht die Anspannung im Ferienhaus immer mehr.

Als Leser ist man den Figuren hier ein Stück weit voraus. Schon im Prolog lernen wir den späteren Täter kennen, ohne natürlich seinen Namen zu erfahren, und auch im weiteren Verlauf bekommen wir immer wieder Abschnitte aus Täter-Sicht zu lesen. Auch über das Motiv wissen wir so schon von Anfang an Bescheid. Dennoch tappt auch der Leser völlig im Dunkeln, was die Identität des Mörders betrifft. Ich habe praktisch jeden auf der Insel zeitweise im Verdacht gehabt und die Auflösung am Ende hat mich dann doch noch überrascht!

Das Buch liest sich spannend und somit relativ schnell, die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch ein Stückchen weiterzulesen, und noch eins und auf einmal ist man schon fast am Ende.

Dennoch konnte mich die Geschichte diesmal nicht vollends überzeugen. Die Figuren sind eigentlich alle irgendwie merkwürdig und unsympathisch. Das ist für mich grundsätzlich noch kein Bewertungskriterium für ein Buch, aber die Figuren handelten in meinen Augen auch nicht wirklich nachvollziehbar und auch die Auflösung am Schluss lässt mich zwar überrascht, aber auch mit einigen Fragezeichen zurück.

Insgesamt meiner Meinung nach nicht der stärkste Thriller des Autors, aber sicher solide Spannungsunterhaltung.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Konnte mich fesseln, aber die Charaktere ...

Inhalt:
Julia und ihr Freund Michael freuen sich, als sie von Michaels Arbeitskollegen Andreas in dessen Ferienhaus auf Amrum eingeladen werden. Sie wollen dort ein paar erholsame Tage verbringen. Doch schon bald stürzt die Urlaubsidylle in sich zusammen. In der Nähe am Strand wird die Leiche einer Frau gefunden, bis zum Hals im Sand eingegraben. Ihr Mann sitzt an einen Pfahl gefesselt daneben. Er musste hilflos mit ansehen, wie seine Frau in der Flut ertrank. Der Leiter der SoKo Flut, Kriminalhauptkommissar Harmsen, schießt sich schnell auf Michael als Tatverdächtigen ein …

Meine Meinung:
Wieder einmal ist es Arno Strobel gelungen, mich ein paar Stunden lang locker zu unterhalten. Zwar kommt die Handlung ein bisschen langsam in Fahrt, denn anfangs werden wir erst mal mit einigen Personen bekannt gemacht. Dabei waren mir Julia und Michael zuerst sehr sympathisch, ein nettes junges Paar, verliebt und irgendwie recht normal. Andreas und seine Frau wirken dagegen gleich unsympathisch, der eine arrogant, die andere schnippisch bis zum geht nicht mehr. Erst nach und nach erkennt man, was zwischen den beiden läuft.

Nach dem grausamen Mord wird die Kripo aus Flensburg gerufen, Kriminalhauptkommissar Harmsen und sein neuer Kollege Jochen Diedrichsen. Harmsens Art fand ich ziemlich unerträglich. So dürfte sich hoffentlich kein Polizist benehmen. Er ist schon sehr übertrieben dargestellt und nervte mich ziemlich. Auch Julia nervte im weiteren Verlauf immer mehr. Obwohl sich ein Serientäter draußen herumtreibt, geht sie mutterseelenallein am Strand spazieren und freundet sich mit einem Fremden an …

Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen den vier Menschen im Ferienhaus und den Polizisten. Gelegentlich kommt auch der Täter kurz zu Wort und gibt uns Einblick in seine Beweggründe. So wird das Geschehen von verschiedenen Seiten beleuchtet und es ergibt sich schließlich ein stimmiges Gesamtbild.

Spannung ist zwar von Anfang an vorhanden, aber es hätte durchaus noch etwas mehr sein dürfen. Erst in der zweiten Hälfte kommt die Sache richtig in Schwung, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Geschickt präsentiert uns Strobel schon früh einige Verdächtige, wobei er mich immer wieder auf eine falsche Spur lockte und ich öfter mal meinen Hauptverdächtigen wechselte. So hatte ich wirklich bis zum Schluss keine Ahnung, wer es nun tatsächlich war. Die Überraschung hat mich dann auch wieder ein bisschen mit den klischeehaften Charakteren versöhnt.

Fazit:
“Die Flut” hat mich gut unterhalten, wenngleich der Thrill sich in Grenzen hält. Die Handlung ist gut durchdacht, doch leider nerven die Charaktere etwas. Die positiven Momente überwiegen auf jeden Fall.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (1)
Charaktere 
 
3.0  (1)
Sprache & Stil 
 
3.0  (1)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Nervenaufreibend

Julia und Michael sind überglücklich – sie werden zu einem Urlaub auf Amrum eingeladen und können bei einem Kollegen im Ferienhaus unterkommen. Einzige Bedingung: Michael soll beim Ausbau des Dachbodens aushelfen.
Doch als sie ihre Urlaubstage auf Amrum genießen, geschieht ein grausiger Mord: Ein Pärchen wurde entführt, die Frau im Sand eingegraben, der Mann am Steg festgebunden – der Mann musste zusehen, wie seine Frau bei der Flut ertrunken ist.
Kommissar Harmsen wird mit seinem neuen Kollegen Jochen Diedrichsen nach Amrum geschickt, um den Fall zu lösen und der hat sich auf einen Verdächtigen eingeschossen - Michael!

Psychothriller lese ich ja nur noch selten. Diese sind zwar immer höchst spannend und nervenaufreibend – so wie auch dieser hier – bieten mir aber keinen Mehrwert, so dass ich nur noch selten zugreife und diese eher als leichte Zwischenkost betrachte. Was bei der Art des Verbrechens fast ein wenig verquer ist. Bei Arno Strobel ist es so, dass ich eine Lesung von ihm auf der Leipziger Buchmesse 2014 besucht habe und von der dort gelesenen Kurzgeschichte so begeistert war, dass ich es einfach immer mal wieder einen seiner Thriller lese.

Ein grausiger Mord bzw. eine Mordserie, eine spannende Ermittlung und ein ewig grantelnder Ermittler. Wobei grantelnd irgendwie das falsche Wort ist. Zum einen zu Bayrisch, zum anderen nicht passend. Harmsen ist zwar ständig schlecht gelaunt, aber bei ihm fehlt jegliche Liebenswürdigkeit. Er schießt sich auf Michael als Verdächtigen ein und belästigt diesen regelrecht. Natürlich schon mit triftigen Gründen, aber er wird sogar so ausfallend, dass er Michael offen, wenn auch mit ihm allein, bedroht und ihm verspricht, ihm das Verbrechen anzuhängen, wenn die Beweise fehlen. Er ist felsenfest davon überzeugt, in Michael den Täter gefunden zu haben. Sein Kollege Diedrichsen, sein neuer Partner, aber kein Neuling, kann mit Harmsen kaum umgehen. Zum einen versucht er mit ihm zu arbeiten, dann überlegt er wieder, ihn und seine Vorgehensweise an die Oberen zu melden. Ein unentschlossener Charakter, der leider recht durchsichtig und flach bleibt. Der Charakter, der mir am meisten zugesagt hat – wenn auch kopfschüttelnd und ungläubig – ist Harmsen. Der wirbelt durch das Buch, dass man ihm fast nur im Laufschritt hinterher kommt.

Die Verbrechen, nun ja, ich will das jetzt nicht abtun, aber wie das halt so ist mit einem Psychopathen, sind diese grausam und die Taten auch detailliert beschrieben. Die Einsichten des Psychopathen bekommt der Leser auch mit und darf so ein wenig hinter die Kulisse blicken, denn der Täter möchte nicht nur mit seinen Taten etwas herausfinden, sondern freut sich auch auf das Spiel mit der Polizei. Die Tat ist äußerst durchdacht, Beweise nicht vorhanden oder platziert, die Dorfpolizisten ohne jegliche Erfahrung mit solchen Fällen und so treibt der Täter sein Spielchen mit Harmsen und Diedrichsen. Insgesamt ist der Täter aber tatsächlich ein wenig in den Hintergrund getreten und es wird ermittelt wie in einem Kriminalroman. Nun ja, zumindest denkt man das.

Die Urlaubsgäste – Julia und Michael, sowie das Pärchen Andreas und Martina, welches die beiden eingeladen hat – bleiben trotz der schrecklichen Morde auf der Insel. Michael wird dazu gezwungen, da er unter Tatverdacht steht, doch die anderen hätten gehen können. Der Urlaub, der nun keiner mehr ist, reibt alle auf und vor allem Martina, der die Verbitterung ins Gesicht geschrieben steht, geht einem als Leser gehörig auf den Keks. Erzählt wird aus Sicht Julias, die sich gegen Andreas wehren muss und auch den ein oder anderen neuen Blick auf ihren Freund Michael gewinnt. Über sie erfährt man - von den Urlaubern - am meisten und sie ist sehr sympathisch. Letztendlich ist es tatsächlich sie, die der Polizei einen entscheidenden Hinweis liefert.

Einen etwas schalen, wenn auch kurz überraschten Beigeschmack hatte das Ende für mich. Zum einen weil ich irgendwann den Richtigen als Täter auserkoren habe - und kurz überrascht war, dass mir dies mal gelingt, aber dann auch enttäuscht, weil es mir gelungen ist - und zum anderen war das Ende für mich ein wenig unbefriedigend. Ich hätte mir abschließend sowohl noch ein Kapitel aus Julias Sicht als auch aus Diedrichsens Sicht gewünscht, da für mich noch Fragen offen waren, aber auch vor allem, weil ihre Reaktionen für mich interessant gewesen wären.

Auch wenn der Thriller keine tieferen Einblicke in das Weltgeschehen bietet, war er sehr spannend und für mich eine erfrischende Abwechslung. Es geht eben auch ab und an mal ein gut gemachter Mainstream-Thriller. Ich muss allerdings schon erwähnen, dass Psychothriller und Serienmörder immer weniger auf meiner Leseliste landen und meine Ausflüge dorthin seltener werden. "Die Flut" war nervenaufreibend und das Buch ist definitiv ein Pageturner, so ganz passt mein Lesegeschmack nur leider nicht mehr dazu. Nevertheless - das Buch wird viele, viele andere Leser finden und Arno Strobels Bestsellerliste weiter auffüllen.

Fazit:
Nervenaufreibender Lesespaß für Zwischendurch - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue