B. C. Schiller: Targa - Der Moment, bevor du stirbst

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B. C. Schiller: Targa - Der Moment, bevor du stirbst
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783328101512

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Tod trennt die beiden Babys bereits wenige Stunden nach der Geburt.

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Handlungsort

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Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

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Nichts für mich

Falk Sandmann arbeitet als Professor an einer Universität. Er ist nicht nur äußerst attraktiv und charmant, sondern auch von den letzten Worten Sterbender besessen und führt darüber einen Blog. Das Ungewöhnlichste an ihm dürfte allerdings sein, dass er Verdächtiger in einer Reihe von Morden an Frauen ist - was ihn nicht sonderlich schert.

Targa Hendricks ist in mehrerlei Hinsicht ungewöhnlich, denn sie hat im Grunde keine Freunde, lebt mit ihrem Hund namens Hund als Einsiedlerin in ihrem Wohnwagen und empfindet keine Emotionen. Die perfekten Voraussetzungen für eine verdeckte Ermittlerin der Sonderheit K2 des BKA, die auf Serienkiller angesetzt wird, könnte man meinen. Und der, der nun im Visier ist, verlangt Targa einiges ab...

Eher ungewöhnlich ist die Variante, dass der Leser bereits von Anfang an weiß, wer der Serienmörder ist. Dadurch wird nicht nur einen voll umfänglicher, detaillierter Blick auf die Taten selbst ermöglicht, sondern auch darauf, wie bedroht sich der Täter durch die Ermittlungen fühlt - oder eben auch nicht. Denn dieser hat ein nahezu perfektes System geschaffen und ist sich seiner Sache sehr sicher...
Targa wird schnell klar, dass ihr nicht viele Optionen bleiben, um den Serienkiller zu entlarven - sie muss sich in seine direkte Nähe begeben, um sein Vertrauen zu gewinnen. Doch wie weit wird sie wirklich dafür gehen müssen?

Targa ist ein interessanter Charakter, Typ "Einsame Wölfin". Gerade ihre Vergangenheit hat mich sehr neugierig gemacht, aber der Fokus liegt dann doch weniger auf den Geschehnissen rund um ihre Herkunft - ich denke, hier soll verständlicherweise noch Potential für weitere Fälle bleiben. Auch verblasst die ungewöhnliche Heldin gegenüber dem unfassbar perfiden Egozentriker, der weiter mordet und sich nach Schlagzeilen sehnt...
Überhaupt hat mir die düstere Sprache und die rasch voranschreitende Handlung gefallen - aber beides kann in meinen Augen die Mängel in der Story nicht aufwiegen. Zu konstruiert wirkt alles - allen voran die Wirkung des Psychopathen auf Frauen und die angebliche Emotionslosigkeit Targas, die immer wieder Lügen gestraft wird. Das BKA und die Staatsanwaltschaft geraten gegenüber dem Mörder derart ins Hintertreffen, dass er im Grunde schalten und walten kann wie er möchte. Da benötigt es schon sehr unerwartete Hilfe... Gegen Ende wird es derart dramatisch und gleichwohl vorhersehbar, dass ich froh war, dass sich alles rasant lesen lässt. Um die Neugier auf den zweiten Band zu befeuern, wird schnell noch ein Cliffhanger eingebaut - mich wird er aber leider nicht locken können.

Ja, es ist ein flüssig zu lesender Thriller, der mit einer eher ungewöhnlichen Herangehensweise punktet, dann aber leider unter zu einfach gestrickten Charakteren (vor allem die Frauen, die sich blenden lassen) und der sehr konstruierten Handlung, die die Zusammenhänge sehr gut ölt, aber leider auch die Spannung ad absurdum führt, in meinen Augen enorm leidet. Hier fehlt die Raffinesse und das Fingerspitzengefühl für einzelne Charaktere.

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Nicht ganz überzeugend

Targa Hendricks ist eine Sonder-Ermittlerin, die von der Berliner Polizei für ganz spezielle Aufträge eingesetzt wird, um Serienkiller zu überführen. Dabei kommt ihr zugute, dass sie keine Gefühle hat und somit auch keine Angst – denkt sie zumindest! Doch ihr neuer Auftrag wird selbst sie an ihre Grenzen führen. Denn Professor Falk Sandman ist ein Meister der Manipulation. Obwohl er mit mehreren Mordfällen in Verbindung steht, gelingt es der Polizei nicht, ihn zu überführen. So ist Targa nun die letzte Hoffnung der Ermittler, ihn quasi auf frischer Tat zu ertappen. Doch dafür muss Targa ihm nahekommen, ganz nahe!

Das Autorenduo Barbara und Christian Schiller ist schon lange erfolgreich im Selfpublishing unterwegs, nun liegt mit „Targa“ die erste Verlagsveröffentlichung vor. Dementsprechend hoch waren Spannung und Erwartung – wobei ich mangels Kenntnis der anderen Werke eigentlich ohne Erwartungen an das Buch herangegangen bin.

Einige Dinge haben mir nicht so gut gefallen, zum einen bin ich nicht warm mit der Protagonistin Targa geworden, was aber ja an sich gut zu ihrem Charakter passt. Ich muss eine Buchfigur auch nicht mögen, um ein Buch gut zu finden. Hier hatte ich aber das Problem, dass ich Targa in sich nicht ganz stimmig fand.

Der zweite Protagonist, Falk Sandman, hat mich deutlich mehr begeistert – was natürlich das falsche Wort für einen derart grausigen und wiederwärtigen Charakter ist. Aber ihn fand ich einfach spannend und auch wenn ich es mir kaum vorstellen kann, basiert seine Figur ja auf wahren Vorbildern.

Mit einer Nebenhandlung, deren Sinn und Zweck sich erst am Ende des Buches ergibt, kam ich ebenfalls nicht so gut zurecht, hier hatte ich in eine falsche Richtung spekuliert und die Auflösung am Ende fand ich etwas schwach.

Insgesamt eine durchaus spannende Geschichte, die für mich vor allem durch die Figur des Falk Sandman eine gewisse grausige Faszination entwickelte, die mich aber inhaltlich leider nicht ganz überzeugen konnte.

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Tödliches Kräftemessen

Targa Hendricks arbeitet als Undercover-Agentin für eine Spezialeinheit der Polizei. Dank ihrer besonderen Charaktereigenschaften - sie hat nicht nur einen brillianten Verstand sondern ist auch komplett furchtlos und frei von normalen menschlichen Emotionen - wird sie für besonders schwierige und gefährliche Fälle auserwählt, an denen sich die Ermittlungsbehörden die Zähne ausbeißen.
Doch als sie auf den ebenso intelligenten wie narzistischen und skrupellosen Hochschuldozenten Falk Sandman angesetzt wird, der verdächtigt wird, mehrere junge Frauen umgebracht zu haben, läuft sie nicht nur Gefahr, dem unleugbaren Charme des Mörders zu verfallen sondern gar sein nächstes Opfer zu werden.
Ein Kräftemessen beginnt, das mal zu Gunsten des einen, mal des anderen ausgeht.
Wer aber wird am Ende die Oberhand behalten in diesem grausamen Katz-und-Maus-Spiel zweier gesellschaftlicher Außenseiter? In einem spannenden Finale muss die Entscheidung fallen....

Ja, er ist außerordentlich spannend und darüberhinaus stilistisch elegant dieser Thriller, den sich das Autorenpaar Barbara und Christian Schiller ausgedacht hat! Er ist von geradezu nervenzerreißender Spannung bis zum Schluss, schwächelt in keinem Moment, ist schnell, unheimlich und grausam.
Und das, obwohl die Rollenverteilung von Anfang an klar ist! Der Leser kennt den Mörder, sieht ihm bei seinen bizarren Morden, die durch die völlige Abwesenheit von Empathie abstoßen und erschrecken, über die Schulter, blickt ihm direkt in seine rabenschwarze Seele.
Er ist böse, dieser Mann, von dem dennoch eine unfassbare Faszination ausgeht, dem Frauen auf eine Art verfallen, wie man es sich nur schwer vorzustellen vermag. Und natürlich ist er krank, er ist eine Bestie in Menschengestalt, ein Mörder der Superklasse, sich seiner Überlegenheit sicher.

Wo er in all seiner Grausamkeit dennoch ein klar fassbarer Charakter ist, so ist seine Gegenspielerin Targa ein Rätsel bis zum Schluss! Zu ihrer Seele hat der Leser nur punktuell Zugang, was sie nicht greifbar macht. Bis zum Ende des Thrillers bleibt unklar, auf welche Seite sie eigentlich gehört, denn in ihr kämpft das Gute mit dem Bösen.
Beide Hauptfiguren polarisieren, sie haben keine Grauzonen wie die meisten Menschen, sie sind radikal in ihren jeweiligen Persönlichkeiten.

Und obwohl meines Erachtens ein wenig zu detailreich auf die Tötungsszenen, deren Notwendigkeit ich grundsätzlich und hier im besonderen in Frage stelle, eingegangen wird, ist den beiden Autoren ein in jeder Hinsicht ungewöhnlicher Thriller gelungen, ein finsteres Kammerspiel beinahe, das dem inneren Kämpfen und Ringen ebensoviel Raum gibt wie dem äußeren, - und den ich deshalb bereits den Psychothrillern zurechnen möchte.

Doch es gibt nicht nur die eine, die Haupthandlungsebene, auf der die Ermittlerin und der Psychopath agieren! Mit dieser verwoben sind einige wenige Nebenschauplätze, deren Bedeutung sich erst allmählich erschließt. Und auf diesen Seitensträngen sind Charaktere unterwegs, deren Beziehung zur Haupthandlung und deren Akteuren nach und nach ans Licht tritt, bis zum Schluss die Puzzleteile soweit eingesetzt sind, dass ein klares Bild entsteht.
Wobei das Ende mit einem wahren Paukenschlag daherkommt und wieder neue Fragen aufwirft - die einen Folgeband versprechen, auf den man mit Recht gespannt sein darf!

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