Barbara Bierach: Schweigegelübde

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Barbara Bierach: Schweigegelübde
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548290232

Informationen zum Buch

Seiten
272

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Emma Vaughan stand in der ersten Morgensonne am Garavogue River, da wo er aus dem Lough Gill kommt, sich durch Sligo Town verengt, um schließlich zu Sligos Hafen zu werden.

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Emma Vaughan, Inspector bei der Mordkommission in Sligo, an der verregneten irischen Nordwestküste, muss sich in ihrem zweiten Fall nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit den Geistern der Gegenwart auseinandersetzen. Ein alter, nicht gelöster Fall scheint ihr beruflich das Genick brechen zu können, und zu allem Überfluss schickt ihr Boss sie zu einem Drogenscreening ins Krankenhaus. Doch der Chefarzt ist mehr an der Kommissarin als an der Patientin Emma interessiert: In letzter Zeit sterben auffällig viele Patienten. Emma beginnt zu ermitteln, aber niemand scheint ihr Auskunft geben zu können oder zu wollen. Als es zu einem weiteren Mord kommt, ist Emma klar, dass sie es mit einem alten Bekannten zu tun hat.

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Schweigegelübde

Inhalt:

Emma Vaughan ist Ermittlerin im irischen Sligo. Nicht nur als Frau ist sie die Exotin im Dezernat, sie wuchs auch noch in den USA auf und nach Meinung einiger Kollegen gehört sie damit nicht "dazu". Ohne das gute Verhältnis mit ihrem Vorgesetzten und mit ihrem Kollegen James hätte sie vermutlich schon lange das Handtuch geworfen. Zumal sie auch private Probleme plagen: eine alte Verletzung hat sie von Schmerzmitteln abhängig gemacht und ihr Mann Paul sitzt wegen vermutlicher IRA-Mitgliedschaft im Gefängnis. Ablenkung bietet die Arbeit und der Fall, der auf Emmas Schreibtisch landet, ist knifflig genug dafür. Im städtischen Krankenhaus scheint sich ein "Todesengel" herumzutreiben. Emma und James stürzen sich in die Arbeit, doch es ist nicht so leicht, weitere Morde zu verhindern. Zumal sich eine Spur in einen von Emmas früheren Fällen abzuzeichnen scheint und Emma muss sich fragen, ob sie damals den richtigen Weg gewählt hatte ...

Das Buch ist der zweite Band der Reihe um Emma Vaughan.
Erster Band: Lügenmauer

Der erste Satz:

"Emma Vaughan stand in der ersten Morgensonne am Garavogue River, da wo er aus dem Lough Gill kommt, sich durch Sligo Town verengt, um schließlich zu Sligos Hafen zu werden."

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe schon den ersten Band der Reihe sehr gerne gelesen und wurde auch hier nicht enttäuscht. Etwas Besonderes an diesem Buch ist, dass die Geschehnisse aus Band 1 noch einmal aufgegriffen werden und zum Ende des Buches hin eine größere Rolle spielen dürfen - das schlägt einen spannenden Bogen zurück und zeigt auch, dass ein Fall nicht einfach abgeschlossen ist, wenn der Täter bekannt ist, sondern dass er noch lange Zeit Auswirkungen auf alle Beteiligten hat.

Aber auch der aktuelle Fall war spannend zu lesen und es machte mir Spaß, Emma und James bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Es gibt jede Menge Raum, um selbst herumzuspekulieren, wer der Täter sein mag, und es gibt auch bei (wie sich später herausstellen wird) unschuldigen Verdächtigen einige Geheimnisse zu lüften.

Emma selbst befindet sich auf einer Gratwanderung und das fand ich ist der interessanteste Teil des Buches. Zum einen kann sie ihre Schmerzmittelabhängigkeit wohl nicht mehr allzu lange verstecken, zum anderen wird sie durch den Gefängnisaufenthalt ihres Mannes belastet, der in Verdacht steht, ein führender IRA-Mann gewesen zu sein - und das bedeutet, dass Emma von ihrem Polizistengehalt auch noch einen Anwalt bezahlen muss. Ich hatte mit Emma viel Mitgefühl und das bedeutet auch, dass ich sehr schnell in die Geschichte hineinkam und dass ich sie ohne Unterbrechung durch andere Bücher lesen wollte. Man ist einfach neugierig, wie es mit Emma weitergeht.

Das Buch endet mit einem tiefen Einschnitt für Emma und ich hoffe, dass es einen weiteren Band geben wird, der mir erzählt, wie es nun mit ihr weiter geht. Dazu wurde der Teil um die IRA-Mitgliedschaft ihres Mannes im Lauf der Geschichte immer spannender, auch hier würde ich sehr gerne lesen, wie sich diese Geschichte weiter entwickelt.

Insgesamt gesehen, hat mich dieses Buch wieder sehr gut unterhalten und ich möchte noch mehr davon.

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Emma Vaughan aus dem irischen Sligo ermittelt zum zweiten Mal

Für Inspector Emma Vaughan von der Mordkommission Sligo kommt es gerade knüppeldick: ihre Abhängigkeit von dem opiumhaltigen Schmerzmittel Oxycodon ist ihrem Vorgesetzten nicht verborgen geblieben, daher schickt er sie zu einem Drogenscreening in das örtliche Krankenhaus. Emma ist klar, dass das Ergebnis dieses Test ihr beruflich das Genick brechen kann. Im Krankenhaus spricht sie jedoch der Ehemann ihrer Freundin an: er hat den Verdacht, dass sich ein Todesengel unter ihnen befindet, der Patienten, die sich eigentlich auf dem Weg der Besserung befinden, in den Tod befördert.

Nachdem mir der erste Band „Lügenmauer“ schon gut gefallen hat, war ich natürlich gespannt, wie es mit Emma Vaughan weitergehen wird. Da eine Entscheidung Emmas am Ende des ersten Buchs seinen fatalen Nachhall in diesem Band findet, hatte ich zuerst die Befürchtung, dass ich mich womöglich an zu wenig Details erinnern könnte, jedoch war das unbegründet, da die Autorin geschickt und wohldosiert Rückblenden einbaut.

Der neueste Fall des vermeintlichen Todesengel im Krankenhaus von Sligo ist wieder spannend aufgebaut. Interessant ist, dass dieser Fall deutlich vor dem Ende des Buches aufgelöst wird. Danach fällt die Spannung aber nicht ab, denn so wie es aussieht, hat Emma bei ihrem vorigen Fall eine tödliche Fehlentscheidung getroffen, die sie nun einholt.

Daneben muss sich Emma mit dem bevorstehenden Prozess gegen ihren ungeliebten Exmann Paul herumschlagen, der angeklagt wird, vor Jahren ein führendes Mitglied der IRA gewesen zu sein. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist oder nicht, wird in diesem zweiten Buch ebenfalls gelüftet. Ein Vorteil hat der Prozess jedoch: Pauls neuer Anwalt macht einen äußerst sympathischen und ansprechenden Eindruck auf Emma.

Und dann schwebt noch der Drogentest wie ein Damoklesschwert über Emma und ihrer berufliche Zukunft. Dem Leser ist aber klar, dass sich diesbezüglich bei ihr etwas dringend ändern muss. Natürlich ist dieser Drogentest alles andere als angenehm für sie, aber ich habe beim Lesen dennoch gehofft, dass Emma durch den Test vielleicht endlich gezwungen wird, an ihrer Situation etwas zu ändern.

Genauso interessant wie die Krimihandlung sind wieder die vielen tiefen Einblicke in die irische Gesellschaft und ihre Vergangenheit, die bis heute durch die Religion und IRA geprägt ist. Als Leser erfährt man dabei manch traurige und ernüchternden Details, die das romantische Bild vom Sehnsuchtsziel Irland ins Wanken bringen. Man merkt, dass die Autorin seit vielen Jahren in Irland lebt.

Mich konnte der zweite Teil um die toughe Emma Vaughan wieder überzeugen und ich hoffe sehr, dass wir noch weitere Fälle mit ihr zu lesen bekommen werden.

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Unterhaltsamer Irland-Krimi


Inhalt:
Emma Vaughan, Ermittlerin bei der Mordkommission in Sligo, wird bei ihrem zweiten Fall von der Vergangenheit eingeholt. Ihr nicht gelöster erster Fall droht ihr beruflich das Genick zu brechen. Zu allem Überfluss schickt ihr Boss sie zu einem Drogenscreening ins Krankenhaus. Bei dem Gespräch mit dem Chefarzt erfährt sie, dass ein „Todesengel“ in der Klinik sein Unwesen treibt. In letzter Zeit sterben auffällig viele Patienten an der selben „Krankheit“ . Emma beginnt zu ermitteln, aber niemand scheint ihr Auskunft geben zu können oder zu wollen. Als es zu einem weiteren Mord kommt, ist Emma überzeugt, dass ein Zusammenhang zu ihrem alten Fall besteht.

Meine Meinung:
Den ersten Band der Reihe („Lügenmauer“) kenne ich nicht. Daher habe ich anfangs die zahlreichen Anspielungen auf die Vergangenheit nicht verstanden. Im Lauf der Geschichte wird noch vieles erklärt, so dass man den ersten Band quasi „mitgelesen“ hat.
Der flüssige, lockere und bildhafte Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere in diesem Buch sind sehr überzeugend dargestellt. Allen voran Emma, die ist mir ans Herz gewachsen ist. Als alleinerziehende Mutter hat sie es nicht leicht, trotzdem übt sie ihren Beruf als Ermittlerin mit Leib und Seele aus. Ihre privaten Probleme machen ihr schwer zu schaffen. Ihr Exmann Paul sitzt in Untersuchungshaft, weil er angeblich für die IRA tätig war. Eigentlich könnte er ihr ja egal sein, aber ihrem fünfzehnjährigen Sohn zuliebe engagiert sie einen Anwalt. Nach einem schweren Autounfall hat sie starke Schmerzen und ist mittlerweile abhängig von ihren Tabletten. Als Frau, die zwar irische Eltern hat, aber in den USA aufgewachsen ist, hat sie es in der Männderdomäne Polizei nicht gerade leicht. Immer noch gibt es Vorbehalte gegenüber Ausländern. Aber sie beißt sich durch und löst den aktuellen Fall - wenn auch mit unkonventionellen Ermittlungsmethoden und unerlaubten Alleingängen.
Das Team, mit dem sie zusammenarbeitet, ist nicht wirklich teamfähig. Mein Eindruck war, dass jeder für sich arbeitet und dem / der anderen nicht die Butter auf dem Brot gönnt. Nur ihr Kollege James bildet da einen Ausnahme.
Mir war schon recht früh klar, wer der Todesengel sein könnte, es hat sich später bestätigt. Die Handlung ist teilweise etwas vorhersehbar, doch dadurch, dass es zwei Handlungsstränge gibt, bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.
Am Ende muss Emma die Konsequenzen aus ihrer Medikamentensucht ziehen. Ich hoffe, dass wir im nächsten Band erfahren, wie es mit ihr weitergeht.
Der Autorin ist es gut gelungen, den geschichtlichen Hintergrund in den Krimi einzubauen. Im Jahr 2005, in dem die Geschichte spielt, sind die Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken und auch die Machenschaften der IRA noch sehr gegenwärtig. Auch die typische Atmosphäre Irlands hat sie wunderbar eingefangen.

Fazit:
Ein spannender, unterhaltsamer Krimi, der Lust macht auf die Fortsetzung.


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