Barbara Wendelken: Die stille Braut

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Barbara Wendelken: Die stille Braut
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492307062

Informationen zum Buch

Seiten
512

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Nie wird er die Stimme seiner Mutter vergessen.

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Handlungsort

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Gerade erst von ihren Verletzungen genesen nimmt Oberkommissarin Nola van Heerden ihren Dienst wieder auf. Gleich ihr erster Fall führt sie erneut nach Martinsfehn. An einem Badesee findet man die als Braut zurechtgemachte Leiche einer jungen Frau, die vor vier Jahren aus einer Internatsschule für Gehörlose verschwunden ist. Bei ihren Ermittlungen stößt Nola auf ein düsteres Geheimnis. Bald gibt es weitere Tote und es scheint, als wäre der Täter ihr immer einen Schritt voraus.

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Dörfliche Idylle und eine ehemalige Vermisste

"Die stille Braut" ist der zweite Fall um die Oberkommissarin Nola van Heerden, die hier nach einer Verletzung ihren Dienst wieder aufnimmt. Und gleich die erste Ermittlung nach ihrer Genesung führt sie nicht nur nach Martinsfehn, sondern hat es in sich: eine junge Frau wird tot aufgefunden. Von zwei Gemeindemitarbeitern morgens in der Kälte gefunden, bietet die Tote einen überraschenden Anblick, denn sie ist beinahe liebevoll als Braut zurechtgemacht worden. Noch rätselhafter wird der Leichenfund jedoch, als sich herausstellt, dass es sich bei dem Opfer um Leona handelt - ein Mädchen, das vor vier Jahren spurlos aus einem Internat für Gehörlose verschwunden ist. Nola übernimmt den Fall und bekommt es somit indirekt auch wieder Renke Nordmann zu tun, der Ermittler, der den damaligen Vermisstenfall bearbeitet hat...

Den ersten Fall, der ebenfalls in Martinsfehn spielt, kannte ich nicht und trotzdem habe ich gut in die Geschichte gefunden. Lediglich die Vorgeschichte von Nola, die mit einer schweren Verletzung zusammenhängt, hat sich mir nicht erschlossen - ebenso das angespannte Verhältnis zu Renke. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn für die Handlung ist dies meines Erachtens nicht wichtig, da alle Personen und Entwicklungen trotzdem sehr gut verständlich sind.

Und damit komme ich auch schon zum ersten - für mich wichtigen - Punkt, den Figuren. Die Autorin Barbara Wendelken lässt diesen viel Raum, schildert sie sowohl äußerlich als auch charakterlich so, dass ich bald meinte, sie zu kennen und auch ein bisschen einschätzen zu können. Das hat dazu geführt, dass ich mit Nola und Renke ganz gut mitfühlen konnte und beim Kreis der Verdächtigen bald die ein oder andere Vorstellung hatte... Letzteres können natürlich auch jede Menge Trugschlüsse sein, denn die Autorin schafft es, die Spannungskurve konstant hoch zu halten und die ein oder andere Finte einzubauen. Dennoch muss ich hier gestehen, dass den geübten Krimileser sicherlich die ein oder andere Vorahnung beschleicht, aber hier sind vor allem die Zusammenhänge und durchaus auch die psychologische Seite interessant.
Die andere große Stärke der Autorin sind die Schilderungen einzelner Situationen und den dazugehörigen Stimmungen. Beispielsweise beim Gespräch Nolas mit den Eltern der Toten, als die unterschiedlichen Reaktionen der beiden Elternteile beinahe zum Greifen sind. Oder aber auch bei den Begegnungen der Kripo-Ermittlerin mit dem "Dorfpolizisten" Renke, der eine ziemlich schwierige Biografie hat, die auch nur wenige Menschen unbeschadet hinter sich lassen können...Nola ist gründlich und schaut sich mögliche Zusammenhänge genau an, anders als Renke damals im Vermisstenfall. Doch darf das zum Vorwurf werden? Hätte dadurch eine weitaus schlimmere Tat, der Mord, etwa verhindert werden können? Doch nicht nur berufliche Vorwürfe stehen zwischen den beiden - Und dann taucht auch noch ein smarter Gerichtsmediziner auf...

Fazit: Ein sehr spannender, atmosphärischer Krimi, der durch einen gekonnten Blick auf seine Hauptfiguren und die dörfliche Gemeinschaft Martinfehns besticht. Gespannt warte ich auf den dritten Fall und verkürze mir die Wartezeit mit dem Nachholen von "Das Dorf der Lügen". Eine Leseempfehlung!

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Super spannend und interessant

Oberkommissarin Nola van Heerden der Kripo Leer wird an einen See in der Nähe von Martinsfehn gerufen. Hier haben Waldarbeiter eine junge Frau aufgebahrt gefunden. Wie sich herausstellt, gilt diese junge gehörlose Frau seit 4 Jahren als vermisst. Nola beginnt mit ihren Ermittlungen und stößt auf Ungeheuerlichkeiten und auf Versäumnisse der ersten Ermittlungen von vor 4 Jahren. Mittendrin ein Mann, zu dem sie sich ihrer Gefühle nicht sicher ist.

In Martinsfehn war ich im vergangen Jahr schon einmal bei Er ist,unten dabei und daher kenne ich einige Protagonisten bereits. Hier lerne ich Nola van Heerden und Renke Nordmann noch besser kennen. Auch in diesem Fall arbeiten die Beiden zusammen, was nicht immer ohne Ärgernisse abläuft.
Auch die anderen Protagonisten haben ihre Stärken und Schwächen, wie im richtigen Leben und ich habe mich gleich gut als Beobachterin in die Dorfgemeinschaft einfügen können. Auch meine Sympathien und Antipathien habe ich gut verteilen können. Ganz besonders aus Herz gewachsen ist mir eine alte Dame, die ganz allein in ihrem Haus lebt - Renkes Tante Meta.

Der Fall an sich, der aus einer Vermisstenanzeige von vor 4 Jahren resultiert und durch den Fund der jungen Frau erneut aufgerollt wird, ist erschütternd und aufrüttelnd zugleich. Hätte man früher hingeschaut, wäre vielleicht manches nicht passiert. So muss die Kripo sich auch noch mit drei ermordeten Männern rumschlagen. Die Geschichte ist absolut logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Durch immer wieder neue Ermittlungserkenntnisse komme ich von einem Verdächtigen zum andern - aber zu keinem abschließenden Ergebnis. Zum Schluss haben sich dann alle Knoten aufgelöst und alle Fäden laufen zusammen. Obwohl absolut nachvollziehbar, hatte ich mit diesem Ende bzw. der Aufklärung nicht gerechnet.
Die Autorin versteht es sehr gut, den Spannungsbogen konstant hoch zu halten, was mich Mühe gekostet hat, das Buch nicht in einem Rutsch durch zu lesen.

Ich war mittendrin in einer nicht alltäglichen Geschichte, die mir spannende Lesestunden beschert hat und werde das Buch gerne weiter empfehlen.

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Spannender und unterhaltsamer Krimi

Oberkommissarin Nola van Heerden wird zu einer Toten gerufen, die an einem einsamen Badesee aufgebahrt wurde. Sie hat ein Brautkleid an, neben stehen Blumen und brennende Kerzen. Schnell findet Nola heraus, dass es sich bei der Toten um ein gehörloses Mädchen handelt, das bereits vor vier Jahren verschwunden ist.

Sehr anschaulich wird das Dorf Martinsfehn und seine skurillen Einwohner beschrieben: einsame Menschen, die sich komplett abkapseln, ältere Damen, die ihre Nachbarn ständig heimlich im Auge halten und ein Dorfwirt, der sich nichts entgehen lässt. Natürlich sind die Einwohner, sogar manche Polizisten überzeugt, dass in ihrem ruhigen Dorf kein Mörder umherläuft. Doch als wenig später ein weiterer Toter aufgefunden wird, bekommen verschiedene Menschen es mit der Angst zu tun, mit Todesangst, doch wer dunkle Geheimnisse vor der Oberkommissarin verbergen möchte, der tut alles, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Denn die Oberkommissarin Nola ermittelt sehr eifrig und mit viel Ehrgeiz, lässt sich weder einschüchtern noch durch arbeitsunwillige Kollegen aufhalten.

Es gibt viele Wendungen, immer wieder musste ich meine Spekulationen in andere Richtungen lenken, aber zum Schluss hat sich alles ganz logisch aufgelöst. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, von diversen Einwohnern wie zum Beispiel der Blumenverkäuferin über Renke, dem Polizisten mit einem Alkoholproblem, bis zu Nola der Oberkommissarin.

"Die stille Braut" ist ein unterhaltsamer und spannender Krimi zum Mitraten, den ich sehr gerne gelesen habe und genauso gerne weiterempfehle.

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