Bernhard Aichner: Totenfrau

 
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Bernhard Aichner: Totenfrau
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783442754427

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Auszeichnungen


Pressestimmen
"Eine Adrenalin-Spritze für das Krimi-Genre! Die Totenfrau ist eine rasende Rachegöttin, die einen schauern lässt. Ein Hammerbuch."
Kester Schlenz – STERN

"Ein toller Thriller! Karg in der Sprache, manchmal Sätze so kurz wie in einem Telegramm. Das sorgt für atemlose Spannung. (…) Man fiebert als Leser tatsächlich mit einer Mörderin mit und drückt ihr die Daumen, dass sie ihren brutalen Rachefeldzug beenden kann."
Oliver Steuck, WDR 2

"Das Fiese an diesem Buch ist: man ahnt, dass es einem an die Nieren geht, aber man kommt nicht mehr davon los."
BRIGITTE
Erster Satz
Man sieht alles von oben.

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Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, sie trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Das Wichtigste in ihrem Leben ist plötzlich nicht mehr da. Ihr Halt, ihr Glück. Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt, dass fünf einflussreiche Menschen seinen Tod wollten.

Blum sucht Rache. Was ist passiert? Warum musste Mark sterben? Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. Warum sie das tut? Warum sie dazu fähig ist? Die Antwort darauf liegt Jahre zurück.

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Bestatterin auf Mörderjagd

Blum ist Bestatterin, von ungeliebten und lieblosen Adoptiveltern von frühester Kindheit in das Geschäft mit den Toten eingeführt. Kaum hat sie endlich ihr Glück gefunden hat, wird es ihr genommen und als sie aus der ersten Trauerphase auftaucht, beginnt sie den bzw. die Schuldigen zu suchen.

Aichner schreibt stilistisch knapp. Sehr knapp. Minimalistisch. Wenige Worte reichen ihm. Dialoge bestehen aus stakkatomässig dahingeworfenen Satzfetzen. Einzelnen Wörtern. Fertig.

Das hat ja manchmal durchaus etwas für sich, aber mich hat es dazu gebracht, durch das Buch hindurch zu hetzen, wie getrieben von dem Tempo, das sich aus dieser Kürze entwickelt. Das wollte ich so gar nicht und es hat mich auch gestört. Ich konnte nicht eintauchen in die Stimmung und auch spannende Stellen waren im Eiltempo wieder vorbei.

Aichner lässt seine Figur an einer Stelle über Dexter (die Fernsehserie) nachdenken und tatsächlich finden sich in der Handlung der „Totenfrau“ Referenzen. Allerdings ist mir Blum genauso fern, wenn nicht gar unsympathisch geblieben, wie es mir mit dem Buch-Dexter erging. Auch wenn es durch kindliche Traumatisierung in ihr angelegt wurde und sie so vielleicht zu einem guten Teil unschuldig daran ist, bleibt die Tatsache bestehen, dass sie ganz einfach psychisch nicht ganz normal ist. Der Autor konzentriert sich sehr stark auf seine Hauptfigur, für seine Nebenfiguren hat er noch weniger Wörter übrig als für Blum, was sie auf bloße Schablonen mit festen Handlungsmustern und ohne Gefühle oder Gedanken reduziert.

Die Idee einer Bestatterin auf Mörderjagd gefiel mir grundsätzlich sehr gut, Aichner hat sie allerdings auf mir völlig unsympathische Art umgesetzt. „Totenfrau“ ist der Beginn einer Reihe, was ich angesichts der eigentlich abgeschlossenen Handlung recht überflüssig finde. Ich werde sie jedenfalls nicht lesen, mir reicht‘s.

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Der erste Thriller, der mich zum Weinen gebracht hat

Der erste Thriller, der mich zum Weinen gebracht hat, aber nicht etwa, weil er so schlecht wäre. Im Gegenteil, ich fand ihn so was von gut! Nein, geweint habe ich, weil das Buch mit einer unglaublich berührenden Liebesgeschichte beginnt.

Brünhilde Blum, genannt Blum (wer würde ihr das bei diesem Vornamen verdenken?) liebt ihren Mann Mark über alles, und er sie. Bis zu diesem einen Tag, als er vor Blums Augen von einem Auto überfahren wird. Unfall mit Fahrerflucht. Für Blum bricht die Welt zusammen. Als sie nach Wochen endlich beginnt, seine Dinge zu ordnen, entdeckt sie Hinweise darauf, dass er inoffiziell an einem Fall gearbeitet hat – Mark war Polizist. Und es keimt die Vermutung auf, dass sein Tod kein Unfall, sondern Mord war. Blum beginnt nachzuforschen und kennt keine Gnade mit den Tätern …


Der Schreibstil von Bernhard Aichner ist sehr eigen. Es sind kurze Sätze, zuweilen nur Halbsätze, einzelne Wörter. Und gerade das macht dieses Buch so lesenswert. Durch diese Art des Schreibens zieht der Autor den Leser ganz nah an Blum heran. Die Sätze wirken fast wie ihre Gedankenfetzen, und man kann sich gut vorstellen, wie sie im Schockzustand und mit Rachegelüsten die Welt wie durch einen Wattenebel wahrnimmt. Wer sich nicht sicher ist, ob dieser Schreibstil ihm zusagt, sollte sich vorab die Leseprobe ansehen.

Obwohl natürlich jedem Leser klar ist, dass Selbstjustiz keine Lösung ist, bringt Aichner einen so weit, dass man Blums Handeln verstehen, wenn auch nicht gutheißen, kann. Aus ihrer Sicht erscheint es nur logisch, dass sie mit aller Vehemenz Rache übt.

„Totenfrau“ hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Nach einem gefühlvollen ersten Viertel steigt die Spannung immer mehr an. Dabei wird man als Leser auch immer wieder überrascht. Auch wenn sich Blum verhältnismäßig wenig Steine in den Weg legen und die ein oder andere Handlung der Figuren vielleicht nicht unbedingt wahrscheinlich ist, konnte das meiner Begeisterung keinen Abbruch tun. Ich habe das Buch an einem Nachmittag verschlungen.

Mein einziger Kritikpunkt betrifft die Aufmachung. Das Buch hat 444 Seiten mit 49 Kapiteln. Da jedes Kapitel auf einer rechten Seite beginnt und die Kapitelnummer auf der rechten Seite davor steht, gibt es zwischen allen Kapiteln zwei bis knapp vier leere Seiten, es sind also nur ca. 300 Seiten voll bedruckt. Hier hätte man jede Menge Baum sparen können.

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