Bettina Plecher: Isarlauf

 
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Bettina Plecher: Isarlauf
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783499270673

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Was tut man nicht alles für einen ordentlichen Endorphinschub, dachte Quirin Quast und sah zu den Marathonläufern hinunter.

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Tod an der Ziellinie 
München im Herbst, die Stadt ist im Marathonfieber. Als ein Läufer im Olympiapark zusammenbricht und stirbt, deutet alles auf Herzversagen hin. Toxikologe Quirin Quast und seine junge Kollegin Frieda May aber finden im Blut des renommierten Psychiaters einen ganz und gar tödlichen Medikamenten-Mix. Wer hätte Grund gehabt, dem Mann nach dem Leben zu trachten?
Dann tauchen im Nachlass des Toten Fotos schlafender Frauen auf. Viele Fotos. Hat sich der Psychiater bei der Behandlung seiner Patientinnen krimineller Methoden bedient? Auf der Suche nach einer Antwort finden Quirin und Frieda heraus, dass der Tote nicht der einzige Mediziner in der Stadt war, der unorthodox arbeitete …

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Ungewöhnlicher und spannender Krimi

Bei einem Marathon in München bricht ein Mann zusammen. Nachdem die Sanitäter ihm geholfen haben, greift er sie an und stirbt kurze Zeit später, anscheinend an einem Herzinfarkt.
Quirin Quast will sich nicht einmischen. Er hat bereits einen Namen als Querulant in seinem Krankenhaus und soll möglichst unauffällig seiner Arbeit nachgehen, ohne weiteren Ärger anzuziehen. Als der Mann umkippt, überlässt er ihn also den Sanitätern. Als später der Verdacht aufkommt, der Psychiater könnte ermordet worden sein, treiben ihn seine Mitbewohnerin Frieda und seine Neugier dazu, immer weitere Puzzlestücke zu sammeln, um herauszufinden was passiert ist.

Ein erstes Puzzlestück finden sie, gut versteckt, im Zimmer des Toten: Einen Stapel mit Fotos von schlafenden Frauen. Warum hat der Psychiater diese Frauen heimlich fotografiert?

Der Schreibstil von "Isarlauf" ist leicht zu lesen und vor allem fesselnd. Die Geschichte wird aus der Sicht der beiden Ermittler erzählt, der Leser begleitet dabei abwechselnd Quirin und Frieda, oder beide zusammen, die sehr neugierig sind und sich ohne Rücksicht auf Verluste in Ermittlungen stürzen. Für den Leser wird das sehr spannend und aufregend.

"Isarlauf" ist ein ganz besonderer Krimi, der fast ohne Polizei auskommt. Ein Toxikologe und eine Internistin ermitteln auf ihre ganz spezielle Art, völlig unkonventionell und ohne sich an irgendwelchen Vorschriften zu halten. Das Buch hat mich gut unterhalten und ich kann es gerne weiterempfehlen.

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Psychiater auf Abwegen

Beim Münchner Isarlauf bricht vor den Augen von Mediziner und Giftspezialist Quirin Quast und seiner WG-Mitbewohnerin der Assistenzärztin Frieda May ein Läufer nach dem Zieleinlauf tot zusammen. Quast vermutet nach den äußerlichen Anzeichen, dass es sich nicht, wie diagnostiziert um einen Herzinfarkt handelt. Der Toxikologe will dem Ableben des Psychiaters, der der Bruder von Friedas Freundin Nasrin ist, nachgehen. Wer hat ein Interesse am Tod des Mannes. Bei den "Ermittlungen" finden sie zum einen kompremetierenden Fotos von schlafenden Frauen und kommen mit sehr unorthodoxen Methoden der Psychatrie in Kontakt...

Isarlauf ist für mich das erste Buch, das ich mit diesen beiden ärztlichen Ermittlern lesen durfte. Obwohl ich die Beiden nicht kannte, bin ich sehr schnell und gut in die Geschichte, die sich leicht und flüssig lesen lässt, hineingekommen.
Bettina Plecher nimmt mich mit auf ihre, wie ich finde, sehr gut recherchierte Reise mit Ecstasy und Pilzen. Diese Pilzreisen bilden den Hintergrund dieses "Falles".

Bildhaft und detailliert beschrieben, haben sich die Figuren sehr schnell in meinem Kopf festgesetzt.
Der Spannungsbogen steigt durch die Gabe von immer mehr Ermittlungsergebnissen stetig an. Bis zuletzt konnte ich mir nicht vorstellen, wer der Täter sein könnte und warum. Die Auflösung erfolgte dann in einem spannenden Abschluss.

Als Münchnerin haben mir die lokalen Beschreibungen natürlich sehr gut gefallenund ich war auf vielen Wegen mit den beiden Ärzten gedanklich unterwegs. Auch der kleine Ausflug nach Niederbayern hat mir gut gefallen.

Ich habe einem spannenden, interessanten und nachvollziehbaren Kriminalfall folgen dürfen, der mich sehr gut unterhalten hat und meine Leseempfehlung bekommt.

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Kriminalroman mit kleinen Schwächen

„Isarlauf“ heißt der Kriminalroman von Bettina Plecher, der im Januar 2016 im Rphwoldt Verlag erschien.

Während eines Marathons im Münchner Olympiapark bricht der junge Psychiater Kijan von Sydow plötzlich zusammen und verstirbt. Seine Schwester Nasran glaubt nicht an einen natürlichen Tod und bittet ihre Freundin und Ärztin Frieda May zusammen mit dem Toxikologen Quirin Quast um Hilfe.
Da die Todesursache von Kijan offiziell Herzversagen ist, können Frieda und Quirin die Polizei nicht einschalten und beginnen auf eigene Faust zu recherchieren. Im Blut des Verstorbenen findet der Toxikologe dann auch Medikamente, die Kijan als Arzt so mit aller Wahrscheinlichkeit nicht eingenommen hätte und beide müssen sich die Frage stellen, wer vom Tod des Psychiaters profitiert. Bald schon sind sie einem Geheimnis auf der Spur, das den Toten nicht wirklich in einem guten Licht dastehen lässt. Und was hat es mit den vielen Frauenfotografien auf sich, die Frieda und Qurin in dessen Wohnung finden?

Die beiden Hauptprotagonisten Frieda und Quirin werden hier sehr authentisch beschrieben und sind ein eingespieltes Team. Vor allem den teils trockenen Humor von Quast fand ich sehr amüsant. Er nimmt nicht wirklich ein Blatt vor den Mund und das Zusammenleben mit ihm und Frieda als Wohngemeinschaft war sehr bildhaft vorstellbar. Beide sind gestandene Persönlichkeiten in ihrem Beruf, obwohl Quast sich etwas vorsehen muss, da er schon öfters mit seinem vorlauten Mundwerk angeeckt ist. Die einzelnen Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Quirin und Frieda geschrieben.

Dass es sich bei dem Buch um den 2. Band dieses ungewöhnlichen Ermittlerduos handelte, habe ich nicht gewusst, und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass mir entscheidende Informationen für dieses Buch gefehlt hätten. Von daher kann man es unabhängig vom ersten Band lesen.
Der Schreibstil ist flüssig und zügig lesbar, allerdings hat mir ein konstanter Spannungsaufbau gefehlt, den ich mir für einen Krimi gewünscht hätte.

Dafür gab es viel Münchner Lokalkolorit und ausführliche Beschreibungen der einzelnen Szenen sowie fachliche Erklärungen von Quast und seinen Kollegen. Gegen Ende des Buches hatte auch ich das Gefühl, schneller lesen zu müssen und die Auflösung war sehr überraschend, weil es erst kurz vor Showdown Hinweise darauf gab. Diesen Nervenkitzel und das Miträtseln um Täter und Motiv hätte ich mir jedoch schon eher gewünscht.

Dennoch finde ich „Isarlauf“ einen gelungenen Kriminalroman, der einige Schwächen aufweist, aber den Leser trotzdem gut unterhält.
Ich vergebe daher 4 von 5 Sterne.

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