Linda Castillo: Blutige Stille

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Linda Castillo: Blutige Stille
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Pray for silence
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783596184514

Informationen zum Buch

Seiten
400

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Die letzte Tasse Kaffee hätte Officer Chuck "Skid" Skidmore sich besser sparen sollen.

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http://www.literaturschock.de/serien/krimis-und-thriller/11882-serie-linda-castillo-kate-burkholder-reihe

Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?

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Blutige Stille

Der erste Band dieser Reihe „Blutige Stille“ hatte mir recht gut gefallen – mir erschien er zwar etwas klischeebeladen und übertrieben brutal, aber die Spannung und vor allem die amisch-stämmige Ermittlerin Burkholder hatten es mir angetan. Daher wollte ich dem nächsten Band auch noch eine Chance geben – zum Glück! Denn in diesem Buch hat sich die Autorin deutlich gesteigert.

Von der ersten Seite an bis zum Schluss ist die Geschichte spannend aufgebaut, ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Morde sind zwar immer noch brutal, aber nicht mehr so plakativ grausam wie im ersten Buch.

Was mir in dieser Geschichte ganz besonders gut gefallen hat, war die Beschreibung der polizeilichen Ermittlungsarbeiten – dafür habe ich aber immer eine Schwäche. Ich liebe es, der Polizei bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen zu können, richtige und falsche Spuren zu verfolgen und zu überlegen, wie man aus den einzelnen Erkenntnissen ein Bild zusammenfügen kann. Dies war hier in den Diskussionen von Kate mit ihrem Team sehr interessant und spannend zu machen – ein eindeutiges Plus für dieses Buch!

Da hat es mich auch nicht gestört, dass man schon relativ früh ahnt, wer der Täter ist – denn für Kate geht es nun darum, dies auch zu beweisen, was sich als nicht so einfach herausstellt. Die Hauptfrage ist also am Anfang „Wer war’s?“ und am Ende „Wie können wir das beweisen?“. Ich finde die zweite Frage ebenso interessant wie die erste, denn die Ermittlungsarbeiten laufen für die zweite Frage auf Hochtouren weiter. Wer allerdings auf eine lange Tätersuche gespannt ist, mag davon vielleicht enttäuscht sein.

Das Buch ist wunderbares Lesefutter für ein Wochenende. Es ist keine Geschichte, über die man noch lange nachdenken wird, aber sie ist bestens für ein paar spannende Lesestunden geeignet.

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Verhängnisvolle "Rumspringa"

Auch der zweite Teil der Serie um Kate Burkholder, Polizeichefin von 
Painter Mills, Ohio, ist wie bereits der erste "Die Zahlen der Toten" 
ein absolutes Kleinod der amerikanischen Spannungsliteratur. Nicht nur 
die Krimi- bzw. Thrillerelemente der Story erfüllen höchste Ansprüche - 
nein, auch die Rahmenhandlung, in der der hohe Anteil der 
Amish-Bevölkerung der Gemeinde eine nicht geringe Rolle spielt, ist der 
Knaller schlechthin.

Painter Mills ist Kate Burkholders 
Geburtsort - auch sie war eine Amish, die sich in ihrer "Rumspringa" - 
der Zeit, in der Spätpubertierende eine Entscheidung in bezug auf ihre 
religiöse Zukunft und damit auf ihr ganzes weiteres Leben treffen können
 - gegen das "schlichte" Leben entschieden hat.

Parallelen zu 
ihrem eigenen Schicksal weist der neueste, besonders tragische Fall auf,
 in dem die siebenköpfige Amish-Familie Plank auf brutalste Weise 
ermordet, teilweise gar gefoltert wurde, auf. Schnell zeigt sich, dass 
der Dreh-und Angelpunkt die fünfzehnjährige Mary ist, die ihre erste 
Liebe erlebte und drauf und dran war, sich für ein Leben "draußen" zu 
entscheiden.

Kate ermittelt unter alten Bekannten aus ihrem 
früheren Leben als Amishe, doch auch unter Fremden: Mary hat in einem 
Laden gejobbt: könnte das ein Hinweis sein? Doch auch Jungs aus ihrer 
Gemeinde haben für sie geschwärmt - könnte tatsächlich einer der 
pazifistischen Amish durchgedreht sein? Zudem taucht noch der älteste 
Sohn der Familie Plank auf - auch er ein Abtrünniger mit einer gewissen 
Vergangenheit und mit tiefen Wunden.

Linda Castillo schreibt 
fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Kleines Manko aus meiner 
Sicht: die Figuren werden oft nur vage skizziert - so bleibt das Wesen 
von Marys ebenfalls ermordeten Geschwistern völlig im Dunkeln. Doch das 
sind nur winzige Abstriche in einem anspruchsvollem und inhaltsreichen 
Thriller, den ich bedingungslos einer großen Lesergemeinde - alt und 
jung, Mann und Frau, Krimi- oder Thriller-Liebhaber - ans Herz legen 
möchte.

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