Chris Karlden: Der Todesprophet

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Chris Karlden: Der Todesprophet
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746632322

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Anspannung war so unerträglich, dass Ben glaubte, den Verstand zu verlieren.

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Ein Jahr ist es her, dass der Journalist Ben Weidner in Äthiopien Grausames erlebte. Seitdem leidet er unter Panikattacken und Erinnerungslücken. Auch seine Beziehung zu Nicole, der Mutter der gemeinsamen Tochter Lisa, ist am Ende. Als Ben die Leiche einer Frau findet, deuten erste Hinweise auf ihn als Mörder. Bei dem Versuch, seine Unschuld zu beweisen, gerät Ben mehr und mehr in ein Netz aus unglücklichen Verstrickungen. Schon bald beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, bei dem ihn seine Vergangenheit einholt und weit mehr auf dem Spiel steht als nur der Verlust seiner Freiheit.

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mal wieder ein verrückter Serienkiller - aber spannend!

Dieses Buch habe ich versehentlich bekommen. Da die Kritiken sehr gut waren, habe ich es gelesen, auch wenn der Klappentext nicht so ganz meinem Geschmack entsprach. Zum Glück für die meisten Leser, für mich leider, bekommt man bei diesem Buch ziemlich genau, was einem versprochen wird. Meine Kritikpunkte hätte ich also fast schon vorab formulieren können, auch wenn ich wegen meiner Vorbehalte möglicherweise etwas überaufmerksam an das Buch herangegangen bin.

Das Positive zuerst: „Der Todesprophet“ ist spannend und mitreißend, auch wenn ich nicht mit allem glücklich war, musste ich es unbedingt noch zu Ende lesen, obwohl ich auf der dunkler werdenden Terrasse kaum noch etwas erkennen konnte. Einen weiteren Pluspunkt bekommt der Autor dafür, dass ich den Propheten bis zu seiner Entlarvung nicht identifizieren konnte. Zumindest einen Beteiligten an der ganzen Angelegenheit habe ich allerdings im Gegensatz zur Hauptfigur recht früh verdächtigt. Die Hauptfigur, Ben, erkennt aber sowieso nicht alle Hinweise er verstrickt sich durch Fehlentscheidungen, die ich offensichtlich fand, recht schnell ziemlich tief in die Verdachtsabgründe. Dass der Ermittler fest entschlossen ist, ihn, und nur ihn, zu verdächtigen, hilft ihm natürlich auch nicht. Das Verhalten der Polizei entspricht generell nicht dem, was ich von deutschen Beamten erwarte. Leider macht der Autor recht schnell klar, dass er bereit ist, die Grenzen der Wahrscheinlichkeit zu dehnen, damit ihm die Geschichte passt. Zwar wird durch den Täter der Zusammenhang zwischen den Figuren hergestellt, aber auf den ersten Blick wirkt das Zusammendrängen der Figuren auf bestimmte Gemeinsamkeiten und Verbindungen ziemlich unglaubwürdig – ein Eindruck, den ich auch nicht mehr los wurde, egal wie viele „logische“ Zusammenhänge aufgeführt wurden.

Mein Hauptproblem war: ich habe einfach keine Lust mehr auf durchgedrehte Serienmörder, die glauben „DAS RICHTIGE“ zu tun, da kann der Autor diesen Plot auch noch so geschickt bedienen, was er ja durchaus tut, mir entlockt er damit keine Begeisterung. Das auf eine Fortsetzung schielende Ende ließ mich dann ganz zum Schluss noch einmal genervt aufseufzen – musste das sein?

Von Genrefans gibt es sicherlich eine bessere Note, von mir, mit einer Entschuldigung versehen, dank Spannungsbonus immerhin noch eine Mittelmäßige.

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Unter Verdacht

Nachdem der Journalist Ben Weidner aus Äthiopien zurück ist, plagt ihn eine traumatische Belastungsstörung und Albträume stören seinen Schlaf. Das ist kein Wunder, denn er fiel Rebellen in die Hände und sie forderten Grauenhaftes von ihm. Seine Frau verlässt ihn, weil sie es nicht mehr aushält, er verliert seinen Job und die Beziehung zu seiner Tochter Lisa ist schwierig.
Als er eine Frau tot auffindet, gerät er unter Mordverdacht. Er will seine Unschuld beweisen und gerät in immer größeren Schlamassel. Doch es bleibt nicht bei dieser Toten und immer enger zieht sich das Netz um ihn zusammen.
Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen, wenn man erst einmal angefangen hat zu lesen. Es liest sich sehr schön flüssig und die Spannung ist von Anfang an da und steigert sich im Laufe der temporeichen Geschichte immer mehr.
Auch wenn mir Ben nicht besonders sympathisch ist, kann man sich gut in seine Situation hineinfühlen. Wie würden man sich entscheiden, wenn einem keine Wahl gelassen wird? Dass das Spuren in seinem Leben hinterlässt, ist ganz klar. Schlimm ist, wenn man dann auch noch alles verliert, was einem wichtig und lieb ist. Als er unter Verdacht gerät, versucht er mit allen Mitteln, sich aus der Situation herauszuholen und windet sich dennoch immer mehr hinein. Seine Blackouts sind dabei nicht gerade hilfreich. Aber wer hat es auf ihn abgesehen? Was sind die Motive?
Die Antworten auf diese Fragen bleiben lange unbeantwortet und es gibt immer wieder neue Spuren und Wendungen, die dafür sorgen, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.
Diese komplex Geschichte vermittelt eine etwas düstere Atmosphäre
Gute und spannende Unterhaltung.

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Packend, aber mit kleiner Kritik

Der Berliner Journalist Ben Weidner bekommt 3 Monate nach seinem letzten Auslandseinsatz von seiner Frau gesagt, er solle sich bitte eine eigene Wohnung suchen. Sein letzter Einsatz endete traumatisch und seine labile psychische Verfassung danach, die sich in Form von Blackouts und Flashbacks äußert, machten einen normalen Familienalltag unmöglich. Psychologische Hilfe zur Bewältigung lehnt Ben jedoch ab, was ihn dann letztendlich die Familie kostet. Zur Ablenkung geht er mit seinem Freund Viktor ins Kino, dort treffen sie eine Freundin von Viktor – Tamara. Mit dieser geht Ben zu ihr nach Hause. Weil er sein Handy bei ihr vergessen hat, kehrt er am nächsten Morgen noch einmal zu Tamaras Wohnung zurück und findet sie tot in der Badewanne. Ihr Sohn hockt an einem Heizungsrohr gekettet im Bad. Ben kann sich an nichts erinnern, allerdings ist sich die Polizei sicher, dass Ben Tamara ermordet hat. Zumal eine mit Blut geschriebene Botschaft im Badezimmer genau die Worte enthält, die Ben in einem Zeitungsartikel am gleichen Tag veröffentlicht. Da die Polizei aufgrund der erdrückenden Beweise nicht an Bens Unschuld glaubt und er auch immer wieder Blackouts hat, flieht Ben vor der Polizei, um selbst den Täter zu suchen. Doch es bleibt nicht bei dem einen Opfer und auch Bens Familie ist plötzlich nicht mehr sicher……

Das Buch „Der Todesprophet“ von Chris Karlden ist das das erste Buch, welches ich von diesem Autor gelesen habe. Schon der Prolog war Spannung pur und ließ erahnen, mit welchem Tempo die Handlung im Buch weiter gehen würde.

Der Leser rätselt mit dem Hauptprotagonisten Ben Weidner mit, was den Täter angeht. Nur kommt man beim Rätseln nicht wirklich weit, denn immer sorgen ungeahnte Wendungen dafür, dass man seinen gerade auserkorenen potentiellen Täter leider ausschließen muss, weil er entweder tot ist oder es doch nicht sein kann. Irgendwann weiß man eigentlich gar nicht mehr, wer als Töter in Frage kommen könnte, selbst Ben ist sich nicht mehr sicher, ob er seine Bekannte nicht doch in einen Anfall eines Blackout selbst getötet hat. Am Ende wird aber auch diese entscheidende Frage gelöst, wenn die Auflösung für mich allerdings auch ein wenig weit hergeholt war. Dennoch lässt das Ende keine Fragen offen, die Auflösung ist schlüssig und das Ende rund.

Ben als Hauptprotagonist war mir ein sympathischer Charakter, der authentisch in all seinen Facetten dargestellt war. Wer keine Sympathieunkte bei mir bekam, war Hauptkommissar Hartmann. Hier muss man ganz klar sagen, dass er seine Kompetenzen als Vertreter von Recht und Ordnung maßlos überschritten hat und somit sehr unglaubwürdig wirkte. Dies ist auch der Grund, warum ich einen Stern abziehen muss.

Der Schreibstil ist mitreißend und sehr flüssig geschrieben, so dass man das Buch schneller gelesen hat als man denkt und die 380 Seiten nur so dahinfliegen. Die Spannung steigert sich, bis auf ein paar kleine Hänger, stetig im Laufe der Handlung und endet in einem Showdown, der einem die Haare zu Berge stehen lässt beim Lesen.

Man bekommt als Leser einen packenden Thriller präsentiert, dem ich gern 4 Sterne gebe.

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