Christiane Antons: Yasemins Kiosk

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Christiane Antons: Yasemins Kiosk
Untertitel
Zwei Kaffee und eine Leiche
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783894255824

Informationen zum Buch

Seiten
224

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Es war ein Knochenjob.

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Handlungsort

Kontinent
Handlungsorte
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In einem Mehrfamilienhaus in Bielefeld treffen drei Frauen aufeinander, deren Biografien kaum unterschiedlicher sein könnten. Vermieterin Dorothee Klasbrummel hat seit fünfzehn Jahren die eigenen vier Wände nicht verlassen, sich ihr heiteres Gemüt aber trotzdem bewahrt. Polizistin Nina Gruber verbringt ihr Sabbatjahr nicht wie geplant an malerischen Stränden, sondern pflegt ihre schwierige Mutter. Die junge Kioskbesitzerin Yasemin Nowak liebt das Leben und lässt in der Liebe nichts anbrennen, allerdings bereiten ihr die zunehmend unheimlicher werdenden Briefe eines heimlichen Verehrers Sorge.

Als im Altpapiercontainer des Kiosks eine Leiche gefunden wird, tun die drei ungleichen Frauen sich zusammen und ermitteln auf eigene Faust. Primär, um sich von den eigenen Problemen abzulenken. Doch diese Rechnung geht nicht auf …

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Dreimal Frauenpower aus Bielefeld

INHALT
Polizistin Nina wurde wegen Handgreiflichkeiten von ihrer Wuppertaler Dienststelle suspendiert, verkauft es aber im Bekanntenkreis als Sabbatical. Offiziell kehrt sie in ihre Heimatstadt Bielefeld zurück, um ihre bipolare Mutter zu pflegen. Doch diese Zweck- und Wohngemeinschaft ist nur von kurzer Dauer und Nina sucht sich eine eigene Bleibe. In der smarten, wenn auch agoraphoben Vermieterin Dorothee und in der quirligen Kioskbesitzerin Yasemin findet Nina bald schon zwei waschechte Freundinnen. Als dann eines Tages eine Leiche im Papiercontainer vor Ninas Wohnung auftaucht, beginnt die Polizistin a. D. gemeinsam mit ihren Neufreudinnen verdeckt zu ermitteln.

MEINUNG
Mit "Yasemins Kiosk" ist der Autorin Christiane Antons ein wirklich unterhaltsamer Krimi gelungen, der nicht nur in der "Geisterstadt" Bielefeld spielt, sondern auch drei starke Frauen porträtiert.

Die drei Protagonistinnen des Romans könnten verschiedener nicht sein. Nicht nur altersmäßig, sondern auch in Hinblick auf ihren Lebensstil und ihren Beruf sind Dorothee (alleinstehende, gemütliche Übersetzerin), Nina (etwas herbe Ex-Polizistin mit Bindungsangst) und Yasemin (lebenslustige Alleskönnerin mit Migrationshintergrund) komplett unterschiedlich. Doch alle haben das Herz am rechten Fleck und helfen einander in jeder Lebenslage. Der Mordfall lässt sie noch stärker zusammenwachsen. Während die regionale Polizei, vertreten durch den hartnäckigen und attraktiven Tim Brüggentheis, den Fall schnell zu den Akten gelegt hat, ermitteln die drei Frauen heimlich weiter. Doch es ist nicht nur dieser Fall allein, der die drei Hobbydetektivinnen bei Laune hält. Yasemin wird zudem von einem unbekannten Stalker verfolgt und beschenkt.

Das Besondere an Antons Debüt ist die regionale Komponente. Die Bielefelder Schnauze und Lebensart samt Fußballverrücktheit und Kioskkultur wird hier eins zu eins abgebildet und damit authentisch vorgelebt. Die locker-ehrliche und gut lesbare Erzählweise passt perfekt zum Handlungsort und Menschenschlag. Darüber hinaus hat die Autorin mit all ihren Haupt- und Nebenfiguren wahrhafte Typen mit Ecken und Kanten, d. h. Stärken und Schwächen, geschaffen - also Menschen, wie du und ich.

Die Kriminalgeschichte ist eher dem Cosy Crime zuzuordnen und verläuft nahezu unblutig. Der Spannungsbogen erreicht seinen Höhepunkt erst gegen Ende des Buchs, das m. E. mehr von den darin enthaltenen Figuren und von deren Geschichten als vom Kriminalfall dominiert wird. Allein die drei lebensechten Powerfrauen sind es wert, diesen Roman zur Hand zu nehmen.

FAZIT
Ein Debüt mit Charakter, das m. E. eine Fortsetzung verdient hat und sich nicht nur für bibliophile Bielefeldfans lohnt.

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Ein Toter im Altpapiercontainer

Im Mehrfamilienhaus von Dorothee Klasbrummel in Bielefeld wohnen sehr unterschiedliche Menschen. Dorothee selbst hat seit fünfzehn Jahren ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Die vom Dienst suspendierte Polizistin Nina Gruber nutzt die freie Zeit, um sich um ihre Mutter zu kümmern. Sie erzählt niemandem, warum sie so viel Freizeit hat. Außerdem ist da noch die junge Yasemin, die einen Kiosk vor dem Haus hat.
Als eine Leiche im Altpapiercontainer des Kiosks gefunden wird, sind sich die Frauen einig, dass die Ermittlungen der Polizei nicht richtig laufen und sie wollen unter der professionellen Führung von Nina die Sache selbst in die Hand nehmen. Außerdem könnte gleich auch die Sache mit dem Stalker geklärt werden, der Yasemin keine Ruhe lässt.
Dies ist ein unterhaltsamer und recht turbulenter Krimi, der sich gut und flüssig lesen lässt. Man bekommt einen ganz besonderen Eindruck von Bielefeld.
Die Damen haben sich die Ermittlungen recht einfach vorgestellt. Sie konnten ja auch nicht ahnen, welchen Skandal sie da aufdecken. Die drei Damen sind rau, aber herzlich und ergänzen sich prima. Jede von ihnen hat besondere Fähigkeiten. Da sie sehr menschlich dargestellt sind, muss man sie einfach mögen.
Es gibt eine Reihe von Hinweisen und immer wieder neue Wendungen, so dass ich lange im Dunkeln getappt habe. Das Ende ist schlüssig und auch überraschend. Allerdings steht das ungewöhnliche Ermittlerteam im Vordergrund, so dass die Krimihandlung und damit die Spannung doch ein wenig ins Hintertreffen geraten sind.
Ein kurzweiliger Krimi mit sehr eigenen Charakteren und Bielefelder Lokalkolorit.

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