Claire Douglas: Missing

 
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Claire Douglas: Missing
Untertitel
Niemand sagt die ganze Wahrheit
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Local Girl Missing
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783328101697

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
An einem tristen Nachmittag, kurz nach dem Mittagessen, erfahre ich endlich, dass du tot bist.

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Handlungsort

Stadt
Kontinent
Handlungsorte
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Francesca und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Francesca weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und endlich Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund ...

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Psychologische Spannung

Frankie Howe und Sophie Collier waren beste Freundinnen - bis Sophie eines Nachts spurlos vom alten, extrem baufälligen Grand Pier verschwunden ist. Zurück blieb nur einer ihrer blauen Adidas-Turnschuhe.

Knapp 20 Jahre später lebt Frankie in London, hat das Familiengeschäft übernommen und ist im Zuge dessen kurz davor, ein drittes Hotel zu eröffnen. Da erreicht sie ein überraschender Anruf: Daniel, Sophies älterer Bruder, teilt ihr mit, dass sterbliche Überreste seiner Schwester gefunden wurden. Er bittet Frankie, nach all den Jahren nach Oldcliffe zurückzukehren und ihm beizustehen. Daniel möchte endlich herausfinden, was in der Nacht Ende August 1997 geschehen ist und erhofft sich mit der Befragung verschiedenster Bewohner des englischen Küstenstädtchens neue Hinweise.

Frankie sträubt sich gegen die Reise, tritt sie aber dennoch an, da sie sich nicht nur ihrer besten Freundin, sondern auch Daniel verpflichtet fühlt. Er war damals in sie verliebt und auch wenn nichts daraus wurde, so waren die beiden doch befreundet.

Die Geschichte wird aus zwei Blickwinkeln erzählt: hautsächlich aus der von Frankie, der die alte Heimat und Begegnungen mit früheren Bekannten mehr als erwartet zusetzt, und der von Sophies Tagebucheinträgen aus den Wochen vor ihrem Verschwinden. Hinzu kommt, dass Frankie in der Gegenwart immer wieder Gespräche mit der toten Sophie führt, woraus ebenfalls Einblicke in den Sommer vor 18 Jahren resultieren.

Während die Frage, was mit Sophie damals geschehen ist, im Fokus steht, hat man den Eindruck, dass Frankie zunehmend in eine Art Panikattacke schlittert - an verschiedenen Orten meint sie ihre beste Freundin zu sehen und dann kommen auch noch anonyme Briefe hinzu…

War Sophies Tod wirklich nur ein unglücklicher Unfall? Oder ist die 21jährige womöglich sogar ermordet worden?

Die Ausgangssituation ist nichts Neues - in Krimis oder Thrillern geht es häufiger mal um verschwundene Menschen, deren Schicksal geklärt werden muss. Was mir allerdings gut gefallen hat, war die Schilderung des psychischen Stresses bei Frankie, der die Konfrontation mit dem Städtchen, in dem sie aufgewachsen ist und in dem so gut wie jeder jeden kennt, zunehmend zusetzt…
Spannend ist Claire Douglas’ Thriller durchaus, auch wenn ich mir an ein, zwei Stellen eine kleine Straffung gewünscht hätte. Aber die psychologische Komponente ist ziemlich gut, denn schon bald fragt sich nicht nur Frankie, wem sie eigentlich noch trauen kann. Als dann jedoch ein weiteres Puzzleteil in Sophies Geschichte damals hinzukommt, kann man ahnen, dass wirklich nicht alle mit offenen Karten spielen - und es stellt sich mehr und mehr die Frage, wer schlussendlich mehr zu verbergen hatte. Der ein oder die andere geübte Krimileser*in wird eventuell gewissen Vorahnungen entwickeln können, aber meiner Meinung nach hat sich die Autorin einen richtig guten Kniff ausgedacht, wenngleich sie zum Ende eine Spur zu dick aufgetragen hat - aber da soll sich jede/r ihr/sein eigenes Bild machen.

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(Aktualisiert: 26 Juni 2018)
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Hat mich kalt erwischt!

Sophie ist 21 Jahre alt, als sie eines Nachts aus einem Club verschwindet. Niemand weiss, ob sie vom morschen Pier ins Meer gestürzt ist, oder was genau geschehen ist. 18 Jahre später bekommt Francesca, die ehemals beste Freundin von Sophie, einen Anruf von Daniel, Sophies Bruder. Es wurde etwas an den Strand gespült, das mit dem Verschwinden von Sophie in Zusammenhang steht. Frankie reist sofort nach Oldcliff. In dem Küstenstädtchen hat sie früher gelebt und vieles erinnert an Sophie und deren Verschwinden.

Schon durch die Thematik, eine 21 jährige, die spurlos verschwindet, wird von Beginn weg Spannung aufgebaut. Es hat mich absolut nicht kalt gelassen, dass ein Mädchen einfach so gestorben sein soll. Allerdings musste ich ein Auge zudrücken, denn der Fund war mir doch dann etwas zu weit hergeholt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Fuss in einem Turnschuh 18 Jahre im Meer " überlebt " haben soll…das ist doch bei all dem Getier und den Gezeiten schlichtweg nicht möglich? Und dann wird er auch noch in der Nähe angespült, in der Sophie vor 18 Jahren verschwunden ist?
Die Verzweiflung des Bruders und das Leiden der besten Freundin nach all den Jahren ist realistisch beschrieben. Man spürt als Leser sehr gut, wie schwer es ist, nicht zu wissen, was mit dem geliebten Menschen geschah. Gleichzeitig wird ein dunkles Geheimnis angesprochen, das die Spannung noch mal erhöht hat und ich habe atemlos weiter gelesen.
Die Autorin hat sich zu einer Erzählform entschlossen, die leider meinen Lesefluss gestört hat. In schneller Folge wechselt sie die Perspektive und die Zeitzone. Man liest aus der Sicht von Frankie in der Gegenwart. Und auch aus der Sicht von Sophie in der Vergangenheit. Dazu kommen komplexe Beziehungen mit Freunden und Familienmitgliedern, die ich als leicht verworren empfunden habe. Frankies Passagen wurden immer wieder mal so gehalten, dass sie direkt zu Sophie spricht, was berührend ist. Ein besonderes Highlight Punkto Spannung ist, als Frankie immer wieder denkt, Sophie zu sehen. Man fragt sich irgendwann nur noch, ob Sophie wirklich tot ist?
Einige gruselige Passagen entsprechen der Genreeinteilung Thriller, wenn sie auch völlig frei von Blut, Gewalt und Mord sind. Da löscht zum Beispiel das Feuer, als hätte jemand mit dem Finger geschnippt …und das, weil Frankie an die tote Sophie denkt. Dann wieder ist die Atmosphäre in der Ferienwohnung von Frankie sehr stimmungsvoll und gruselig beschrieben.
Stück für Stück setzt sich die Geschichte zusammen und man sieht als Leser immer klarer, wie alles zusammen hängen könnte. Gegen Schluss hebt sich durch eine überraschende Wendung die Story auf eine spezielle Ebene, die ich so nicht erwartet habe und die mich kalt erwischt hat.

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