Patrick Süskind: Das Parfum

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Patrick Süskind: Das Parfum
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Das Parfum
ISBN-13
9783257228007

Informationen zum Buch

Seiten
298

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Handlungsort

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Von Jean-Baptiste Grenouille, dem finsteren Helden, sei nur verraten, daß er am 17. Juli 1738 in Paris, in einer stinkigen Fischbude geboren wird. Die Ammen, denen das Kerlchen an die Brust gelegt wird, halten es nur ein paar Tage mit ihm aus: Er sei zu gierig, außerdem vom Teufel besessen, wofür es untrügliche Indizien gebe: den fehlenden Duft, den unverwechselbaren Geruch, den Säuglinge auszuströmen pflegen. Eine wundersame Eigenschaft, zu der sich alsbald andere dazugesellen. Jean-Baptiste übersteht die Masern, die Ruhr, die Windpocken und die Cholera und bedarf augenscheinlich weder der mütterlichen Liebe noch der väterlichen Zärtlichkeit...

Linktipp: Im ausgedehnten Forensystem des Klassikerforums gibt es ein Forum für den Austausch von Schülern über deren Pflichtlektüre.

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"Das Parfüm" ist ein ekliges Buch. Zugegeben. Aber gleichzeitig ist es auch ein grandioses Buch. Die Beschreibungen der olfaktorischen Welt, die Süskind in ausschweifender und sprachlich bestechender Weise liefert, und überhaupt die Grundidee, als Hauptfigur einen Menschen ohne Eigengeruch auftreten zu lassen, dessen größtes Bestreben darin liegt, endlich nicht mehr durch seine Geruchlosigkeit aufzufallen, sind einzigartig und machen das Buch zu etwas Besonderem. Zweifellos ist Jean-Baptiste Grenouille kein sonderlich sympathischer Vertreter, aber literarisch hochwertig und lesenswert ist seine Lebensgeschichte allemal!

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#1 Rezensent
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Alle Welt ist von diesem Buch begeistert. Ich kann mich dem nicht anschließen - wahrscheinlich, weil ich jederzeit Trivialliteratur zwecks höherem Unterhaltungswert solchen überaus verwirrenden Werken vorziehe. Patrick Süskinds Schreibstil ist zwar sehr ausgefeilt, den Roman selbst fand ich allerdings extrem _krank_ und verstörend.

Ich werde immer wieder auf diese Rezension angesprochen und möchte nun nochmals einige Worte dazu loswerden: Ich finde dieses Buch schlicht und einfach schrecklich! Es tut mir leid, aber so ist nunmal mein Geschmack (der im Übrigen nichts mit dem Schreibstil des Autors zu tun hat ...dieser ist unbestreitbar gut!),
sondern vielmehr aufgrund der Tatsache, daß es wohl kaum ein Buch gibt, welches
mich mehr verstört hätte, nachdem ich es ausgelesen hatte. Das hat nichts
damit zu tun, daß ich Unterhaltungsliteratur vorziehen würde, obwohl ich es immer
sehr schade finde, daß solche Literatur belächelt wird. Was ist so schlimm
daran, daß ein Buch nur den Zweck hat, zu unterhalten? Ich kann daran nichts
schlimmes finden und ich würde ein Buch deshalb nie herabsetzen - und auch
nicht die Leser. Es ist auch schwer, Qualität zu beurteilen - das muß meiner
Meinung nach jeder für sich selbst entscheiden und ich werde jede andere Lektüre fallen lassen für meine geliebte Fantasyliteratur.

Ein Buch ist für mich immer nur so viel wert, wie es mir etwas geben konnte
in dem Moment als ich es las. Wenn mir in dem Moment nach Ruhe und
Entspannung war, dann erhält ein kitschiger Liebesroman eine bessere Note als ein Werk
von John Irving, weil letzterer nichts für mein Wohlbefinden in diesem Moment
tun konnte. Wenn mir danach ist, meinen Kopf zu zerbrechen und zu
philosophieren, dann nehme ich bestimmt keinen Roman von Elizabeth George zur Hand,
sondern greife zu einem Klassiker (deshalb auch mein Klassikerforum) und wenn ich schlechter Laune bin und etwas brauche, das mich Lachen läßt, dann werde ich _immer_ zu meinem geliebten Terry Pratchett greifen!

Bei einer
Note kommt es immer darauf an, wie die Bewertungsgrundlagen sind. Ich sehe
die Bücher nicht nur hinsichtlich ihres sprachlichen Niveaus und der
versteckten Botschaft und ich möchte gewiß auch nicht zu einem Marcel Reich-Ranicki mutieren. Patrick Süskind konnte mir mit seinem "Parfüm" nur Verwirrung und Bestürzung liefern. Es regte mich nicht sonderlich zum Nachdenken an (außer, daß ich dachte "Wie krank dieses Buch doch ist").

Dieses Buch liebt man oder man hasst es und da für mich letzteres zutrifft, gebe ich dem Roman die

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Das Buch "Das Parfum" von Patrick Süskind, geschrieben 1985 ist ein wirklich spannender und fesselnder Roman. Auf den 320 Seiten erfährt der Leser die Geschichte des Protagonisten, Jean-Baptiste Grenouille. Wie er auf einem stinckenden Fischmarkt im 18. Jahrhundert geboren wird und schon im Kleinkind Alter als finster und abscheulich von seinen Mitmenschen empfunden wird. Später beschreibt der Autor mehrere Lebensabschnitte Grenouilles, wie er vom Gerbergesellen, über den Parfumeur bis hin zum Serienmörder seinen Weg geht, um ein einzigartiges Parfum zu kreiren, das seinen nicht forhandenen Eigenduft ersetzen soll.

Süskind beschreibt auf ganz beeindruckende Weise das Leben im 18. Jahrhundert. Weiterhin versteht er es, durch seine Erzählweise und seine gewählte Sprache die Geruchswelt lebendig wirken zu lassen. Deutlich ist ein roter Faden zu erkennen, der sich durch das gesamte Buch durchzieht. Handlungen werden genauestens beschrieben und lassen selbst die für uns neuen Arbeitsschritte der Parfumherstellung bestens nachvollziehen.

Was mich jedoch immer wieder erschrecken ließ, als ich mich dabei ertappte, den Mörder Grenouille als "guten" Menschen zu empfinden. Der geheimnissvolle Grenouille fesselt trotz seiner grausamen Taten ab der ersten Seite. Süskind beschreibt glaubwürdig warum Grenouille zu dem wurde was er letzendlich ist, ein Massenmörder. Man kann seine Abneigung gegenüber Menschen spüren und hat Mitleid mit ihm, da er völlig aus der Gesellschaft ausgeschlossen ist. Der Autor schafft jedoch auch mit seiner detaillreichen Genauigkeit teilweise eine Langeweile. In dem er beispielsweise die Zeit in der Höhle und den dortigen Traum zu genau beschreibt.

Auch empfinden viele Leser einige Passagen als "eklig" und empfinden das Buch deshalb als abstoßend. Letzlich kann ich jedoch sagen, dass das Buch sehr kreativ, spannend, individuell und originell ist und somit facettenreich und für viele Leser ansprechend. Deshalb würde ich dieses Buch immer wieder weiterempfehlen.

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Nachdem ich schon oft begeisterte Äußerungen über dieses Buch gehört hatte, dachte ich doch immer: Na ja, aber eben doch nur ein Krimi! Immerhin war ich so neugierig, daß ich mir den Film im Fernsehen ansah. Und dieser war so beeindruckend, daß ich das Buch unbedingt lesen mußte. Und das ist um noch einiges besser als der Film. Die unglaublich genau beschriebenen Gedanken und Überlegungen des Parfumeurs Baldini z. B. enthalten soviel Parallelen zur Gegenwart, daß ich sie als gelungene Kritik am Zeitgeist bezeichnen möchte.

Die Beschreibung des Lebens Grenouilles in der Höhle auf dem Plomb du Cantal ist nicht nur in ihrer sprachlichen Ausdrucksweise geradezu genial, sie ist eine wunderbar fein ausgedachte Geschichte über das Leben eines total in sich zurückgezogenen Menschen. Somit enthält sie unglaublich tiefe psychologische Einsichten und Kenntnisse. Die sprachlichen Details sind teilweise sehr zweideutig und in dieser Zweideutigkeit besonders aufschlußreich. Beispiel: "Er konnte sich, vollständig in sich selbst ertrinkend, um alles in der Welt nicht riechen." Das ist nicht nur die Feststellung einer Tatsache. Hier drückt sich Menschenkenntnis aus. Jemand, der sich nicht riechen kann, ist jemand, der sich selbst nicht mag, unzufrieden ist mit sich selbst. Geruch sagt etwas über den Charakter eines Menschen aus. Ein Mensch ohne Geruch ist ein charakterloser Mensch, und genau das wird im weiteren Verlauf der Handlungen ja deutlich. Ohne Schuldgefühl, ohne Emotionen werden die Opfer von Grenouille getötet. Wie Sachen werden sie behandelt, sind nur Mittel zum Zweck. Und ebenfalls in der Höhle wird deutlich, wie fremd sich dieser Grenouille im Grunde doch selbst ist. Der Nebel, den er im Traum nicht riechen kann, ist ja nicht nur geruchlos, er ist, wie jeder Nebel, auch nicht durchschaubar. Grenouille konnte also seinen eigenen Charakter nur als Nebel erkennen.

Alles in allem kann ich nur sagen: Nicht nur ein sprachliches Hochvergnügen, auch ein tiefes Buch, welches umgangssprachliche Redewendungen geschickt und bis zur letzten Konsequenz be- und durchleuchtet. Einfach grandios!

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Ich fand "Das Parfüm" genial- eins der besten Bücher, welches ich in der letzten Zeit gelesen habe. Nach dem Untertitel "Die Geschichte eines Mörders" erwartete ich eher nichts Besonderes, doch Süskind schreibt und beschreibt in seinem, doch recht unkonventionellen, Roman so gut, dass es einen unbedingt mitreisen muss und man nicht mehr fähig ist, das Buch aus der Hand zu legen. Wenn beschrieben wird, wie Grenouille durch Paris läuft und den Duft der Mirabellenverkäuferin riecht und hingerissen ist, hat man den Geruch förmlich in der Nase und fühlt sich nicht minder verzaubert als Grenouille. Denn einerseits erschreckt er den Leser durch seine Kaltheit und Grausamkeit, andererseits fängt man nach einer Weile an, sein Handeln nachvollziehen zu können. Süskind schafft Grenouille, auch wenn er keinen Geruch hat, eine düstere Anziehungskraft, die sein Charakter auf den Leser ausübt.

Die Geschichte ist durchzogen von seltsamen und exzentrischen Figuren wie Baldini, die alle selber auf ihre Art menschlich vollkommen versagen, Grenouille immer nur ausnutzen und schlecht behandeln und dafür, scheint es, alle ihre Strafe zu erhalten (so stürzt Baldini mitsamt seinem Haus in die Seine). Besonders eindrucksvoll und zynisch wird dies gegen Ende, als bei Grenouilles Hinrichtung alle guten und ach so moralischen Bürger der Magie des mörderischen Parfüms unterliegen, alles zu einer einzigen Orgie wird und der Vater der ermordeten Laure Grenouille, den Mörder, als seinen Sohn aufnehmen will.

So absonderlich und schrecklich Grenouille auch ist, keiner der wichtigen Charaktere ist hier gut, es verstecken sich nur alle hinter einem heuschlerischen Schleier, den Grenouille mit seinem Geruchssinn durchschauen kann. Er würd durch sein Parfüm zum Verführer, das Parfüm bringt die Menschen dazu zu offenbaren, dass sie selber nicht viel moralischer und gottesfürchtiger sind, als Grenouille selbst. Und jeder erhält am Ende seine Strafe und da Grenouille niemand etwas anhaben kann, kommt sie ihm durch die Erkenntnis, dass Liebe anderer nichts wert ist, wenn man sich selbst nicht lieben kann. Das scheint letztendlich seine Strafe zu sein, obwohl ich diese Theorie nicht zu eng sehen würde, da ich nicht denke, dass es in dem Buch darum geht, dass jeder am Ende seine "gerechte Strafe" erhält. Und bei seinem Tod beschwört er in den Menschen durch das Parfüm noch einmal die schrecklichste Seite der Menschen hinauf- sie sind so verzaubert, so gierig, ihn besitzen zu wollen, dass Grenouille durch sie so sein Ende findet.

Ich denke, dass in diesem Buch enorm viel steckt, was man interprtieren kann (wie man will, da der Autor den Leser hier kaum einschränkt). Ich finde es auf jeden Fall lesenswert, ob nun nur zur Unterhaltung, oder um darüber nachzudenken.

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Auch ich musste dieses Buch für den Deutschunterricht lesen und habe anschließend den Film gesehen. Ich kann nicht verstehen, wieso der Schreibstil so hoch gelobt wird, ich finde es eher störend, wenn Dinge mehrere Seiten lang detailliert beschrieben werden. So verging mir auch schon nach gut 30 Seiten die Lust an dem Buch. Grenouille ist für mich eine absolut uninteressante Hauptfigur, in die ich mich nicht hineinversetzen kann und möchte. Vor allem als ich den Film gesehen habe, habe ich gemerkt wie schlecht und "unrealitisch" die Handlung ist. Absolut realitische Abläufe sind nicht zu erwarten, aber dass ein Duft plötzlich die Menschen komplett manipuliert kann ich schon sehr schwer nachvollziehen.

Ich lese sonst auch viele Bücher, hauptsächlich um Unterhalten zu werden. Dieses Buch unterhält nicht. Es ist zu langatmig beschrieben und hat keinerlei Spannung. So steht für mich am Ende immerhin eine nützliche Lehre: "Töte viele Jungfrauen, konserviere ihren Duft, mache ein Parfüm darauf und du kannst erreichen, dass dich Penner aufessen."

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"Das Parfüm" ist ein ekliges Buch. Zugegeben. Aber gleichzeitig ist es auch ein grandioses Buch. Die Beschreibungen der olfaktorischen Welt, die Süskind in ausschweifender und sprachlich bestechender Weise liefert, und überhaupt die Grundidee, als Hauptfigur einen Menschen ohne Eigengeruch auftreten zu lassen, dessen größtes Bestreben darin liegt, endlich nicht mehr durch seine Geruchlosigkeit aufzufallen, sind einzigartig und machen das Buch zu etwas Besonderem. Ich finde auch, die langen und detaillierten Beschreibungen machen das Buch so besonders.

Ich hatte schon von Anfang an ein guten Eindruck vom Buch bekommen, da sehr viel Gefühl in diesem Buch steckt.

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