Arno Strobel: Das Skript

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Arno Strobel: Das Skript
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783596191031

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Sie war nackt, und sie fror erbärmlich.

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Handlungsort

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Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christoph Jahn: In dessen Roman schneidet ein Serienkiller jungen Frauen die Haut vom Körper, um darauf den Anfang seines Romans, der von allen Verlagen abgelehnt worden ist, auf grausige Weise neu zu schreiben. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit für sein Werk, die es seiner Meinung nach verdient hat. Doch Jahn schiebt die Schuld auf einen geisteskranken Fan, der bereits vor Jahren Verbrechen aus seinen Romanen nachgestellt haben soll, aber nie gefasst wurde. Die grausige Geschichte scheint sich zu wiederholen 
Ein Entführungsfall, ein Serienkiller und ein Hauptverdächtiger mit beängstigender Phantasie.

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Ein Top-Thriller!

Heike Kleenkamp, die Tochter eines Hamburger Zeitungsverlegers, wird vermisst. Wenige Tage später erhält die Studentin Nina Hartmann per Paketdienst ein Päckchen mit skurrilem Inhalt: ein Stück Haut, auf einen Rahmen aufgespannt und beschrieben. Die DNA-Analyse ergibt, dass die Haut von der Vermissten stammt. Schnell kommt die Polizei darauf, dass hier das Vorgehen eines Täters aus einem Kriminalroman nachgeahmt wird. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Der Autor führt uns in zwei sich abwechselnden Handlungssträngen durch die Geschichte. Der weitaus größere Teil der Erzählung ist aus der Perspektive der Polizei und wird immer wieder durch kurze Kapitel aus der Sicht eines Opfers unterbrochen. Die Verzweiflung des Opfers wird hier authentisch beschrieben. Man leidet als Leser automatisch mit und bangt ganz fürchterlich um das Leben der jungen Frau.

Anfangs hatte ich mit dem Ermittlerduo leichte Schwierigkeiten. Beide waren mir nicht besonders sympathisch und ihr Verhalten hat mich nur genervt. Doch nach und nach kristallisierten sich Gründe dafür heraus und sie schafften es, sich zusammenzuraufen. Nun würde ich mir wünschen, noch weitere Fälle mit ihnen lösen zu dürfen.

Der Kreis der Verdächtigen ist groß, es gibt kaum einen Charakter, der durch und durch unschuldig wirkt. Trotzdem ist es dem Autor gelungen, mich am Schluss zu überraschen. Denn den wirklichen Täter hatte ich nicht direkt im Visier. Im Nachhinein konnte ich aber die ganzen Indizien richtig zuordnen. Es war also nicht so, dass hier ein Täter an den Haaren herbeigezogen wurde, sondern die Hinweise wurden einfach so dezent eingestreut, dass man schon sehr genau hinschauen musste.

Arno Strobel hat es geschafft, von der ersten bis zur letzten Seite Spannung in das Buch zu bringen. Zum Teil hat er sich dabei äußerst grausamer Szenen bedient, die dem Leser sowieso schon die Haare zu Berge stehen lassen, aber auch ohne die hätte der Spannungsbogen nicht gelitten. Für Zartbesaitete mit Neigung zu Albträumen würde ich diesen Thriller nicht empfehlen. Doch alle anderen werden sich sicher gut unterhalten fühlen. Ich war schon von „Der Trakt“ und „Das Wesen“ begeistert, aber „Das Skript“ fand ich noch besser!

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Das Skript

Zum Buch:

Die Studentin Nina Hartmann erhält ein Päckchen von einem unbekannten Absender, dessen Inhalt sie an ein auf einen Rahmen gespanntes und beschriebenes Stück Haut erinnert. Die Polizei geht dem Fall nach und stellt bald fest, dass sie es mit einem Wahnsinnigen zu tun haben, der die Grausamkeiten aus den Büchern des Thrillerautors Christoph Jahn nachstellt.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist extrem spannend und hat mich von der ersten Seite an gepackt. Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt, in der einen begleiten wir den Ermittler Stephan Erdmann, der den Fall mit seiner Chefin und Partnerin Andrea Matthiessen bearbeitet, in der anderen sehen wir die Dinge aus dem Blickwinkel des Opfers. Diese Teile sind sehr hart und brutal, denn man kann sich sehr gut einfühlen in das Opfer und seine Ängste und Schmerzen nachempfinden. Mir blieb beim Lesen mehr als nur einmal die Luft fast weg vor Spannung.

Die Protagonisten fand ich alle lebensecht beschrieben, ich kann aber nicht behaupten, dass sie mir von Anfang an sympathisch gewesen wären. Manche davon lernt man besser kennen und stellt bald fest, dass man sie doch mag. Fast wie im richtigen Leben muss man sie erst ein wenig kennen lernen, bevor man hinter die Fassade blicken kann. Das ist etwas, was mich an den Büchern von Arno Strobel so fasziniert, er schafft es, Figuren nett wirken zu lassen und irgendwann stellt man fest, dass sie es nicht sind, oder umgekehrt. Und damit wird ganz schön Verwirrung gestiftet, denn man kann bis fast zur letzten Seite nicht sagen, wer denn nun als Täter in Frage kommen könnte. Obwohl man jede Menge Verdächtige hat.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Die Spannung baut sich gleich von der ersten Seite an auf und hält sich bis zum Ende, kurz davor gibt es nochmal einen Anstieg, so dass man das Buch definitiv nicht mehr aus den Händen legen kann. Für mich ein durch und durch gelungener Thriller! "Das Skript" fand ich noch besser als "Das Wesen" und "Der Trakt", vielleicht gerade deswegen, weil es blutiger zu und her ging!

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Das Skript

Zum Buch:
Die junge Journalistin Nina bekommt ein merkwürdiges Päckchen zugeschickt. Offensichtlich will ein verrückter Mörder ein Buch auf Menschenhaut schreiben. Die Polizei kommt schnell darauf, dass es für diese grausige Tat eine literarische Vorlage gibt, das Buch des Krimi-Autors Jahn beschreibt exakt diese Taten. Ist Jahn der Mörder? Oder liefert sein Buch nur die schreckliche Vorlage für einen wahnsinnigen Fan, der mit der Umsetzung der Geschichte in die Realität dem Buch auf die Bestseller-Listen helfen will?

Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt, einmal aus Sicht der Ermittler, zum anderen aus Sicht der Opfer. Gerade diese Abschnitte sind wirklich furchteinflößend, beim Lesen lief es mir ständig kalt den Rücken herunter, so grausam wird das Leiden der Opfer hier dargestellt.

Meine Meinung:
Auch der dritte Thriller von Arno Strobel war für mich wieder ein echter Pageturner. Ständig werden die Ermittler und somit auch die Leser auf falsche Fährten gesetzt. Auch als geübter Krimileser war mir bis zum Schluss nicht klar, wer der Mörder ist, Verdächtige gab es reichlich, die Auflösung am Ende war eine Überraschung, aber durchaus schlüssig.

Das Ermittler-Duo Andrea Matthiesen und Stephan Erdmann ging mir am Anfang ein wenig auf die Nerven, aber zum Glück stellten die beiden das Gezicke schnell ein und wurden zu einem richtig guten Team.

Die Szenen aus Opfersicht waren teilweise wirklich sehr brutal, zum Glück waren das meist nur wenige Seiten. So war es zwar heftig, aber wohl dosiert und der Horror-Faktor nahm nicht überhand.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich mich schon auf das nächste Buch aus der Feder des Autors (Strobel, nicht Jahn!) freue!

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Ein Thriller, der unter die Haut geht.

Arno ist wieder ein äußerst spannender Thriller gelungen, der diesmal auch im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Denn ein Wahnsinniger Mörder stellt einen Roman eines Autors nach und entfernt von jungen Frauen die Haut und schreibt auf ihr einen Romantext.
Dem Autor holt auch sehr schnell die Vergangenheit wieder ein.

Das Ermittlerteam und die Leser tappen bis zum Ende im Dunkeln, denn jeder macht sich verdächtig und könnte der Mörder oder die Mörderin sein. Arno hat sehr geschickt die Fährten zu den einzelnen Personen gelegt, sodass wir nur Vermutungen anstellen können, wie alles zusammenhängt.

Auch Startschwierigkeiten von Erdmann und Matthiessen wie sie langsam aus dem Weg geräumt wurden fand ich auch sehr glaubwürdig beschrieben.

Die Wechsel zwischen den Ermittlungen und den Szenen, in denen wir lesen müssen, was der Täter den Opfern antut, fand ich wieder sehr gelungen. Es erinnerte mich ein wenig an "Das Wesen", aber dort wurde ja zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her gesprungen, und diesmal zwischen Täter und Ermittler, was aber nie gestört hat, es hat immer gepasst. Und es lies einen, zumindest erging es mir so, immer glauben, dass es jeden Moment zu spät ist und es erhöhte auch das Tempo des Romans.

Spannung bis zum Ende des Romans ist garantiert.

Die Leserunde war wieder toll, es hat mich gefreut, mit euch und natürlich Arno über den Täter spekulieren zu können und auch zu erfahren, dass wir am Ende doch an der einen oder anderen Stelle weit vom wirklichen Täter entfernt waren.

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Mit "Das Skript" ist Arno Strobel wieder ein äußerst spannender Thriller gelungen.

Ein Täter verwendet den Krimi "Das Skript", in dem der Romanautor auf Menschenhaut schreibt und dazu junge Frauen entführt, tötet und häutet als Vorlage für seine Verbrechen. Es verschickt Päckchen mit Menschenhaut - wie im Roman. Die Hamburger Kommissare Andrea Matthiessen und Stephan Erdmann werden auf den Fall angesetzt und ermitteln im Umfeld des Autors und der Studentin, die das erste Päckchen bekommt. Auch die Entführung einer Verlegerstochter scheint mit dem Fall in Verbindung zu stehen.

Arno Strobel erzählt die Geschichte aus zwei Perspektiven: einmal aus Sicht der Opfer, die das grausige Tun des Täters hilflos erleben müssen (die brutalität war mir persönlich zu detailiert beschrieben), zum anderen die Krimihandlung der laufenden Ermittlungen. Als Leser leidet und rätselt man mit und es bleibt durchweg spannend. Die Personen sind gut gezeichnet, selbst Nebenfiguren haben ihr eigenes Gepräge. Die Ermittler wurden mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer, von ihnen würde ich gerne mehr lesen. Durch die kurzen Kapitel war ich animiert, immer noch ein paar Seiten zu lesen. Die Auflösung des Falls ist überraschend aber stimmig.

Spannende Unterhaltung - sehr zu empfehlen!

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Verhängnisvoller Thriller im Thriller

Hamburg wird erschüttert durch eine Serie von Verbrechen von unglaublicher Brutalität. Junge Frauen verschwinden spurlos, gleichzeitig erhält eine Studentin, die für die Hamburger Abendzeitung schreibt, ein Paket von äußerst makabrem Inhalt: Auf einen Keilrahmen gespannte, menschliche Haut auf der in akribischer Schrift der Anfang eines Romans geschrieben ist. Eine der entführten jungen Frauen ist die Tochter des Verlegers der Hamburger Abendzeitung. Hat ihr Verschwinden einen Zusammenhang mit dem seltsamen Paket? Ist sie noch am Leben?

Recht schnell wird klar, dass der Alptraum eines Thrillerautors wahr wird. Ein Verrückter stellt seine Ideen aus einem Roman in der Realität nach. Ein Buch, das im Buch Wirklichkeit wird. Durch diese Taten schnellen die Verkaufszahlen des Buches in die Höhe. Wer davon profitiert gehört schon mal in den Kreis der Verdächtigen.

Der Roman wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Einmal erlebt man als Leser an der Seite von Kriminalhauptkommissarin Mathiessen und ihrem Partner Oberkommissar Erdmann die Ermittlungen mit, die zum Großteil ins Verlegermilieu führen, und am Rande auch einen anschaulichen Einblick in die Zusammenarbeit von Autor, Lektor und Verlag vermitteln. In einer anderen Perspektive erfährt man buchstäblich hautnah, wie die festgehaltenen Frauen in einem Keller gequält werden. Der Täter bleibt dabei bis zuletzt unbenannt. Diese relativ kurzen Passagen sind nichts für zartere Gemüter. Die Beschreibungen sind schonungslos, sodass mir beim Lesen schon ein paar Mal der Atem stockte.

Im Laufe des Thrillers lernt man die beiden Ermittler näher kennen und erfährt einiges aus deren Vergangenheit. Ihr Privatleben bleibt aber immer angenehm im Hintergrund. Obwohl sich mit der Zeit eine gewisse Sympathie zwischen Mathiessen und Erdmann entwickelt, ist der Roman glücklicherweise „Romanzenfrei“. Eine Liebesgeschichte wäre hier eindeutig fehl am Platz.

Die sehr abwechslungsreichen Schauplätze sind nicht zu ausschweifend beschrieben, was einen flotten Lesefluss ermöglicht, aber ohne dass man sich gehetzt fühlt.
Mir hat die Idee, den Inhalt eines Buches in einem Buch zu verarbeiten sehr gut gefallen. Obwohl das sicherlich recht kompliziert war, ist es Arno Strobel sehr gut gelungen, diese Verschachtelungen klar darzustellen. Die Spannung ist durch das ganze Buch hinweg hoch: Bis zuletzt rätselt man mit und wird auch mal auf eine falsche Fährte gelockt.

Dieser Thriller bietet herrlich viel Stoff zum Kombinieren und Spekulieren, ich fühlte mich wunderbar unterhalten.

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