Arno Strobel: Das Wesen

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Arno Strobel: Das Wesen
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783596186327

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Erster Satz
Er machte fünf, sechs Schritte, dann blieb er stehen.

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Ein kleines Mädchen stirbt, und der Hauptverdächtige wandert in den Knast - unschuldig? 15 Jahre später: Wieder verschwindet ein Kind, und der Albtraum beginnt von vorn - für die Ermittler und den Täter von damals. Ein verurteilter Psychiater und ein besessener Kommissar - ein erbittertes Psychoduell um Schuld und Rache.

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Die Geschichte wird anfangs in zwei Erzählsträngen erzählt (Vergangenheit und Gegenwart), aber mit jeweils demselben Ich-Erzähler, nämlich Ermittler Seifert. Aus seiner Sicht und mit seinen Gedanken zu den jeweiligen Geschehnissen begleiten wir ihn und seinen älteren Kollegen und Chef Menkhoff also einerseits bei den aktuellen Ermittlungen gegen Dr. Lichner und andererseits bei dem früheren Fall, der den Psychiater vor 15 Jahren ins Gefängnis brachte.

Das ist erst etwas ungewohnt und erforderte ein bisschen Konzentration, um die Fälle nicht durcheinander zu werfen, aber es dauerte dann auch gar nicht lange und ich erkannte schon am Umgang der beiden Kollegen miteinander, in welcher Zeit ich mich befand, denn natürlich hat besonders der damals junge Seifert sich weiterentwickelt. Zudem ist natürlich über jedem Kapitel die Zeit auch angeben.

Das Buch war für mich durchweg sehr spannend zu lesen, da der Autor es geschafft hat, mich bei meinen Überlegungen immer wieder hin und herschwanken zu lassen. Hatte ich mir gerade eine Meinung über den Tathergang gebildet, so wurde sie im nächsten Moment wieder umgeschmissen, nur um dann bei der nächsten Entdeckung oder dem nächsten Gespräch wieder am Anfang zu landen. Immer mehr Möglichkeiten gingen durch meinen Kopf, die mit der Zeit auch immer erschreckender wurden. Zweifel kamen daher nicht nur bei Seifert immer wieder hoch, auch ich wusste irgendwann nicht mehr, was wahr ist und was nicht. Und wie man es drehte und wendete: wurde mein Verdacht gegen eine Person immer dichter, so vergaß ich doch nie die anderen möglichen Szenarien und ich drehte mich wieder im Kreis. Bis fast zum Schluss war ich mir nicht wirklich sicher, was passiert ist, denn so richtig greifen konnte ich irgendwann keine Variante mehr. Mich zu verwirren, ist dem Autor also richtig gut gelungen. ;-)

Das hat mir wirklich sehr gut gefallen, denn oft habe ich bei Thrillern wenigstens eine Ahnung, die zumindest mehr oder weniger stabil bleibt, wenn nicht sowieso schon auch aus der Sicht des Täters erzählt wird. Aber hier konnte ich richtig schön und lange rätseln, wem oder was man trauen konnte oder auch nicht.

Sehr positiv aufgefallen ist mir auch die Beschreibung der einzelnen Protagonisten. Sie waren alle sehr lebendig beschrieben und ihre Emotionen konnte man gut spüren. So hatte jeder eine eigene besondere Ausstrahlung und man merkte, dass der Autor sich mit ihrem jeweiligen Charakter gut beschäftigt hatte, bevor er sie zu Papier brachte.

Mir hat "Das Wesen" sehr gut gefallen und ich hatte ein paar sehr spannende Lesestunden damit!

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Kaum zwei Jahre nachdem der Psychologe Joachim Lichner seine abgesessene Haftstrafe von dreizehn Jahren hinter sich hat, steht die Polizei zwei Jahre später abermals vor seiner Tür. Es handelt sich sogar um dasselbe Ermittlergespann wie seinerzeit, als er wegen Mord an einem Kind aus seiner Nachbarschaft aufgespürt und rechtmäßig verurteilt wurde. Nun soll er, nach Angaben eines anonymen Telefonanrufs, seine eigene Tochter entführt haben. Doch er bestreitet überhaupt eine Tochter zu haben. Mehr noch beteuert er immer wieder seine Unschuld von damals und bezichtigt den leitenden Ermittler Bernd Menkhoff erneut, ihm die mittlerweile gesühnte Tat in Form von Beweismittel absichtlich untergeschoben zu haben. Ist Lichner tatsächlich nur ein Bauernopfer in einem makaberen Spiel?

„Das Wesen“ von Arno Strobel fiel mir zunächst durch sein gelungenes Cover auf. Passend für einen Psycho-Thriller-Krimi weckte es sofort meine Neugier. Schon bald musste ich dann erfahren, wie gelungen es der Autor verstand meine Gedanken als Leserin einem Spielball gleich hin und her zu werfen. Sofort war ich in der Story drin, die sich über zwei parallele, nicht gänzlich unähnliche, dennoch aber differenzierte Zeitschienen präsentierte. Denn dabei handelte es sich jeweils um die Ermittlungen vor fünfzehn Jahren sowie jene in der Gegenwart. Trotz gleicher aber wandlungsfähiger Charaktere ist Arno Strobel hier eine ausgezeichnete und gut nachzuvollziehende Umsetzung gelungen. Ich kam mir selbst vor, wie in einem großen Puzzelspiel. Sofort biss ich mich an Spekulationen und Vermutungen fest, nur um diese im nächsten Augenblick vom Gegenteil überzeugt zu sehen. Dieses höchst anregende Verwirrspiel zur Wahrheitssuche, liess mich immer wieder aufs neue und bis zum Schluss an meinen jeweiligen Verdacht zweifeln. Wie verhext schien dieser Fall, der genug Spannung bieten konnte ohne sich in Blut zu wälzen. Besonders leicht und flott wegzulesen war dieser Krimi auch durch seine recht kurzen gehaltenen Kapitel. Am Anfang leicht ungewohnt, doch dann sehr interessant fand ich die Erzählperspektive aus Sicht des Ich-Erzählers Alexander Seifert. Er ist der damalige Jungkollege von Menkhoff, der im Gegenwartsfall bereits gleichwertig zum Hauptkomissar aufgestiegen ist.

Ein rasantes Buch mit einem passenden Schluss bei dem es auch um kollegialen Zweifel und emotionaler Voreingenommenheit geht. Kurz: Es wird sicher nicht mein letzter Roman von Arno Strobel sein.

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