Elizabeth George: Denn bitter ist der Tod

Elizabeth George: Denn bitter ist der Tod

Hot
 
3.7 (2)
 
5.0 (1)
1743   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Elizabeth George: Denn bitter ist der Tod
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
For the sake of Elena
ISBN-13
9783442429608

Informationen zum Buch

Seiten
478

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)
An einem trüben Novembermorgen wird eine Studentin der Universität Cambridge tot aufgefunden. Der Mord an der jungen Frau erschüttert die ehrbare Akademikerwelt. Und nur einer wie Inspector Lynley ist imstande, die gefährlichen unterschwelligen Strömungen hinter den dunklen Collegemauern zu erahnen. Mit seiner Assistentin Barbara Havers dringt er immer tiefer in die arrogante Männerwelt ein, in ein tödliches Gespinst aus bedingungsloser Liebe, falschem Stolz, uneingestandenen Schuldgefühlen - und dem Bedürfnis nach Rache...

Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.5  (2)
Charaktere 
 
3.5  (2)
Sprache & Stil 
 
4.0  (2)
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Tod in Cambridge

Die Studentin Elena Weaver wird eines nebligen Morgens beim Joggen überfallen und brutal erschlagen. Aufgrund interner Querelen bei der örtlichen Polizei wird Scotland Yard hinzugezogen, und Lynley meldet sich freiwillig für diesen Einsatz in Cambridge, aus nicht ganz uneigennützigen Motiven. Wo Lynley ist, kann Havers nicht weit sein, obwohl ihr dieser Auswärtseinsatz gerade nicht so gelegen kommt, denn es wird immer schwieriger, ihre demente Mutter halbwegs adäquat zu betreuen.

Für die Ermittler steht schnell fest, dass Elena kein Zufallsopfer des Mörders war, und schon der genauere Blick auf Elenas unmittelbare Familie zeigt tiefe Verwerfungen und heftige Emotionen, die die Beteiligten nur mit Mühe verbergen können. Dann ist da noch die Tatsache, dass Elena hübsch, charmant und bei Männern äußerst beliebt war. Und gehörlos. Findet sich der Täter etwa in der Vereinigung tauber Studenten, der Elena angehörte? War es ein Eifersuchtsdrama, oder versuchte jemand, etwas zu vertuschen?

In dem komplexen Beziehungsgeflecht rund um die Ermordete finden sich eigentlich nur kaputte Gestalten; ein cleverer Schachzug der Autorin, weil man ihnen allen das Schlimmste zutraut (und früher oder später die Pest an den Hals wünscht) und ein starker Kontrast zu dem idyllisch anmutenden, altehrwürdigen Schauplatz. Für mich war es spannend bis zum Schluss, weil jeder irgendwie ein Motiv gehabt hätte.

Im Privatleben von Lynley und Havers geht es diesmal auch zur Sache, bei beiden geschehen einige wichtige, zukunftsweisende Dinge. Dabei habe ich vor allem mit Barbara und ihrem ewigen schlechten Gewissen wegen ihrer Mutter mitgefühlt.

Aufgefallen ist mir in diesem Band die Gesellschaftskritik, insbesondere, was die Rolle der Frau in einem konservativen Umfeld angeht. Teilweise hat's mich dabei richtiggehend gegruselt ob der Ansichten à la 50er Jahre (die aber selbst heute noch verbreiteter sind, als ich das gerne hätte).

Mir hat auch dieser Teil der Reihe wieder sehr gut gefallen. Die Auflösung war vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber durchaus denkbar, also gibt es dafür auch keine besonderen Abstriche.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Der fünfte Fall für Inspector Lynley und Sergeant Havers

Die junge Studentin Elena Weaver aus Cambridge wird brutal ermordet aufgefunden. Als sich herausstellt, daß sie schwanger war, konzentrieren sich die Ermittlungen der Polizei auf das private Umfeld der jungen Frau. Thomas Lynley und Barbara Havers geraten bei ihren Nachforschungen in einen Sumpf von Schuldzuweisungen, Frustration und Gefühlskälte innerhalb der Familie Weaver. Bald ergeben sich neue Fakten, die die Ermittlungen ausweiten.

Der Kriminalfall ist gewohnt spannend aufgebaut, und ich hatte wiederum bis zum Schluß keine Ahnung, wo der Täter bzw. sein Motiv liegen könnte, da die Autorin geschickt mehrere falschen Fährten auslegt. Allerdings fand ich die Auflösung doch arg konstruiert und sehr bemüht, und damit zu unrealistisch, das Motiv konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Die Charaktere sind auch diesmal wieder sehr extrem, allerdings gab es diesmal so gut wie keinen wirklichen Sympathieträger, am wenigstens innerhalb der Familie Weaver. Was mich diesmal gestört hat, waren die immer und immer wieder gleichen Schuldzuweisungen, Vorwürfe und Selbstmitleidsbekundungen. Das war meines Erachtens zu viel und hätte ruhig etwas gestrafft werden können. Zudem hatte ich öfters das Gefühl, mich in den 1950er Jahren zu befinden, da viele Lebenseinstellungen sehr altmodisch erscheinen.

Schön fand ich, daß wir auch wieder etwas aus dem privaten Umfeld der Ermittler erfahren haben: Lady Helen, um die sich Lynley nach wie vor bemüht, hält sich zur Zeit bei ihrer Schwester Penelope auf, um ihr nach der Geburt des dritten Kindes ein wenig unter die Arme zu greifen. Die Familiensituation von Penelope ist alles andere als rosig, sie wirkt im Gegenteil sehr antiquiert und hat mich als Leser mehr als einmal den Kopf schütteln lassen.
Lynleys Bemühungen um Helen kommen mir allerdings arg in die Länge gezogen vor, irgendwie treten die Beiden auf der Stelle; ich hoffe, daß in den nächsten Bänden etwas mehr Entwicklung reinkommt.

Außerdem spitzt sich die Situation um Barbara Havers demente Mutter immer mehr zu, die sie vor die Entscheidung stellt, ihre Mutter in ein Pflegeheim zu geben.

Von den ersten fünf Fällen ist für mich dieses Buch bisher der schwächste Band in der Reihe.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (1)
Charaktere 
 
5.0  (1)
Sprache & Stil 
 
5.0  (1)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Wie bei den meisten Büchern von E.G. will man, einmal angefangen, es nicht mehr aus der Hand legen. Sie vermittelt eine geniale "Leseatmosphäre". Auch hier werden wieder sämtliche Abgründe der menschlichen Psyche erforscht. Lynley und Havers`s Privatleben kommen ebenfalls nicht zu kurz.
Ein Muss für alle Elizabeth George-Fans und für solche die es werden wollen!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue