Sebastian Fitzek: Der Augenjäger

Sebastian Fitzek: Der Augenjäger

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Sebastian Fitzek: Der Augenjäger
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783426198810

Informationen zum Buch

Seiten
432

Sonstiges

Erster Satz
Milde dreizehn Grad, leicht bewölkter Himmel, ein sanfter Septemberwind.

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Handlungsort

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Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste ,,Patientin geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ... "

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Die Jagd geht weiter

Der Augenjäger setzt da fort, wo der Augensammler aufgehört hat.
Daher finden sich hier vermutlich auch einige Spoiler zum ersten Band dieser (laut Sebastian Fitzek noch nicht genauer definierten) Reihe. Um den Autor zu zitieren: Ich habe Sie gewarnt!

Seit den letzten Geschehnissen in "Der Augensammler" ist noch nicht viel Zeit vergangen. Das ist auch gut so, denn es lässt Alex Zorbach hoffen, seinen vermissten Sohn noch lebendig vorzufinden.
Alina Goriev wird in der Zwischenzeit von der Polizei gebeten, ihre sonderbare Gabe erneut einzusetzen und einen in U-Haft sitzenden Psychopaten zu massieren. Denn durch den Körperkontakt hat sie eine Art Vision von der Zukunft und kann so der Polizei helfen, Beweise für die schrecklichen Taten dieses Arztes zu finden.

Sebastian Fitzek lässt seine Leser nicht lange warten. Bereits auf den ersten paar Seiten erwartet er uns mit einem Schocker der Sonderklasse, nur um dann in jedem Folgekapitel noch einen drauf zu legen. Während manche seiner Bücher eine gewisse Anlaufphase haben, beginnt hier die Spannung sofort und lässt bis zum Ende nicht mehr nach.
Einzig störend daran ist, dass die abwechselnden Perspektiven, aus denen die Kapitel erzählt werden, vor allem in der zweiten Hälfte des Romans, jedes Mal mit schlimmen Cliffhangern enden. Das tut der Spannung eher Abbruch - schließlich wird man jedes Mal, wenn man mit weit aufgerissenen Augen neue Informationen erhält, aus dem Geschehen gerissen, nur um dann zur anderen Hauptperson zu wechseln (die selbst am Ende des letzten Kapitels ganz tief in der Klemme steckte).

Oft wirft man Fitzek (und vielen anderen Thriller-Autoren) ja einen simplen Stil vor. Es stimmt, er verwendet kurze, einfache Sätze. Seine Charaktere sprechen nicht besonders hochgestochen und die Kapitel sind kurz und knackig. Aber genau das erzeugt für mich Spannung. Man liest - zack! zack! - was passiert und wenn sich die Handlung überschlägt, bin ich dankbar dafür, mir nicht erst absatzlange Beschreibungen der Tapete durchlesen zu müssen.
Negativ ist mir stilistisch nur Nicolas Sprache aufgefallen. Sie ist ein Teenager und redet, wie ihr der Mund gewachsen ist. Allerdings wirkte sie auf mich etwas überzeichnet. Sie flucht für meinen Geschmack etwas zu künstlich und redet auch sonst nicht wie ein verängstigtes Mädchen.

Die Charaktere, die aus Band 1 bekannt sind, werden nicht allzu detailliert eingeführt. Sebastian Fitzek erinnert uns an die wichtigsten Dinge ohne den Lesefluss zu stören. Die meisten Charaktere - Protagonisten eingeschlossen - bleiben sehr flach. Einzig Alina mochte ich sehr gerne und ihre Perspektive las sich faszinierend (vielleicht auch wegen ihrer Blindheit).

Das Ende hat mich doch richtig schockiert und obwohl ich noch über die Glaubwürdigkeit der Auflösung nachgrüble, hat die Idee ein unangenehmes, düsteres Gefühl in meiner Magengrube zurückgelassen. Überzeugend war die Charakterentwicklung ganz zum Schluss des Buches und wie Fitzek es geschafft hat, den Roman rund abzuschließen und doch noch genug Raum für einen Folgeband zu lassen.

Absolut spannende Lektüre! Am besten für ein paar Stunden nichts vornehmen, wenn man das Buch zur Hand nimmt.

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