Hans-Henner Hess: Der Bobmörder

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Hans-Henner Hess: Der Bobmörder
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783832162474

Informationen zum Buch

Seiten
352

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Südthüringer Landkreis Schmalkalden-Meinigen ist einerseits für den unstillbaren Appetit seiner Bewohner auf allerlei Wurst- und Kloßspezialitäten bekannt, andererseits auch als Heimat unzähliger Olympiasieger.

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Nach seinem irgendwo auch nicht ganz unverdienten Erfolg in der Affäre Kminikowski erfreut sich Anwalt Fickel eines gewissen lokalen Ruhms in Meiningen und Umgebung. Dieser macht sich nicht nur durch eine gestiegene Aufmerksamkeit beim anderen Geschlecht bemerkbar, sondern vor allem durch die ungewohnte Nachfrage potenzieller Mandanten. Kurz vor der Winterolympiade schlingert der Fickel schließlich auf dünnem Eis in seinen nächsten Fall: Walter Kornhaß, altgedienter Technikchef der Oberhofer Rodelbahn, hat offenbar aus Unachtsamkeit den Tod einer hochdekorierten Spitzensportlerin verschuldet und wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Doch Kornhaß beharrt auf seiner Unschuld. Also macht sich der Fickel an die Ermittlungen und stößt schon bald auf menschliche Abgründe im Spitzensport. Da kommt es zu einem zweiten tödlichen Unfall in der Eisrinne. Und spätestens jetzt nimmt der Fickel als ehemaliger Anschieber des Bobs Oberhof II die Sache persönlich …

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Anwalt Fickel ermittelt wieder

Ein bissel Stress hat der Fickel ja schon, seit er so berühmt geworden ist. Plötzlich drohen Klienten von allen Seiten mit Mandaten. Kein Wunder, daß sein Arzt bei ihm einen Burn-Out diagnostiziert und ihn zur Kur schickt. Fickel denkt sich, warum in die Ferne schweifen, wenn Oberhof, das er aus seiner Zeit als Anschieber des Bobs Oberhof II kennt, so nahe liegt. Nur blöd, daß direkt nach seiner Ankunft ein Mord im Eiskanal geschieht und sein alter Freund Manfred Kornhaß unter Verdacht gerät. Obendrein ist es seltsam, daß kurz zuvor ein anderer Kufensportler in Oberhof Selbstmord begangen hat. Irgendwas stinkt in Oberhof zum Himmel!

Mit dem zweiten Band führt der Autor den Leser in die Welt des Bobsports, eine Disziplin, die ich mir zwar immer gerne im Fernsehen angeschaut habe, war aber nicht so den Hintergründen vertraut. Das hat sich mit diesem Buch geändert: der Leser erfährt viel Wissenswertes aus der Vergangenheit und Gegenwart des Kufensports. Aber auch große kulturelle Fragen, wie das Quetschen oder Schneiden von Kartoffeln werden beantwortet.

Natürlich kommt aber auch der Mordfall nicht zu kurz, ich hatte zwar einen heißen Kandidaten als Täter im Verdacht, den ich aber wieder fallen gelassen habe, bis mich der Autor mit einer völlig unerwarteten Wendung zum Schluß überrascht hat. Der Fickel rutscht eher unfreiwillig in die Mordgeschichte rein, aber er schnappt hier und dort mal was auf und schließt daraus seine eigenen Schlüsse. Wie auch in „Herrentag“ ergänzt er sich wieder hervorragend mit Kriminalrat Recknagel, der mit seiner Chefin, der Oberstaatsanwältin – und Fickels Exfrau – Gundelwein sein Päckchen zu tragen hat.

Die Gundelwein hat in Oberhof sowieso Blut geleckt: sie glaubt nicht an den Selbstmord des Bobfahrers, auch wenn alle Zeichen dafür sprechen, und vermutet, daß die Oberhofer Immobiliengesellschaft Gelder im großen Stil verschwinden läßt. Und wer die Gundelwein kennt, weiß, daß sie nicht lockerläßt, wenn sie Unrecht wittert - wie ein Terrier, der sich im Bein verbeißt.
Vor allem, wenn ihr Intimfeind Kminikowski die Finger im Spiel zu haben scheint.

Mich hat auch der zweite Fall des Fickels köstlich unterhalten, neben dem Kriminalisieren konnte ich wieder über die Gags lachen, mit denen der Autor nicht nur die Oberhofer liebevoll auf den Arm nimmt. Ich hoffe sehr, daß es noch weitere Bücher über den Fickel geben wird und der Autor ihn von seiner Hollywoodschaukel und seiner Kakteenzucht loseisen kann.

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