Dashiell Hammett: Der dünne Mann

Dashiell Hammett: Der dünne Mann

Hot
 
4.0
 
0.0 (0)
1748   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Dashiell Hammett: Der dünne Mann
Verlag
ET (D)
1952
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Thin Man
ET (Original)
1934
ISBN-13
9783257202953

Informationen zum Buch

Seiten
240

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Ich lehnte am Tresen eines Speakeasy in der Fifty-second Street und wartete darauf, daß Nora ihre Weihnachtseinkäufe beendete, als ein junges Mädchen, das mit drei anderen Leuten an einem Tisch gesessen hatte, aufstand und zu mir herüberkam.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)
Der Erfinder Clyde Wynant ist verschwunden, und seine Sekretärin Julia Wolf wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Wer ist der Mörder? Wynants Tochter Dorothy? Oder Wynants geschiedene Frau Mimi Jorgensen, die die Sekretärin (und Geliebte) ihres Ex-Mannes gehaßt hatte? Und wo ist Wynant? Da erhält Wynants Anwalt Macaulay einen Brief von seinem verschwundenen Mandanten. Nick Charles übernimmt den Fall.

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (1)
Charaktere 
 
4.0  (1)
Sprache & Stil 
 
4.0  (1)
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Nick Charles flüchtet Weihnachten traditionell mit seiner Frau Nora nach New York. Zufällig trifft er Bekanntschaft von früher: Dorothy, die Tochter des Erfinders Clyde Wynant, möchte ihren Vater ohne Wissen der Mutter treffen und hofft bei Nick auf Hilfe. Der kann außer dem Kontakt zu Wynants Anwalt keine andere Hilfestellung geben und hält die Sache für erledigt. Doch zwei Tage später muss er in der Zeitung von der Ermordung Julia Wolfs lesen, Wynants Sekretärin. Aus der allweihnachtlichen Flucht wird unversehens ein turbulenter Aufenthalt, denn jeder erwartet vom erfolgreichen Ex-Detektiv Charles, dass er sich in den Fall einbringt.

Doch weit gefehlt: Nick hat reich geheiratet und denkt gar nicht daran, einen Finger für Wynant und seine Familie zu rühren. Was wiederum alle, die mit dem Fall Wynant zu tun haben, tapfer ignorieren. Sie belagern sein Hotelzimmer, trinken einen mit ihm und lunchen zusammen. Stets werden Nick und Nora Charles ausführlich informiert, sodass sie über alles ungewollt im Bilde sind. Selbst die Polizei "ergaunert" sich durch ihre Aufdringlichkeit Tipps und Informationen. Charles informiert die Polizei weniger, weil er die Zusammenarbeit sucht, sondern weil er die Neuigkeiten sozusagen loswerden will, damit die sich damit befassen, die sich damit beruflich befassen müssen. Die Figur des Nick Charles präsentiert sich komplett entgegen allen Erwartungen und literarischen Vorlagen. Was ich persönlich einen herrlichen Schachzug finde.

Wer am Humor bei Hammett ungeschoren davon kommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Stets schwingt ein leicht bissiger Unterton in Gesprächen und Schilderungen mit, der Personen und Umstände ohne viel Federlesen kommentiert. Da wäre zum Beispiel die Polizei. Sie ist neben dem zu suchenden Mörder die zweite fiese Institution in diesem Krimi. Sie prügelt gerne und nutzt jede Chance, auch wohlgesitteten Häftlinge eine "Chance zum Widerstand gegen die Staatsgewalt" zu geben, damit ein paar Fäuste fliegen können. Keine Gesetzeshüter, die man mit solider Polizeiarbeit betrauen möchte.

Alle Personen picheln fleißig; bei Nick vergeht fast keine Szene ohne Glas in der Hand oder wenigstens in Aussicht. Man trifft sich in so ziemlich allen Spelunken, in denen während der Prohibitionszeit illegal Alkohol ausgeschenkt wird. Köstlich, wie das Ehepaar Charles die Flüsterkneipe von Studsy findet: Sie fragen zwei Taxifahrer, zwei Zeitungsjungen und einen Polizisten. Ausgerechnet.

Am Ende sorgt natürlich Nick Charles dafür, dass der Fall geklärt wird. Ihm bleibt quasi auch nichts anderes übrig, da man ihn durch die "Belästigungen" lange genug vom gemütlichen Mixen und Trinken der Drinks abgehalten hat. Mit der Aufklärung sorgt er wieder für Ruhe in der Familie und kann den Aufenthalt in New York bis nach Neujahr hoffentlich mit vollen Zügen - oder wahlweise Gläsern - genießen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue