Arno Strobel: Der Sarg

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Arno Strobel: Der Sarg
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783596191024

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Erster Satz
Eva erwachte in vollkommener Dunkelheit.

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Handlungsort

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»Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«

Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen 

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Der Sarg

Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und steckt sie gefesselt in einen Sarg, wo sie ersticken. Die Polizei erhält zwar Hinweise, wo sich die Frauen befinden, kommt aber immer zu spät. Zur gleichen Zeit hat Eva Rossbach immer wieder denselben Traum: Sie erwacht in einem Sarg und kann sich nicht befreien. Durch Panik und Luftmangel wird sie ohnmächtig und wacht später wieder in ihrem Bett wieder auf.

Meine Meinung:

Das Buch fängt gleich spannend an und man fragt sich, was es mit diesen Morden auf sich hat und welche Verbindung zu Eva besteht. Ich wurde gleich in die Geschichte hinein gesogen und konnte richtig schön mit rätseln. Eine Ahnung, was hinter dem ganzen stecken könnte, hatte ich zwar schon relativ früh, jedoch hat der Autor geschickt einige falsche Fährten ausgelegt, auf die ich dann auch ganz gut angesprochen habe. Bis fast zum Schluss konnte ich mir nicht genau erklären, was vor sich geht, allerdings wurde meine Ahnung immer konkreter, so dass das Ende dann nicht mehr viele Überraschungen für mich bereit hielt. Die letzten paar Seiten, als für mich alles mehr oder weniger klar war, tappte Hauptkommissar Bernd Menkhoff noch im dunkeln herum, was ich etwas schade fand.

Mit der Hauptperson Eva konnte ich nicht so richtig mitfühlen, sie war mir zu kompliziert und ich konnte ihre Handlungsweise nicht immer nachvollziehen. Erst mit Fortschreiten der Geschichte wird langsam klar, warum sie so ist und so handelt. Bernd Menkhoff ist dafür der alte geblieben, was mich sehr gefreut hat. Das Thema der Geschichte allerdings war heftig und eigentlich möchte ich so etwas gar nicht lesen. Ich möchte auch nicht, dass es sowas überhaupt gibt. Aber wir leben nun mal nicht in einer rosa Blase und somit gibt es leider solche traurigen Schicksale. Mir aber haben gewisse Kapitel so zugesetzt, dass ich fast die Lust verloren habe, weiter zu lesen. Obwohl ich mich einiges gewöhnt bin.

Die Sprache und die relativ kurzen Kapitel fand ich wieder sehr angenehm zu lesen, auch war es toll, alten Bekannten zu begegnen. Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen, die rote Schrift mit der darunter liegenden Frau sieht einfach genial aus.

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Lebendig begraben

Eva hat einen schrecklichen Alptraum, in dem sie sich lebendig begraben fühlt. Zuerst ist sie erleichtert, dass es sich nur um einen Traum gehandelt hat, doch als sie kurz darauf in der Zeitung liest, dass tatsächlich eine tote Frau in einem Sarg aufgefunden wurde und dass sie diese sogar gekannt hat, beginnt sie sich Gedanken zu machen. Wie kann es sein, dass jemand ihre Halbschwester umbringt und sie selber einen derartig realistischen Traum hat, der mit dem Mord genau übereinstimmt?

Leser von Arno Strobels früheren Büchern werden den ermittelnden Kommissar Bernd Menkhoff wiedererkennen, man braucht aber kein Vorwissen, um "Der Sarg" zu lesen. Hier macht er es einem nicht unbedingt leicht, ihn zu mögen, überhaupt wirkt die ganze Polizeiermittlung ziemlich hilflos und zufällig, der Leser ist den Ermittlern allerdings auch immer ein ganzes Stück voraus. Aber auch die anderen Figuren sind keine großen Sympathieträger.

Für mich war dies aber auch nicht zwingend nötig, denn „Der Sarg“ ist auf jeden Fall wieder ein spannender Pageturner. Von Anfang an werden falsche Spuren gelegt, denen man als Leser leicht auf den Leim geht. Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt und die kurzen Kapitel tun ihr übriges, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Auf einen Teilaspekt der Lösung kommen geübte Krimileser vielleicht recht früh, die tatsächliche Auflösung am Ende war dann noch mal eine ziemliche Überraschung – zumindest für mich.

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Wenn der größte Alptraum wahr wird: lebendig begraben zu werden

Köln wird von einer grausigen Mordserie erschüttert: Jemand sperrt Frauen in einem Sarg ein, gefesselt und geknebelt und lässt sie langsam ersticken. Perverserweise gibt er dann zwar der Polizei Hinweise, wo die Frauen zu finden sind, aber die Polizei kommt immer zu spät. Während Hauptkommissar Menkhoff und seine Kollegen versuchen den Täter zu schnappen, hat Eva immer wieder den gleichen Alptraum: Sie wacht in einem Sarg auf und kann sich nicht bewegen. Was hat es mit diesem Alptraum auf sich? Und gibt es eine Verbindung zwischen Eva und dem Täter?

Das Buch beginnt gleich mit einem Alptraum von Eva und von der ersten Seite an, war ich von der Geschichte gefangen und wollte unbedingt wissen, wer da dahinter steckt. Zusammen mit der Polizeit tappt man als Leser ziemlich lange im Dunkeln und ich konnte die Ungeduld von Hauptkommissar Menkhoff sehr gut nachvollziehen, wenn wieder ein kleines Bröckchen nur gelöst wurde und er immer noch keinen Schritt weiter war.

Die Polizeiarbeit wird dabei für mein Gefühl sehr gut beschrieben und auch wenn es oft zum Haare raufen war den Befragungen zu lauschen, denke ich doch, dass der Autor das Vorgehen sehr gut beschrieben hat. Gut finde ich auch, dass Menkhoff und auch seine Kollegen dabei eindeutig Menschen mit Stärken und Schwächen sind, die sich auch nicht immer so professionell verhalten, wie es vielleicht sein sollte. Auch wenn man sich wahrscheinlich oft einen Superhelden wünscht, wird es den auch in der Realität nicht so oft geben.

Eva ist dabei sein sehr anstrengender Charakter und erst nach und nach im Verlauf des Buches wird klar, warum sie so ist, wie sie ist und die gesamte Wahrheit, die mir am Ende präsentiert wurde, hat mir wirklich die Nackenhaare hoch stehen lassen. Das Thema, dass Arno Strobel in diesem Roman verarbeitet hat, ist kein leichtes und dringt ganz tief vor in die dunklen Abgründe menschlicher Taten. Das so etwas wirklich passieren kann, möchte ich eigentlich nicht glauben, jedoch habe ich schon zu oft Ähnliches gehört, um nicht doch daran zu zweifeln.

Die Auflösung am Ende hat mich komplett überrascht und zu keiner Zeit hatte ich mit so einem Ende gerechnet. Daher war das Buch für mich bis zum Ende spannend und hat mich ganz schön in Atem gehalten.

Kleine Kritikpunkte sind nur die Tatsache, dass am Ende nicht alles wirklich aufgelöst wurde und einige meiner Fragen immer noch unbeantwortet sind. Das sind Kleinigkeiten nach Beweggründen und Fragen zu gar nicht mehr lebenden Personen, trotz allem beschäftigen sie mich aber immer noch.

Alles in allem handelt es sich aber um einen sehr gut aufgebauten Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Dies war für mich das erste Buch von Arno Strobel, aber garantiert nicht das letzte.

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Mehr Psycho als Thrill

Inhalt:
In Köln wurde eine Frau ermordet. Lebendig begraben in einer Holzkiste, musste sie qualvoll sterben. Es handelt sich um Inge, die Halbschwester von Eva Rossbach. Seltsamerweise träumt Eva zeitgleich davon, in einem Sarg eingeschlossen zu sein. Aber ist es wirklich nur ein Traum? Die Abschürfungen an den Fingerkuppen und blaue Flecken drängen eine andere Vermutung auf. Bernd Menkhoff, den treue Strobel-Leser schon aus „Das Wesen“ kennen, übernimmt den Fall. Und es bleibt nicht bei dieser einen Toten …

Meine Meinung:
Mir fällt es schwer, dieses Buch zu beurteilen. Dummerweise hatte ich direkt davor einen Krimi mit einer ähnlichen Problematik gelesen. Dadurch bin ich recht schnell auf eine Teillösung gekommen, was mir das Rätselraten und Spekulieren ein bisschen verleidet hat. Hätte ich dieses andere Buch nicht gelesen, hätte mir das entsprechende Vorwissen gefehlt und der Autor hätte mich wesentlich mehr überraschen können.

Allerdings hat Arno Strobel es auch sonst nicht geschafft, meine hohen Erwartungen ganz zu erfüllen. Warum hatte ich so hohe Erwartungen? – Sein letztes Buch „Das Skript“ fand ich einfach klasse! Und das Thema dieses Buches, lebendig begraben zu sein, lässt bei mir schon allein durch den Gedanken daran den Adrenalinspiegel steigen. Und trotzdem habe ich das Buch ziemlich gleichmütig lesen können. Keine Frage, es ist spannend von Anfang bis Ende, aber eher gleichmäßig und unterschwellig spannend. Es fehlen mir die Spannungsspitzen, der Thrill, das Herzklopfen.

Dagegen steht der Psycho-Aspekt im Vordergrund. Hier hat der Autor gut recherchiert und die entsprechende Persönlichkeit authentisch dargestellt. Auf der Suche nach dem Täter stolpert der Leser über viele Verdächtige. Eigentlich wirkt kaum eine Person völlig unverdächtig. Das war mir fast schon ein bisschen zu viel und wirkte zu konstruiert.

Trotz allem hat mir „Der Sarg“ ein paar nette Lesestunden beschert.

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(Aktualisiert: 20 März 2013)
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Der Sarg

Kurzbeschreibung Amazon:
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …

Geht es uns nicht allen so, dass dies - lebendig begraben zu werden - einer der größten Albträume überhaupt ist?! Doch ist es ein Traum oder ist es Wirklichkeit? An dieser Frage scheint die Hauptprotagonistin Eva fast zu verzweifeln.
Als Leser erlebt man tolle Spannung, versucht das Rätsel zu lösen und fragt sich wieder irritiert, wie passt denn nun alles zusammen? Der Autor schafft es gekonnt falsche Spuren zu legen. Die Geschichte wird in der anfänglich rasanten Erzählart, in der viel passiert, durch die Polizeiarbeit gebremst. Die Ermittler rücken etwas in den Vordergrund und der Leser lernt sie ein bisschen kennen. Leider wachsen sie mir aber nicht unbedingt ans Herz. Es wird nur wenig an ihrer Oberfläche gekratzt. Ich persönlich hätte sie gerne näher kennengelernt.

Das Ende ist sehr gut und lässt man die Geschichte etwas absacken, dann wird einem erst die ganze Tragweite bewusst.

Dies war mein erstes Buch von Arno Strobel aber nicht mein letztes Als Krimi- und Thrillerfan werde ich die anderen Bücher noch nachholen!

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Beängstigend

Zum Inhalt:
Beklemmende Enge und absolute Dunkelheit. Das macht doch eigentlich auch dem abgebrühtesten Menschen Angst. Doch der Horror vergrößert sich, wenn es sich bei der Enge um einen Sarg handelt… wie gut, dass Eva doch nur davon träumt, in einem sarg gefangen zu sein und immer wieder in ihrem bett aufwacht. Doch warum hat sie dann diese seltsamen Verletzungen, die sie sich im Traum im Sarg zugezogen hat? Und warum geschehen in der Nacht, in der sie davon träumt, in ihrer Heimatstadt Köln grauenhafte Morde: Frauen werden lebendig in einem Sarg begraben.

Schreibstil:
Der flüssige Schreibstil, die stets hohe Spannungskurve und die teilweise sehr kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.
Charaktere und Darstellung:
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Komissar Menkoff kennen Leser der anderen Strobel Bücher wohl schon, doch man kann das Buch getrost auch lesen, ohne die anderen Bücher zu kennen. Es werden zwar Anspielungen gemacht, die mich persönlich aber nicht gestört haben. Einige Szenen sind nicht wirklich was für schwache Gemüter, doch halten sich diese in Grenzen. Da ich schon gefragt wurde, ob der Sterbeprozess genau beschrieben wird, was für viele Leserinnen ein Ausschlusskriterium ist, verrate ich zumindest dieses Detail: nein, der Sterbeprozess wird nicht beschrieben. Die meiste Qual findet auf psychischer Ebene statt, was das Buch aber nicht minder spannend macht. Ein großer Pluspunkt ist, dass auch die Kommissare nicht unfehlbar sind. Das trägt sehr zur Autentizität des Buches bei.

Zur Spannungskurve:
Man rätselt sehr lange, wer denn der Täter sein könnte. Man stellt Theorien auf, verwirft sie wieder und überlegt selbst in den lesepause, warum diese oder jene Person ins Buch eingeführt wurde und ob sie vielleicht doch etwas mit den Morden zu tun hat. Die Lösung ist jedoch im letzten Drittel erkennbar. Mich hat das jedoch keineswegs gestört.

Fazit:
Arno Strobels Thriller „Der Sarg“ spielt mit einer der Urängsten der Menschen: lebendig begraben zu werden . Es handelt sich um einen tollen Thriller, der auf allen Ebenen überzeugt und all jene, die Arno Strobel nicht kennen, schnell zu einem Fan werden lassen. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und hatte einige beklemmende Stunden.

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Der SArg

Der Sarg von Arno Strobel
Eva träumt immer wieder davon, in einem Sarg aufzuwachen. Sie schläft in ihrem Bett ein und wacht in einem Sarg auf. Panik macht sich in ihr breit. Dann wacht sie auf und ist wieder in ihrem Bett. Doch sind das wirklich Träume? Eva wacht mit Verletzungen an den Händen auf, Verletzung als hätte sie versucht sich aus dem Sarg zu befreien.

Und wieder ist Arno Strobel ein spannender Thriller gelungen. Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit über sehr hoch gehalten. Lange hat man keine Ahnung wer der Täter sein könnte. Mich hat das Ende eiskalt erwischt. Meine Vermutungen gingen in die total falsche Richtung.

Gut gefallen hat mir, das die Kapitel relativ kurz gehalten wurden. Dadurch wurde mir das aufhören richtig schwer gemacht. Immer wieder habe ich gedacht: Noch ein Kapitel. Und dann wurde es noch eins und noch eins.

Eva als Hauptprotagonistin ist ziemlich seltsam. Gar nicht selbstbewusst und leicht verwirrt, konnte ich sie eigentlich nur schwer einschätzen. Man spürt förmlich das mit ihr etwas nicht stimmt, nur was, das bleibt zuerst mal verborgen.

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Keiner hört deine Schreie

Zum Inhalt:
Eva träumt davon, in einem Sarg lebendig begraben worden zu sein und wacht dann mit Verletzungen auf, die sie sich nicht erklären kann. Was hat es mit diesen Träumen auf sich? Träumt sie diesen Traum wirklich oder treibt da jemand ein grauenhaftes Spiel mit ihr?

Meine Meinung:
Arno hat es wieder geschafft, mich bis zum überraschenden Ende bei Laune zu halten. Die Kapitel sind nich allzu lang, so dass man angehalten ist, weiterzulesen und man kann zwischendurch das eben Gelesene, kurz sacken zu lassen. Im Lesefluss kommt man selten zum Stocken und es gibt kaum bzw. keine Längen.

Nur zu einigen Personen konnte ich kein richtiges Verhältnis aufbauen, dazu habe ich zu wenig von ihnen erfahren. Auch das Verhalten und Auftreten von Eva macht sie irgendwie nicht so richtig greifbar.

Gelungen fand ich auch den Wechsel zu den jeweiligen Personen, so dass ich die Handlung aus mehreren Perspektiven betrachten konnte und nicht nur aus der Sicht der Ermittler oder des Täters, sodass das eine oder andere nachvollziehbarer wird.

Aber die angeschriebene Thematik, also das, was Eva in ihrer Kindheit erlebt hat, das hat mich schon sehr gerührt und ich war sehr ergriffen davon.

Alles in allem ist Arno wieder ein lesenswerter Thriller gelungen, der für kurzweilige Abende sorgen wird.

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Der Sarg

Inhalt
Eva erlebt in ihrem Leben einen ihrer größten Alpträume und findet sich eines Nachts in einem Sarg wieder. Voller Panik, versucht sie sich zu befreien, meinst fast, es sei zu spät, als sie plötzlich in ihrem eigenen Bett erwacht. Sie glaubt an einen Traum, bis sie Spuren an ihrem Körper eines „Ausbruchsversuches“ entdeckt. Hat sie wirklich nur geträumt oder ist das die bitterböse Realität?!

Meine Meinung
Arnos vierter Psychothriller beginnt sehr spannend und lässt uns tief in Evas Seelenleben blicken.
Authentisch erzählt er von ihrer Ängsten und ihren nächtlichen Träumen in einem Sarg eingeschlossen zu sein. Für mich persönlich eines meiner größten Alpträume und mir ist manches Mal selber ein Schauer den Rücken hinab gelaufen, als ich Evas Angst förmlich zwischen den Zeilen spüren konnte. Besonders die Frage, ob dies Traum oder Wirklichkeit ist, beschäftigte mich sehr…

Der Fall ist von Anfang an spannungsgeladen und viele potenzielle Täter kommen im Buch infrage, die die Geschichte sichtlich aufwerten. Ich habe oft lange hin und her überlegt, wer wohl welches Motiv haben könnte. Denn viele schienen so verdächtig so sein und sich immer wieder in dem Fall neu zu verstricken.
Das machte es natürlich sichtlich interessant, die Geschichte nicht zur Seite zu legen, sondern dem Mörder unbedingt auf die Spur kommen zu wollen. Seite um Seite habe ich also Eva und ihre schrecklichen „Träume“ verfolgt, die sich immer mehr zu einem echten Alptraum entwickelten.

Auch das Ermittler Menkhoff und Co. kam auch in diesem Thriller wieder zum Einsatz. Was ich leider bedauere ist, dass sie auch hier immer noch sehr unscheinbar bleiben. Im Laufe der Bücher habe ich mir gewünscht, ein engeres Verhältnis zu ihnen aufbauen zu können aber sie bleiben bis heute leider auch sehr blass und oberflächlich. Neben den Ermittlungen halten sie sich viel mit Oberflächlichkeiten auf, anstatt mehr von ihnen selbst zu erfahren.

Und ja, ich kann wirklich sagen, Arno Strobel hat es geschafft, den Leser am Anfang schon ganz schön durch die Gegend irren zu lassen, bis sich meine Gedanken verdichteten, wer nun hinter all diesen scheußlichen Taten steckte.
Leider muss ich hierbei sagen, hat sich recht früh heraus kristallisiert, wer hier der „Schuldige“ ist und meine Gedanken, die schon einen ganzen Sprung weiter waren, wurden langsam aufgerollt. Das hat natürlich die letzte Spannung heraus genommen und ich habe diese Seiten um einiges langsamer gelesen, weil nichts neues Unbekanntes in ihnen vorkam, was mich noch regelrecht gefesselt hätte.

Ich tendiere hier stark zwischen 3 und 4 Sternen, weil ich schon einen besseren Thriller von Arno Strobel gelesen habe. Da ich diese Idee aber wirklich interessant fand und ich am Anfang doch so davon gefesselt war, endlich auf die Lösung zu kommen und Evas Emotionen mich schlichtweg so berührt haben, vergebe ich 4 Sterne.

Auch wenn nicht alles so war, wie ich es mir vorgestellt habe, freue ich mich trotz allem, auf den nächsten Nervenkitzel von Arno :-)

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Beklemmend

Die Gestaltung des Buches ist durchaus gelungen und weckt schon vor dem Eintauchen in die Handlung eine gewisse Beklemmung beim Leser.

Die junge Eva lebt in Köln und wird immer wieder von Albträumen heimgesucht. Von völliger Finsternis umgeben findet sie sich dem Ersticken nahe in einem Sarg wieder.
Rätselhaft allerdings sind die Verletzungen, die sie beim Aufwachen in ihrem eigenen Bett an Armen und Beinen findet.
Zeitgleich beginnt für die Kölner Polizei ein Wettlauf mit der Zeit. Hinweisen folgend finden die Beamten mehrere tote Frauen, die zuvor lebendig begraben worden waren.
Kern des rasanten und spannungsgeladenen Thrillers ist der Einblick in die Psyche des Täters, der grausamer kaum sein könnte.
Ob es einen Zusammenhang zwischen den Albträumen der reichen Unternehmenserbin Eva und den toten Frauen gibt, ist nicht von Anfang an klar, obwohl zu einem Opfer ein verwandtschaftliches Verhältnis besteht.
Arno Strobel versteht es hervorragend, mit den Ängsten des Lesers zu spielen. Dies erreicht er durch ausführliche Beschreibung der grausamsten Handlungen an den einzelnen Protagonisten.
Unter anderem durch die stilvolle Ausschöpfung der wörtlichen Rede gelingt es dem Autor, das Tempo und die Lebendigkeit annähernd auf dem gleichen Level bis zum Schluss durchzuhalten.
Dem aufmerksamen Leser wird es gelingen, schon früh in die auflösende Richtung zu sehen, allerdings wird er dennoch überrascht sein von der ganzen Tragweite der unbeschreiblichen Gräuel, die zum emotional geprägten und unerwarteten Ende führen.
„Der Sarg“ ist für Leser, die gerne in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blicken und aufreibenden Nervenkitzel erwarten genau das richtige.

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