Cay Rademacher: Der Trümmermörder

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Cay Rademacher: Der Trümmermörder
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783832161545

Informationen zum Buch

Seiten
336

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Im Halbschlaf tastet Oberinspektor Frank Stave nach dem Körper seiner Frau, bis er sich daran erinnert, dass sie vor dreieinhalb Jahren verbrannt ist.

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Hamburg 1947: Die Stadt liegt in Trümmern, und es ist einer der kältesten Winter des Jahrhunderts. Die Menschen versuchen irgendwie zu überleben. Da wird mitten in der Trümmerlandschaft eine Leiche entdeckt: eine junge Frau, nackt, kein Hinweis auf den Mörder. Oberinspektor Stave hat kaum Hoffnung, den Fall aufzuklären, auch wenn ihm Lothar Maschke von der Sitte und Lieutenant MacDonald von der britischen Verwaltung zur Seite gestellt werden. Bald werden weitere Tote entdeckt, und Stave ist für jede Hilfe dankbar, die er auf der Suche nach einem grausamen Mörder bekommt.

Cay Rademacher lässt in einem hochspannenden authentischen Kriminalfall das Hamburg des Hungerwinters 1946/47 lebendig werden.

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Definitiv ein Buchtipp

Knapp zwei Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges ereignen sich im bitterkalten, zerstörten Hamburg eine Reihe von Morden, die die Stadt zusätzlich in Atem hält: die Polizei steht vor einem Rätsel, denn die in Trümmerruinen aufgefundenen Leichen sind unbekleidet und somit nicht einfach zu identifizieren.

Oberinspektor Stave macht sich gemeinsam mit seinem Team, einen Offizier der britischen Armee und einem noch jungen Polizisten von der Sitte, auf die Suche nach Zusammenhängen und Zeugen. Dabei macht er einige interessante Gedankenspiele und Entdeckungen...

Dem Autoren Cay Rademacher ist es gelungen, einen authentischen Fall der Nachkriegsjahre in einem Krimi aufzuarbeiten und dabei die Atmosphäre in der Hansestadt so greifbar zu machen, dass man weit über die Fakten eines jeden Geschichtsbuches eintauchen kann. Die Sorgen und Nöte der Menschen zu dieser Zeit sind so plastisch dargestellt, dass man mehr als nur erahnen kann, was sie im Hungerwinter 1946/47 bei eisigen Temperaturen durchmachen mussten. Hinzu kommt die Angst um die noch vermissten Angehörigen und die traumatischen Erlebnisse aus der Zeit der Operation Gomorrha. Besonders wird dies an Frank Stave deutlich, einem Polizisten, der seine Frau bei den Luftangriffen und seinen Sohn an die Nazis verloren hat. Doch ebenso bemerkenswert ist seine Einstellung: er lässt seinen Sohn über das Rote Kreuz suchen und hegt keinerlei Groll gegen die Alliierten, ja, er versucht nach vorne zu blicken - in ein hoffentlich besseres Deutschland.

Zugegebenermaßen lese ich gerne Krimis, die im letzten Jahrhundert spielen, denn mich fasziniert die Zeit der Weimarer Republik, die Zeit zwischen den Weltkriegen und besonders auch die während des Dritten Reiches. Von daher war ich natürlich sofort begeistert, als ich die Ankündigung von Der Trümmermörder gelesen habe. Endlich einmal ein Krimi, der sich mit der Zeit nach 1945 und den Folgen des Krieges und des Nationalsozialismus' beschäftigt und dazu noch in Hamburg spielt, in der Stadt, in der ich selbst lebe.

Der Autor hat mich nicht eine Seite lang enttäuscht - im Gegenteil: die Figur des Polizisten Stave und die seines schottischen "Kollegen" James MacDonald haben mir auf Anhieb sehr gut gefallen, aber auch andere Charaktere waren einfach toll (die möchte ich aber aufgrund der Spannung unerwähnt lassen). Nachhaltig hat mich auch der Staatsanwalt Ehrlich beeindruckt, ebenso wie die Leiterin einer Kindereinrichtung in einer Villa in Blankenese... besonders hervorzuheben ist aber auf jeden Fall die Atmosphäre des Buches, bei dessen Lektüre ich immer mehr der Meinung war, das Cay Rademacher das nicht besser hätte machen können - vermutlich nicht einmal ein Zeitzeuge hätte die damalige Situation der Menschen besser schildern können. Hier merkt man, wie gründlich der Autor recherchiert und Eindrücke eingefangen hat! Keine Ahnung, wie viele Krimis ich schon gelesen habe, aber meiner Meinung nach konnte ich mich selten so gut in die beschriebene Zeit und das Geschehen einfühlen. Im Grunde empfinde ich die Kategorie "Krimi" als zu wenig, denn dieses Buch lebt eindeutig nicht (nur) von der Krimihandlung - obwohl es durchaus sehr spannend ist.

Definitiv ein Buchtipp für alle geschichtlich Interessierten und von mir gibt es die Höchstbewertung.

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