Petra K. Gungl: Diabolische List

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Petra K. Gungl: Diabolische List
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783839215678

Informationen zum Buch

Seiten
473

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Zu einer Zeit, als alles noch EINS war und es Zeit nicht gab, wollte EINS sich selbst erfahren.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Mit teuflischer List werden am Wiener Institut für künstliche Befruchtung Menschen ermordet, um den systematischen Missbrauch von In-vitro-Embryonen zu vertuschen. Die Juristin Agnes Feder gerät bei ihren Nachforschungen selbst in Gefahr. Als mystische Träume Agnes' Erinnerung an ein vergangenes Leben wachrufen, erkennt sie die Verstrickungen ihrer beiden Existenzen. Die einstigen Feinde bedrohen sie erneut und die junge Frau muss sich den Mördern aus dem früheren Leben stellen ...

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Esoterischer Spannungsroman

Agnes Feder ist eine junge Juristin. Sie arbeitet bei einem Wiener Institut für künstliche Befruchtung. An ihrem Arbeitsplatz kommt es zu mehreren rätselhaften Todesfällen. Gleichzeitig fängt Agnes an, äußerst intensive Träume zu haben. In diesen Träumen scheint sie eine andere Person zu sein – ein früheres Leben? Es dauert seine Zeit, bis Agnes den Gedanken an Reinkarnation zulassen kann und sich näher mit diesen Dingen auseinandersetzt. Doch es gibt einen Grund, warum diese Träume gerade jetzt zu ihr kommen und so muss sie erkennen, dass es einen Zusammenhang zwischen damals und den Ereignissen heute gibt. Und dass es Menschen gab und gibt, die ihr Böses wollen!

Ich habe mich zu Beginn etwas schwer mit dem Buch getan. Die ungewöhnlichen Namen in den Träumen ließen mich beim Lesen immer wieder etwas stocken. Hinten im Buch gibt es eine Tabelle, die Aufschluss darüber gibt, wer von den Figuren damals heute in welcher Gestalt wiedergeboren ist. Ich persönlich fand es spannender, darüber beim Lesen zu spekulieren, ohne vorher nachzuschauen.
Es sind so auf beiden Handlungsebenen recht viele Figuren und es fiel mir nicht immer leicht, sie alle auseinanderzuhalten und richtig zuzuordnen. Einige sind sehr deutlich gezeichnet, wie zum Beispiel Agnes‘ Exfreund Norman, ein äußerst unangenehmer Mensch, der als Polizist ausgerechnet in den Todesfällen in ihrem Institut ermittelt. Auch Agnes‘ beste Freundin und Kollegin Megan spielt eine wichtige Rolle, ebenso wie Siebert Thal, der neue Mann in ihrem Leben.

Sehr anstrengend fand ich den Zickenkrieg, der unter den weiblichen Führungskräften des Instituts tobt. Auch wenn mir immer wieder glaubhaft versichert wird, dass es so etwas tatsächlich gibt, mag ich mir das einfach nicht vorstellen.

Ich persönlich bin kein spiritueller Mensch und hatte daher so meine Schwierigkeiten mit dem Prinzip der Reinkarnation, das im Laufe des Buches einen immer größeren Raum einnimmt. Mir wäre mehr reale Krimihandlung wahrscheinlich lieber gewesen. Die Geschichten auf der Traumebene waren für mich zu wenig greifbar, drängten aber die Handlung im Jetzt für mich zunehmend in den Hintergrund und letztlich konnte mich dann keiner der beiden Handlungsstränge mehr so richtig überzeugen.

Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe, zwei weitere Bände sollen folgen. Das Ende ist dennoch kein Cliffhanger und auch wenn einige Fragen offenbleiben, kann dieser erste Band gut für sich alleine stehen.

In jedem Fall eine interessante Story voller ungewöhnlicher Elemente!

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Diabolische List

Inhaltsangabe:

Dr. Ulrich Wach, Chef des Wiener Instituts für künstliche Befruchtung, wird tot in seinem Büro aufgefunden. Zunächst sieht es nach einem natürlichen Tod aus, doch Dr. Wach wollte zwielichtige Machenschaften im Institut aufdecken, was ein neues Licht auf den Vorfall wirft. Ein Motiv hätten etliche Mitarbeiter gehabt und als die Juristin Agnes Feder eine weitere Tote im Institut entdeckt, gerät auch sie ins Zentrum des Geschehens. Eigentlich hat Agnes noch ganz andere Probleme – gerade hat sie sich von Norman, ihrem jähzornigen Freund, getrennt, und fast jede Nacht quälen sie seltsame Träume. Diese Träume wirken so real auf Agnes, dass sie sich zu fragen beginnt, ob sie nicht als Hinweis auf ein früheres Leben zu werten sind. Unterstützung findet Agnes in ihrer Freundin Megan, die ebenfalls im Institut arbeitet und mit der sie alles besprechen kann, was sie bedrückt und beschäftigt. Agnes Gedanken beschäftigen sich auch mit Siebert Thal, einem Mann, den sie im Rahmen einer betrieblichen Besprechung kennen gelernt hat. Agnes war vom ersten Moment an von Siebert fasziniert, und es hat den Anschein, dass er gleiche Gefühle für Agnes hegt. Gibt es vielleicht doch Seelenverwandtschaft? Doch dann gibt es noch einen Mord, und Agnes beginnt Parallelen in den Ereignissen im Institut und in denen ihrer Träume zu entdecken. Aber welche Rolle wird der Mörder darin spielen? Agnes beginnt, auf eigene Faust nachzuforschen, und begibt sich selbst dabei in große Gefahr, doch dabei entwickelt sie Kräfte, von denen sie selbst nichts geahnt hat ...

Das Buch ist der erste Band einer Reihe.

Meine Meinung zum Buch:

Die Geschichte um Agnes, die sich von der Inhaltsangabe her zunächst wie ein Krimi liest, enthält noch viele andere Facetten. Mystik und eine Prise Fantasy spielen ebenfalls eine Rolle und so lässt sich dieses Buch kaum in eine Genre-Schublade stecken.

Agnes ist eine sympathische Hauptfigur, die beruflich ihren Mann bzw. ihre Frau steht, im Privatleben kann sie das weniger. Am Anfang der Geschichte trennt sie sich von ihrem langjährigen Freund Norman, der sich als jähzornig und manchmal gewalttätig erwiesen hat. Norman taucht im weiteren Verlauf noch ein paarmal auf und beim Aufeinandertreffen der beiden hätte ich mir jedes Mal von Agnes etwas mehr Souveränität gewünscht. Aber das Leben ist auch in Büchern nicht perfekt und die Autorin hat Agnes zuverlässige Menschen an die Seite gestellt, die helfen und Agnes auf die richtige Spur bringen können. Agnes Freundin Megan ist eine weitere sympathische Figur in der Geschichte und die Freundschaft der beiden Frauen erschien mir ehrlich und authentisch. Siebert Thal, Agnes Seelenverwandter, gehört ebenfalls zu den „Guten“ der Geschichte, und ich hätte gerne von ihm noch etwas mehr gelesen. Zumindest in diesem Band spielt er leider noch keine so große Rolle.

Aber es gibt nicht nur nette Leute und so schleichen sich auch etliche Fieslinge durch das Buch. Allen voran die schreckliche Kollegenzicke Michelle, die Agnes das Leben sehr schwer macht und auch nicht vor falschen Beschuldigungen Halt macht. Der schon erwähnte Norman tut sich schwer mit seiner neuen Rolle als Ex-Freund. Bei ihm hatte ich immerhin manchmal noch die Hoffnung, dass er noch die Kurve kriegt. Und auch noch andere Kollegen von Agnes wirken nicht gerade unverdächtig, ich kann sie hier gar nicht alle aufzählen.

Eine große Rolle in der Geschichte spielen Agnes Träume von einem früheren Leben, die sich langsam aber sicher zu einer zweiten Handlungsebene entwickeln. Am Anfang sind es nur unklare Fetzen, aber mit der Zeit nehmen sie viel Raum ein und erzählen eine parallele Handlung, in der manche Personen deutlich und andere weniger deutlich wiederzuerkennen sind. Ich habe diese Abschnitte sehr gerne gelesen, denn sie zeigten auf, dass Agnes damaliges Schicksal bis heute Auswirkungen hat, und dass die Geschichte noch lange nicht vorbei ist.

Ein bisschen schnell ging mir Agnes Entwicklung gegen Ende der Geschichte, die Geschwindigkeit, mit der sie sich in ihrer neuen Rolle zurecht findet, erschien mir zu hoch. Da hätte ich sie gerne noch etwas länger beim Lernen begleitet.

Interessant fand ich auch die Diskussionen im Buch, bei denen es um künstliche Befruchtung und die Verantwortung von Politik und Gesellschaft in diesem Bereich geht. Hier bekam ich einige Denkanstöße, die ich in gar nicht erwartet hatte.

Das Ende der Geschichte ist rund und lässt trotzdem ein paar Fragen offen, die neugierig auf den Fortgang machen können. Wir können sicher sein, welche Fieslinge weiter ihr Unwesen treiben dürfen, aber auch, dass sich in Agnes und Siebert tatsächlich zwei verwandte Seelen gefunden haben.

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Diabolische List

Die Juristin Agnes Feder arbeitet an einem Institut für künstliche Befruchtung. Als ein verantwortlicher Arzt tot aufgefunden wird, stellt sie eigene Nachforschungen an und bringt sich damit in Gefahr. Dass der in diesem Fall ermittelnde Polizeibeamte ausgerechnet der Ex-Freund von Agnes ist, macht die ganze Sache nicht einfacher, aber zumindest gibt es da noch einen sehr sympathischen Mann, der auf einmal in ihr Leben tritt.
Gerade in dieser schwierigen Zeit wird Agnes von Träumen eingeholt, die sie in die Geschichte um die Hohepriesterin Sishla Vem und lang zurückliegende Intrigen führen.

"Diabolische List" ist der erste Band einer Trilogie um die Firmenjuristin Agnes Feder.

Anhand des Klappentextes hatte ich einen Thriller mit einem leicht spirituellen oder mystischen Einschlag erwartet, das Buch ist aber noch mehr. Die Krimi-Anteile und die spirituellen Anteile halten sich nach meinem Gefühl in etwa die Waage, mit zunehmender Seitenzahl nehmen die spirituellen Teile einen grösseren und auch wichtigen Rahmen ein. Agnes entdeckt besondere Fähigkeiten an sich und erst durch eine zufällige Bekanntschaft auf einer Messe erhält sie den entscheidenden Wink.

Anfangs haben mich die Traumphasen um Sishla Vem etwas verwirrt zurückgelassen, zumal Agnes nicht chronologisch träumt, aber im Laufe des Buches stellt das kein Problem mehr dar. Sehr hilfreich dabei ist auch die am Ende des Buches enthaltene Reinkarnationstabelle, die ich oft genutzt habe.

Agnes Feder ist Teetrinkerin, befasst sich mit der Wirkungsweise von Kräutern und Pflanzen und das alles passt in das Gesamtbild, das Petra K. Gungl das Buch über von Agnes zeichnet.

Die Autorin hat einen sehr schön zu lesenden Schreibstil, der Kriminalfall war spannend beschrieben und durch geschickt gelegte Fährten ist man lange am Rätseln wer für den Mord nun verantwortlich ist und was genau die Beweggründe sind.

Obwohl noch 2 Bände um Agnes Feder folgen werden, ist der Fall in diesem Buch aufgeklärt, es bleibt aber noch genug Raum für weitere Geschichten.

Das Thema Reinkarnation war bisher nicht mein Interessengebiet, die Autorin hat mich trotzdem das Buch über mit interessanten Charakteren und Hintergrundinformationen, auch zum Thema "künstliche Befruchtung" und die damit möglichen Geschäfte gefesselt.

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InVitro-Fertilisation – Babys aus dem Reagenzglas

Agnes Feder arbeitet als juristische Beraterin im Wiener Institut für künstliche Befruchtung. Als Agnes eines morgens in ihr Büro kommt erfährt sie, dass der Leiter der Abteilung „Künstliche Befruchtung“, Dr. Ulrich Wach, tot aufgefunden wurde. Dr. Wach war herzkrank und offensichtlich geht niemand davon aus, dass er ermordet worden sein könnte. Kurz darauf wird jedoch erneut eine Leiche im Institut „BabyStar“ gefunden, und das kann kein Zufall mehr sein. Die Polizei wird eingeschaltet.

Bei dem Polizeibeamten der die Ermittlungen leitet, handelt es sich um Agnes gerade abservierten Ex-Freund Norman. Der kann nicht so ganz zwischen Privatleben und Beruf trennen und so muss sich Agnes auch noch mit ihm und seinen Annäherungen auseinandersetzen, weil er die Trennung nicht so ganz akzeptieren kann.

Agnes und ihre Freundin und Arbeitskollegin Megan beginnen auf eigene Faust zu recherchieren und bringen sich damit in Lebensgefahr.

Gleichzeitig mit den Todesfällen in der Firma beginnt Agnes zu träumen. Ungewöhnlicherweise träumt sie ganze Geschichten aus dem Leben der Hohepriesterin Sishla Vem und da Agnes sich morgens an jeden Traum überaus genau erinnern kann, schreibt sie die Träume auf und bringt sie in eine chronologische Reihenfolge.

Der Zusammenhang zwischen Sishla Vem aus ihren Träumen und ihr selbst, wird Agnes nach und nach klar.

Meine Meinung:

„Diabolische List“ ist der 1. Teil einer Trilogie die sich mit dem Thema Reinkarnation beschäftigt.

Ich muss gestehen, dass ich anhand des Klappentextes und des Titels mehr Thriller und weniger Mystik erwartet hatte, insofern wurde meine Erwartung an dieses Buch leider nicht erfüllt.

Die Geschichte wird aus der Sicht einer Dritten Person geschildert und wechselt immer zwischen Agnes Feder und Sishla Vem hin und her. Im Agnes-Strang erfährt der Leser von den Morden, den Intrigen und Ermittlungen im Institut „BabyStar“ und im Sishla Vem-Strang erfährt der Leser von einer Hohepriesterin aus der Vergangenheit, die zu einer Heirat gedrängt wurde, die sie selbst nie gewollt hat und auch damals gab es Intrigen und Tote.

Am Anfang überwiegen die Agnes-Handlungsstränge, zum Ende des Buches dominieren meiner Meinung nach die Sishla Vem-Stränge (das kann aber subjektives Empfinden sein). Die Handlungsstränge laufen nicht komplett zusammen, trotzdem wird für den Leser ersichtlich wo der Zusammenhang zwischen damals und heute ist.

Auf den letzten Seiten des Buches gibt es eine Reinkarnationstabelle die man als Leser möglichst zu Anfang finden sollte, denn sie gibt einen Überblick über die Namen und Verbindungen der Charaktere früher und heute.

Da noch 2 weitere Bücher folgen, bleiben logischerweise am Ende einige Fragen offen. Wer hinter den Morden steckt und warum wird jedoch vollkommen aufgeklärt.
Der Schreibstil von Petra K. Gungl ist sehr angenehm und gut zu lesen, die Geschichte sowie die Charaktere sind gut ausgearbeitet und für jemanden der sich für die Thematik „Reinkarnation“ interessiert auch vermutlich sehr spannend zu lesen. Für mich war es leider nicht die richtige Lektüre, was aber nicht am Buch liegt sondern an meinen Erwartungen die ich daran hatte.

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