Olen Steinhauer: Die Kairo-Affäre

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Olen Steinhauer: Die Kairo-Affäre
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Cairo Affair
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783896675194

Informationen zum Buch

Seiten
496

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Die erste Entführung ereignete sich am 19. Februar 2011 in London, zwei Tage nach dem "Tag der Revolte", und im Lauf der folgenden zweiundsiebzig Stunden kam es zu ähnlichen Vorfällen in Brüssel, Paris und New York.

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Ein US-amerikanischer Diplomat wird in einem Budapester Restaurant vor den Augen seiner Frau Sophie erschossen. Ein CIA-Analytiker mit libyschen Wurzeln taucht ab und verschwindet spurlos. Kurz darauf wird ein zweiter Diplomat ermordet, diesmal in Kairo. Der Arabische Frühling wirbelt die Machtverhältnisse in Nordafrika durcheinander und fordert Opfer auf allen Seiten.
Sophie vermutet die Drahtzieher des kaltblütigen Mordes an ihrem Mann in Kairo und will sie ausfindig machen. Währenddessen arbeitet man bei der CIA fieberhaft daran, eine außer Kontrolle geratene Operation zu vertuschen. Und Sophie findet sich plötzlich im Auge eines Sturms aus Gewalt und Verrat wieder.

Die Kairo-Affäre führt in die paranoide Welt der Geheimdienste, in der Information das wertvollste Gut und Vertrauen die härteste Währung ist. Ein Roman, mit dem Olen Steinhauer seinen Ruf als Meister des temporeichen wie anspruchsvollen Politthrillers untermauert.

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Spannende Spionage-Geschichte

Sophie Kohl ist die Ehefrau des US-amerikanischen Diplomaten Emmett Kohl. Aktuell leben sie in Budapest. Als sie eines Abends gemeinsam in einem Restaurant sitzen, kommt heruas, dass Emmett ein sehr unangenehmes Geheimnis über sie erfahren hat. Doch es kommt noch schlimmer, es wird ein Attentat verübt. Sophie ist völlig durcheinander und reist kurz darauf zurück nach Kairo, wo sie auch einen zeitlang stationiert gewesen sind und wo sie glaubt, den Grund für die Ermordung ihres Mannes zu finden.

Parallel zu diesem Handlungsstrang entwickeln sich diverse weitere, zum einen geht es um den CIA-Analytiker Jibril Aziz, der vor Jahren einen Plan für einen politischen Umsturz in seinem Heimatland Libyen entwickelt hat. Damals wurde das Projekt „Stumbler“ zu den Akten gelegt, aber Aziz fürchtet, dass die Amerikaner es nun doch umsetzen. Zum anderen werden immer wieder Episoden aus der Vergangenheit von Emmett und Sophie eingestreut, die vor 20 Jahren spielten, als die beiden auf Hochzeitsreise in Europa waren. Irgendetwas muss damals geschehen sein, was heute noch Einfluss hat.

Außerdem wird der Leser in Kairo mitten ins Geschehen gestürzt und muss sich in einem Gewirr von Botschaften und Geheimdiensten zurechtfinden.
Wer weiß hier was und wer verfolgt welche Ziele? Fragen, die praktisch nicht zu beantworten sind, denn jeder hat seine Geheimnisse und eigentlich kann niemand irgendwem wirklich vertrauen, egal auf welcher Seite.

Es empfiehlt sich unbedingt, das Buch am Stück zu lesen und zwischendurch nie zu lange wegzulegen, denn die komplexe Story erfordert einiges an Aufmerksamkeit. Viele Personen, unterschiedliche Handlungsstränge, erst nach und nach ergibt sich ein Bild. Immer wieder greift der Autor bereits geschilderte Szenen aus der Sicht einer anderen Figur noch einmal auf, so dass die Szene plötzlich einen ganz anderen Sinn ergibt.

Ich fand das Buch zwar nach einigen Anlaufschwierigkeiten durchaus spannend, aber so richtig begeistern konnte es mich dennoch nicht. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass es in der Welt der Geheimdienste tatsächlich so oder zumindest ähnlich zugeht, war mir das alles zu verworren, ich konnte den Wendungen nicht immer richtig folgen und habe zwischendurch beinahe den Überblick verloren, wer hier gerade mit wem oder gegen wen arbeitet. Das schien mir allerdings vom Autor auch gewollt zu sein.

Ein spannender Spionagethriller, der weniger durch wilde Action-Szenen sondern durch eine sorgfältig aufgebaute Handlung und deren Hintergründe besticht.

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Vertrauen oder Verrat - eine Frage der Bezahlung?

Der amerikanische Diplomat Emmet Kohl sitzt mit seiner Frau Sophie in einem Budapester Restaurant und konfrontiert sie mit dem Wissen über ihre Affäre zu einem anderen Mann, einem ihnen bekannten CIA-Mitarbeiter, als plötzlich ein Fremder vor ihnen steht und Emmet vor den Augen seiner Frau erschießt. Sophie, die alles andere zu sein scheint, als nur eine harmlose Diplomatengattin, macht sich auf den Weg nach Kairo, wo sie jahrelang mit ihrem Mann gelebt hat und hofft, dort den Mörder von Emmet zu finden.

Zeitgleich versucht die CIA fieberhaft etwas zu vertuschen, was ihrer Kontrolle entglitten ist: Das Projekt Stumbler – ein Plan, der vorsah das Gaddafi-Regime mithilfe libyscher Exilanten zu stürzen, jedoch schon lange verworfen worden war. Doch als plötzlich fünf von ihnen spurlos verschwinden, wird der CIA-Analytiker und Entwickler des Plans Jibril Aziz hellhörig. Er muss erkennen, dass Stufe eins des Projektes nun doch eingeläutet wurde. Zwei ermordete CIA-Mitarbeiter und ein Angehöriger der Botschaft zeugen davon, dass der US-Geheimdienst die Aufdeckung seiner Machenschaften mit allen Mittel verhindern will. Doch wer steckt hinter all dem? Wer gibt den Befehl zu morden?

"Die Kairo-Affäre“ ist ein sehr komplexer Roman, der mir durch die vielen Charaktere mit ihren Geheimnissen etwas Mühe bereitet hat, am Ball zu bleiben. Die vielen Perspektivwechsel haben nicht gerade zu einem besseren Verständnis beitragen können. Aber genau so müssen sich auch Olen Steinhauers Figuren in dem Roman fühlen, denn Lügen und Verrat sind an der Tagesordnung und keiner kann keinem mehr vertrauen und lang geglaubte Freunde können plötzlich ganz schnell zu erbitterten Feinden werden. Häppchenweise präsentiert sich dem Leser das ganze Ausmaß und erst durch die vielen Rückblenden entwirren sich so langsam die Fäden der Erzählstränge, die der Autor geschickt miteinander verwoben hat.

Ich war erschrocken über die grausame Brutalität, die in einigen Kapiteln vorherrscht, auch wenn ich ein paar Reaktionen durchaus nachvollziehen konnte. Da ich mit Spionagethrillern im Allgemeinen meine Probleme habe, da sie mir meist zu trocken geschrieben sind, war ich von "Die Kairo-Affäre“ doch positiv überrascht. Trotz der ganzen Verwirrungen, die meinen Lesefluss etwas ausgebremst haben, ist es dem Autor dennoch gelungen, die Spannung bis zum Schluss zu halten und mich zum Durchhalten zu bewegen. Trotzdem werde ich mich in nächster Zeit nicht mehr ganz so schnell an einen Spionagethriller wagen. Für diesen vergebe ich vier Ratten.

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