Sam Millar: Die satten Toten

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Sam Millar: Die satten Toten
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Dark Place
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783855355112

Informationen zum Buch

Seiten
352

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
"Du riechst so gut, wenn du gewaschen bist", sagte die Frau und sah ihm zu, wie er Wassertropfen von seinem Körper frottierte.

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Pathologe Tom Hicks hat schon viele Leichen gesehen, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: Der Körper der jungen Frau, die vor ihm auf dem Seziertisch liegt, ist deformiert. Sie hat kurz vor ihrem Tod Unmengen gegessen. Hicks informiert seinen Freund, den Privatdetektiv Karl Kane. Kane nimmt Ermittlungen auf. Schon bald taucht eine weitere Leiche mit dem gleichen Merkmal auf: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Und während Kane zunehmend verzweifelt nach dem Mörder sucht, kidnapt dieser Kanes Tochter.

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Lesebefehl!

Ein neuer Fall für den schnoddrigen, gleichermaßen sarkasmusbegabten wie hämhorrhoidengeplagten Privatschnüffler Karl Kane. Die knapp siebzehnjährige Geraldine Ferris heuert ihn an, um herauszufinden, wohin ihre um ein Jahr jüngere Schwester Martina verschwunden ist. Erst will Karl den Auftrag nicht annehmen, doch dann taucht die erste Leiche auf. Eine junge Ausreißerin, die große Ähnlichkeiten mit Martina hat. Sie wird nicht das erste, grausam zu Tode gequälte Opfer in Belfast sein und immer mehr taucht Karl in Abgründe, die ein einzelner Mensch kaum ertragen kann.

Sam Millar schreibt wovon er etwas versteht. Er selbst kennt viele menschliche Abgründe, war Teil der IRA, saß lange Jahre im Gefängnis, verübte einen der schwersten Raubüberfälle der US-Geschichte und saß erneut lange im Gefängnis. Es ist ein wahrer Glücksfall, dass dieser Mann seine Verbrechen nun nur noch auf dem Papier verübt (hoffe ich jedenfalls). Mit Karl Kane hat er einen authentischen Privatermittler erschaffen, der allzu oft vom Pech verfolgt ist. Immerzu wird er zusammengeschlagen, entgeht nur knapp dem Tod, verliert öfter bei Glücksspiel, als er gewinnt und die Erwähnung seiner Hämhorrhoiden lassen mich regelmäßig fast zusammenzucken. Ob nun vor mitfühlendem Schmerz oder Ekel - vermutlich eine Mischung aus beidem. Doch Karl ist integer. Er beweist immer wieder Mut und Rückgrat und deshalb wird er wohl von der rund zehn Jahre jüngeren Naomi so sehr geliebt. Seinem sarkastischem Humor kann man sich nur schwer entziehen.

"Die satten Toten" ist ein unfassbar bösartiges Buch. Es ist brutal, widerwärtig und so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte, bis nicht die letzte Seite gelesen war. Diesen zweiten Teil der Karl-Kane-Reihe kann man sehr gut ohne Vorwissen des ersten Bandes, "Die Toten von Belfast", verstehen. Was aber trotzdem ein fataler Fehler wäre, denn auch der erste Teil ist ohne Einschränkung empfehlenswert und hin und wieder streut Millar Kommentare ein, die sich auf vergangenes Geschehen beziehen.

Wie schon sein Vorgänger wurde auch diesem Buch eine hervorragende Gestaltung zuteil. Der Buchschnitt ist schwarz gefärbt und die vordere Umschlagseite im gleichen Stil gehalten. Dieses Mal kommt es grün anstatt rot daher. Dass die Abbildung sogar zum Inhalt passt, wird erst spät klar.

Sam Millar schreibt unglaublich gut. Er versteht es, eine große Portion an Brutalität mit jeder Menge Humor zu würzen und so lockert Karl Kane zwischendurch immer wieder die angestaute Spannung, die Lesernerven ansonsten zerspringen ließe. Viele Dialoge sorgen für Tempo und kurze Kapitel tun ihr übrigens für den rasend schnellen Lesefluss, gegen den ich mich auch schon beim ersten Band nicht wehren konnte.

Lesen. Das ist ein Befehl!

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