Meike Schwagmann, Christiane Gref: Die Schädeljäger

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Meike Schwagmann, Christiane Gref: Die Schädeljäger
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783839212981

Informationen zum Buch

Seiten
370

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Mann ließ den Eingang des des Alexanderhofs nicht aus den Augen.

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Handlungsort

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Weimar, 1805. Die Heimat der deutschen Klassik steht Kopf: Eine blutige Spur enthaupteter Leichen führt durch die Stadt. Zur selben Zeit präsentiert der Phrenologe Dr. Franz Josef Gall seine umfangreiche Schädelsammlung in den Hörsälen Weimars. Hat er etwas mit den Morden zu tun? Als der Weinhändler Adrian Dennfelder das Angebot ausschlägt, seinen Schädel vermessen zu lassen, wird es auch für ihn gefährlich. Er muss den Täter finden, will er nicht selbst der nächste Kopflose sein.

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Grausige Verbrechen im historischen Weimar

Weimar 1805: Der Phrenologe Dr. Franz Josef Gall hält Vorträge über seine Schädellehre, in der er behauptet, Charakterzüge oder Eigenschaften eines Menschen über dessen Mimik ablesen zu können. Gleichzeitig wird Weimar von einer Reihe enthaupteter Leichen heimgesucht. Hat Dr. Gall etwas mit den Verbrechen zu tun? Eine gute Freundin des Inspektor Niemer, Desdemona, erhält anonyme Hinweise auf die Verbrechen. Und auch der Weinhändler Adrian Dennfelder gerät in Gefahr.

Bei diesem Buch handelt es sich um den Debütroman des Autorenduos Schwagmann/Gref und sowohl das Thema rund um die Schädellehre als auch die Tatsache, daß es sich um einen historischen Kriminalfall handelt, haben mich zu dem Buch greifen lassen.

Der Einblick in das Weimar der damaligen Zeit ist sehr gut gelungen. Die Autorinnen sind in der Lage, durch ihre Sprache der Handlung einen unheimlichen und schaurigen Anstrich zu geben, ohne dabei allzu blutig zu werden.

Das Thema Dr. Franz Josef Gall und seine Schädellehre war mir bis zu diesem Buch unbekannt und wurde hervorragend in die Handlung eingebaut. Die Handlung selber ist unvorhersehbar und hat mich mit einigen unerwarteten Wendungen überrascht. Ich war mir als Leser lange nicht sicher, wer welche Rolle spielen wird bzw. wie und ob die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen. Ich hatte zwar eine Person relativ früh in Verdacht, der sich schlußendlich auch bestätigt hat, aber das hat mein Lesevergnügen nicht geschmälert, weil alles möglich war.

Mit dem Ende bin ich zwar zufrieden, allerdings bleiben ein paar wichtige Fragen offen, bei denen ich mir noch einen Hinweis von Seiten der Autorinnen gewünscht hätte. Man sollte das Buch konzentriert lesen, da sich viele Dinge nur durch den Zusammenhang ergeben.

Die Darstellung der Charaktere ist ebenfalls gut gelungen, da sie sehr vielschichtig gezeichnet sind und ihr Tun ebenfalls nicht vorhersehbar ist. Sehr gut gefallen hat mir Desdemona, eine sehr gute Freundin des ermittelnden Inspektors Niemer, die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Sie bekommt anonyme Nachrichten, deren Zweck ihr und Niemer nicht klar sind. Da die Überbringer der Nachrichten jedoch verstümmelt sind, wird Desdemonas Jagdtrieb geweckt. Mir hat ihr Mut und ihre Klugheit sehr gut gefallen, mit der sie die richtigen Schlüsse zieht.

Adrian Dennfelder ist ein bekannter Weimarer Weinhändler, der sich, wenn möglich, lieber im Hintergrund hält. Sein Verhältnis zu seinem Leibdiener Lambrecht ist besser als das zu seiner jungen Frau Elsa Luise, aber am meisten geht ihm seine Schwiegermutter auf die Nerven, die nach dem Tod ihres Mannes mit ihnen unter einem Dach lebt. Von der Schädellehre Galls hält er gar nichts, daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß er eine Vermessung seines Schädels strikt ablehnt. Dennoch wird es für ihn gefährlich.

Ein weiterer Charakter, der es mir angetan hat, ist der junge Friedemann, der lieber durch die Straßen zieht als in der Nähe seines Vater zu sein. Für ein Kind seines Alters ist er sehr clever und mutig und spielt damit eine nicht unerhebliche Rolle.

Da mich dieses Debüt überzeugen konnte, bin ich gespannt auf weitere Werke der Autorinnen.

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Spannender Krimi

Selten fällt mir eine Rezi so schwer wie zu diesem Buch.

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan in das Buch reinzukommen. Was sicher daran lag, dass ich immer nur ein paar Seiten am Stück lesen konnte und so mit den vielen Namen durcheinander gekommen bin. Aber nach einer Weile ging es dann.
Ein wirklicher Liebling, so wie ich ihn sehr oft in anderen Büchern habe, war gerade am Anfang auch nicht dabei. Wenn eine Figur starb ging mir das nicht sonderlich nah. Das änderte sich dann aber schlagartig ab circa der Hälfte des Buches. Denn bis dahin hatten sich meine Lieblinge heraus kristallisiert.

Die einzelnen Handlungsstränge fand ich sehr spannend, auch wenn ich sie lange nicht zusammen bringen konnte. Über Adrian Dennfelder musste ich teils nur den Kopf schütteln. Der hat sich selbst immer so verdächtig gemacht, dass es mich nicht gewundert hat dass die Polizei ständig hinter ihm her war. Über einige Charaktere war ich mir bis zum Schluss nicht im Klaren ob sie nun zu den Guten oder den Bösen gehören. Das fand ich auch sehr interessant an dem Buch.

Und nun zur Kritik: Die Auflösung war mir zu einfach. Im Grunde steht schon länger vor dem Ende fest wer denn nun der Mörder ist. Und da der Leser das schon weiß habe ich hier einfach auf mehr gehofft. Wirklich beschreiben kann ich das leider nicht, sonst würde ich zu viel von der Handlung verraten.
Zudem sind mir im Buch zu wenig Hinweise oder sie sind zu versteckt. Teilweise habe ich sie erst entdeckt nachdem die beiden Autorinnen darauf hingewiesen haben. Auch ob die Spekulationen stimmten, die ich mir während des Lesens gemacht habe, wurde erst in der Diskussionn mit dem Autorenteam klar. Leider hat man ja nicht immer die Autoren bei der Hand um sie mal schnell zu fragen.

Alles in allem hat mir das Buch aber sehr gut gefallen und ich hoffe dass es mit den Figuren einen weiteren Band geben wird. Da hoffe ich dann den Polizisten Weiland und den Jugendlichen Friedemann wieder zu treffen. Wen ich nicht mehr brauche ist Inspektor Niemer. Der ist mir nämlich nur auf die Nerven gegangen.

Katrin

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