Stefano Massaron: Die toten Kinder

Stefano Massaron: Die toten Kinder

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Stefano Massaron: Die toten Kinder
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Ruggine
ET (Original)
2005
ISBN-13
9783499242847

Informationen zum Buch

Seiten
250

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Als die Frau ihm die Tür öffnete, nimmt er als Erstes den Geruch von gekochtem Kohl wahr, der ihm bis ins Treppenhaus entgegenströmt.

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Sommer 1977. Am Stadtrand von Mailand wird ein kleines Mädchen entführt und getötet. Ihre Freunde Sandro und Cinzia ahnen, dass das Verbrechen dort geschehen sein muss, wo sie ständig herumtollen. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, wissen die Kinder, dass sie nur noch wenig Zeit haben, den Mörder zu finden.

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In der Arbeitersiedlung Mailands, den „Bienenstöcken“ wie diese Plattenbauten Umgangssprachlich genannt werden, kommt es im Sommer 1977 zu brutalen Morden an kleinen Mädchen des Viertels. Der Schrottplatz, welcher den Kindern der Bienenstöcke als Spielplatz diente, wird zum Schauplatz dieser furchtbaren Verbrechen.

Der Original-Titel dieses Romans: Rost, ist gleichzeitig das Leitmotiv welches dieses recht unscheinbare Büchlein von Anfang bis Ende durchzieht. Weder sollte man sich vom deutschen Titel noch vom Klappentext, der einen Thriller über einen Serien-Killer verspricht, in die Irre führen lassen. Es ist eher ein buch über mut, sozialen Zusammenhalt, Freundschaft und liebe.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und wird aus zwei Perspektiven erzählt. Sandro der aus dem Jahr 1977 und 2003 erzählt. Und aus der Perspektive des Täters der uns an seinen perphiden Gedankenwelt teilhaben lässt, welche einem des öfteren das Blut in den Adern stocken lässt. Es fällt einem schwer dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Weitestgehend Schuld daran ist der einzigartige Schreibstil des Italieners. Er macht Wort und Schrift zu seinen Sklaven. Er gibt zum Beispiel die Gedanken des pädophilen Täters wieder, neben den „normalen Gedanken“ jedoch auch, in Klammern, die seiner bösen inneren Stimme. Ähnlich verfährt er mit den Erinnerungen Sandros, welche er lieber unterdrücken würde. Durch raffinierte Perspektiven- und Zeitsprünge, gelingt es Massaron ein überaus lebendiges Bild der Geschichte zu gestalten. Lebendig und spannend, denn die düstere Spannung ist allgegenwärtig.

Massaron schafft es viele unterschiedliche und augenscheinlich nicht zusammenpassende Elemente zu einem großartigen Roman zusammen zu führen. Alles in allem ist dieser Roman ein wunderbares Stück Italienischer Literatur, für die Ausschnitte aus der Gedankenwelt des Täters braucht man zwar teilweise ein dickes Fell, aber trotzdem kann ich jedem nur empfehlen diesem kleinen Buch ein paar Stunden zu widmen.

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