Marco Rievel: Die Vergeltung

 
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Marco Rievel: Die Vergeltung
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
E-Book
ISBN-13
B00K5O43PY

Informationen zum Buch

Seiten
256

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Da steht ein Mann im Wald!"

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Handlungsort

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Die junge Kommissarin Simone Vollmer ermittelt ihren ersten Fall im Ruhrgebiet. Dabei lassen die neue Umgebung sowie eine Männerfreundschaft, gegen die sie sich behaupten muss, und mehrere Morde sie nicht zur Ruhe kommen. Was zunächst nach dem Rachefeldzug eines entlassenen Kinderschänders aussieht, erweckt nach dem Mord an dessen ehemaligem Verteidiger ihr Misstrauen.
Auf sich allein gestellt ermittelt Simone hinter dem Rücken ihrer Kollegen, doch bald ist sie auf Hilfe angewiesen. Aber wem im Präsidium kann sie vertrauen?
Während sie noch darüber nachdenkt, ist der Täter bereits auf sie aufmerksam geworden und bereit, alles zu unternehmen, um ihre Ermittlungen endgültig zu beenden. Simone ahnt nicht, in welcher Gefahr sie sich befindet.

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Ruhiger Krimi aus dem Ruhrgebiet

Bottrop 1993: Frank Trember erliegt seiner pädophilen Neigung und entführt ein kleines Mädchen. Für Hauptkommissar Jacob Wiechers beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, aber es gelingt ihm, Trember festzunehmen. 15 Jahre nach seiner Verhaftung und Verurteilung wird Trember aus der Haft entlassen, eine Therapie hat er die ganze Zeit abgelehnt, deshalb sollen die Beamten Sven Gruner und seine neue Kollegin Simone Vollmer Trember nach seiner Entlassung observieren. Wiechers, der kurz vor seiner Pensionierung steht und über die Entlassung empört ist, bietet seine Unterstützung an. Kaum ist Trember auf freiem Fuß, holen ihn seine Neigungen wieder ein.

In einem langen Prolog wird der Leser Zeuge der Planungen Frank Trembers, ein kleines Mädchen zu entführen, bis zu seiner Festnahme. Dann erfolgt ein Zeitsprung von 15 Jahren und der Leser wird Zeuge, wie Trember entlassen und seine Observierung organisiert wird. Dabei nimmt die Handlung einen unerwarteten Verlauf, aber leider war die weitere Entwicklung für mich dann sehr schnell vorhersehbar, was auch an der Darstellung bestimmter Charaktere lag. Insgesamt verlief mir die Handlung zu geradlinig, die richtigen Schlußfolgerungen wurden zu schnell gezogen, das waren für meinen Geschmack zu viele Zufälle. Meinetwegen hätte der Roman noch mehr Seiten haben können und damit auch Spuren, die in die falsche Richtung laufen, denn der Erzählstil des Autors ist sehr ausgeglichen und angenehm zu lesen.

Die Charaktere sind im Großen und Ganzen gelungen, allerdings waren sie mir in ihren Entscheidungen bzw. Einschätzungen manchmal ebenfalls etwas zu schnell. Bei Simone Vollmer, zum Beispiel, die sich von Kiel nach Bottrop hat versetzen lassen, konnte ich nicht nachvollziehen, daß sie bereits bei ihrem ersten kurzen Zusammentreffen mit Jacob Wiechers ihn vollständig ablehnt und ihm mißtraut. Sie macht ihrem neuen Kollegen Sven Gruner gegenüber keinen Hehl aus ihrer Meinung zu Jacob, obwohl die beiden Männer eine tiefe Freundschaft verbindet. Das fand ich sehr undiplomatisch und vorurteilsbehaftet. Auf der anderen Seite vertraut sie aber direkt einer ihr wildfremden Kollegin, nur weil diese auch keine so hohe Meinung von Jacob hat.
Da Simone sonst eine sympathische Frau und fähige Polizistin ist, die auch mal hinterfragt, passt dieses Verhalten nicht zu ihr, hier hätte ich mir mehr Entwicklung bei ihrer Antipathie gegenüber Jacob gewünscht.

Sven Gruner hat mir am besten gefallen, er hat auch den schwersten Part: er steht zwischen Jacob, dem er vertraut und zu dem er hoch sieht, und seiner neuen Kollegin, mit der er sich eine gute Zusammenarbeit wünscht. Leider wird er von beiden Seiten zunehmend unter Druck gesetzt, so daß er eine Entscheidung treffen muß. Seine Exfrau Claudia hat mir übrigens als Nebencharakter sehr gut gefallen: anfangs scheinbar voller Klischees hat sie im Laufe der Handlung doch deutlich an Tiefe gewonnen, so daß ich meine Meinung über sie revidieren mußte.

Von der Person Jacob Wiechers war ich dagegen enttäuscht: ich hatte das Gefühl, daß der Jacob aus dem Prolog und der Jacob aus der neueren Zeit zwei völlig unterschiedliche Personen waren. Zudem fand ich ihn sehr einseitig beschrieben, dadurch wurde die Handlung schlußendlich schnell vorhersehbar.

Was mich im Laufe der Lektüre massiv gestört hat, war das schlechte Lektorat, viele Satzstellungen sind falsch, da die Sätze wahrscheinlich im Anschluß nochmal abgeändert wurden, dabei wurden aber Fragmente des alten Satzes übersehen. Das fand ich sehr schade, weil, wie schon oben geschrieben, das Buch ansonsten angenehm und unterhaltsam zu lesen ist.

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