Stephanie Fey: Die Verstummten

Hot
 
3.8 (2)
 
3.9 (4)
2074   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Stephanie Fey: Die Verstummten
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453409798

Informationen zum Buch

Seiten
432

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Das Gras raschelte, als Salamander sich vor den Gartenstuhl kniete und die Waffe ausrichtete.

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Die Toten reden nicht

Die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis entgeht nur knapp einem Unfall. Im letzten Augenblick kann sie dem jugendlichen Geisterfahrer ausweichen. Als sie wenig später dessen Eltern benachrichtigen will, findet sie das Ehepaar tot auf – in bizarrer Hochzeitstracht gemeinsam auf dem Ehebett liegend. Carinas Vater, Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis, übernimmt die Ermittlungen. Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin, doch zunehmend gerät der junge Geisterfahrer in Verdacht.

Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.8
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (2)
Charaktere 
 
3.5  (2)
Sprache & Stil 
 
4.0  (2)
(Aktualisiert: 22 März 2013)
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Die Verstummten

„Die Verstummten“ ist der zweite Band aus der Feder von Stephanie Fey mit der von ihr geschaffenen Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis als wichtigste, handelnde Person. Auch in diesem Band beleuchtet die Autorin Carinas Privatleben. Diese befindet sich auf der Suche nach ihrem wahren Ich, nachdem sie erfahren hat, dass Silvia nicht ihre leibliche Mutter ist. Ihr Vater, der Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis und seine Frau Silvia verschweigen Carina bisher den Namen der Frau, die sie geboren hat. Warum? Carina rätselt.

Auch dienstlich steht Carina vor größeren Problemen. Dem Rechtsmedizinischen Institut mangelt es an Aufträgen und sie selbst wird eher zufällig mit einer Straftat konfrontiert. Auf dem Weg zu einer Feierlichkeit kann Carina so gerade noch einem Geisterfahrer ausweichen. Der junge Fahrer wird schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Seine Eltern findet man kurz darauf zu Hause im Ehebett tot auf, bekleidet mit ihren Hochzeitskleidern. In der Stirn des Vaters prangt ein kleines Loch. Was ist geschehen?

Noch weitere Handlungsstränge fordern dem Leser einiges an Konzentration ab. Da geht es um ein entführtes kleines Mädchen, eine Synästhetin und um Machenschaften einer Vereinigung, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen.

Zu Beginn der Handlung kann man sich kaum vorstellen, dass alle diese Dinge irgendwie miteinander zu tun haben. Man rätselt über die Zusammenhänge und wundert sich wie die Autorin es geschafft hat hier den Überblick zu wahren und alles zu einem passenden Ende zu führen.

Mich persönlich hat vor allem wieder Carina Kyreleis begeistert, obwohl sie eine Protagonistin ist, mit der ich mich persönlich nicht immer identifizieren kann, die mir stellenweise sogar höchst unsympathisch ist. Dennoch ist sie irgendwie besonders und man kann mit ihr fühlen und sie für ihren besonderen Ermittlungsstil bewundern. Schließlich hat Carina es auch nicht leicht.

„Die Verstummten“ ist wie der Vorgänger „Die Gesichtslosen“ ein ganz besonderer und auch tiefgründiger Thriller. Hier werden fiktive Personen und ihre Geschichten mit wahren Details und Taten verknüpft bzw. in Zusammenhang gebracht. Ein nicht nur spannendes sondern auch lehrreiches Buch mit interessanten theoretischen Gedankenspielereien. Wie die Autorin schon treffend in ihrem Nachwort ausführt bieten eben nicht veröffentlichte bzw. gesperrte Akten genügend Möglichkeiten zur Spekulation.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Der zweite Fall der Elster

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Fall für die Münchner Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis, man kann es aber auch ohne Kenntnisse des ersten Teils lesen. Während Carina mit ihrem Vater, dem Kommissar Matte Kyreleis, auf der Autobahn unterwegs ist, entgehen sie nur knapp einem Zusammenstoß mit einem jugendlichen Geisterfahrer. Carina begleitet ihren Vater danach, um die Eltern des Jungen zu informieren, doch dort erwartet die beiden ein bizarres Szenario. Das Ehepaar liegt tot im Schlafzimmer, offensichtlich erschossen, doch warum tragen sie ihre Hochzeitskleidung?

In verschiedenen Handlungssträngen entwickelt sich dieser spannende Thriller weiter. Zum einen sind da die Ermittlungen um das tot aufgefundene Ehepaar sowie die privaten Probleme der Familie Kyreleis. Carina hat vor kurzem erfahren, dass sie adoptiert wurde und drängt nun Matte und ihre Adoptivmutter, ihr endlich mehr Informationen über ihre leibliche Mutter zu geben. Desweiteren ist da Flora, ein kleines Mädchen, das offensichtlich entführt wurde. Doch von wem und aus welchen Motiven? In Rückblenden erfahren wir zudem noch mehr über die Aktivitäten eine Gruppe Attentäter zu Beginn der 90er Jahre.

Wie schon im ersten Band verwebt die Autorin Stephanie Fey auch hier wieder auf spannende Weise einen fiktiven Fall mit teilweise realen geschichtlichen Fakten aus der jüngeren deutschen Geschichte. Gerade diese Verknüpfung macht für mich auch einen großen Reiz dieses komplexen Krimis aus.

Mit der Protagonistin Carina hingegen wurde ich leider nicht so ganz warm. Sie ist eine Figur mit vielen Ecken und Kanten und macht es dem Leser nicht gerade leicht, sie zu mögen. Dies ist natürlich auch nicht zwingend notwendig, aber an einigen Stellen war ich doch ziemlich irritiert über ihr Verhalten.

Gegen Ende laufen die verschiedenen Geschichten alle zusammen und ergeben ein schlüssiges Gesamtbild. Für meinen Geschmack waren es einige Zufälle zuviel, aber letztlich passt dann doch alles zusammen und ich bin durchaus neugierig, wie es mit Carina weitergeht und werde sicherlich auch einen dritten Band mit ihr lesen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

4 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.9
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.8  (4)
Charaktere 
 
3.8  (4)
Sprache & Stil 
 
4.3  (4)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Die Verstummten von Stephanie Fey

Spannend und vielschichtig

Auf dem Weg zur Kindergartenabschiedsfeier ihres Neffen wird die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis mit ihrem Vater, dem Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis in einen Unfall durch einen jugendlichen Geisterfahrer verwickelt. Als sie die Eltern des Jungen informieren wollen, finden sie beide tot vor. So beginnt dieser zunächst sehr spannende Thriller von Stephanie Fey.

Es werden direkt am Anfang einige Handlungsstränge eröffnet, die bei mir sehr viele Fragen aufwerfen und die mich neugierig machen. Es ist spannend und genauso geheimnisvoll wie das sehr gelungene Cover. Aber letztendlich konnte mich das Buch nicht hundertprozentig begeistern und dafür gibt es einige Gründe.

Die Beziehung von Carina zu ihrem Vater spielt eine sehr wichtige Rolle in diesem Buch und genau so wichtig ist die Frage nach ihrer leiblichen Mutter. Zunächst fand ich diese Familienwirrungen genau so interessant wie die anderen Nebenschauplätze. Ich bin ein Fan von vielen Handlungssträngen, die am Ende des Buches zusammen laufen. Hier allerdings haben mich einige Dinge doch sehr verwirrt, die am Ende leider nicht aufgeklärt wurden. Auch liefen einige Stränge einfach so ins Leere. Da wäre ein bisschen weniger mehr gewesen.

Das Rätsel des geheimnisvollen Prologs, den ich während des Lesens die ganze Zeit im Kopf hatte, hat sich am Ende für mich nicht richtig aufgelöst. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und ohne die Antwort der Autorin würde ich immer noch im Dunkeln tappen. Das ging mir auch mit einigen anderen Fragen so, die sich mir beim Lesen gestellt haben.

Fand ich Carina anfangs noch ziemlich interessant, wurde sie mir im Laufe des Buches genau wie ihr Vater immer unsympathischer. Carina hat Charakterzüge, die ich einfach nicht mag und der Umgang der beiden miteinander hat mir im Laufe der Geschichte nicht mehr gefallen.
Das ist natürlich mein ganz persönliches Empfinden. Ich habe mich beim Lesen ein paar Mal über sie geärgert und Kopf schüttelnd weiter gelesen.

Das Buch ist sehr spannend aufgebaut und ich bin immer noch fasziniert von der komplexen und vielschichtigen Story. Aber es war mir in einigen Dingen einfach zu viel. Zu viele Nebenschauplätze, zu viele offene Fragen und ein Ende, das ich nicht erwartet habe, das mir allerdings auch nicht gefallen hat. Ich konnte das Buch nicht zufrieden zuklappen, es war für mich einfach nicht rund. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich den ersten Teil nicht gelesen habe. Das wäre vielleicht hilfreich gewesen.

Fazit: Ein solider und vielschichtiger Thriller mit vielen Wirrungen und falschen Fährten, der mir aber leider nicht so gut gefallen hat.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Thriller-Volltreffer

Meine Meinung:

Was soll ich lang drumrumreden? Ich fand „Die Verstummten“ großartig und mir ist es schwergefallen, das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen (habe es im Rahmen einer Leserunde gelesen).

Zuerst war ich zwar verwirrt von den unterschiedlichen Zeitebenen und den verschiedenen Handlungssträngen, aber nach kurzem Einlesen waren es u.a. gerade diese beiden Dinge, die die Spannung immer mehr gesteigert haben. Kaum dachte ich, ich wäre auf der richtigen Spur, hat die Handlung einen überraschenden Schlenker gemacht und ich lag dann doch falsch und musste wieder spekulieren - sowas liebe ich bei Thrillern!

Carina mag ich sehr. Beruflich ist sie top - was ihr am Tatort alles auffällt, hat mich bass erstaunt! Privat ist sie eher zu bedauern, gerade, was ihren Vater betrifft:

Matte möchte ich nicht als Vater haben, da er im Privatleben bei wichtigen Dingen den Mund nicht aufbekommt und sich oftmals sehr seltsam verhält. Aber genau diese Eigenschaften machen ihn natürlich zu einem idealen Charakter für Konflikte in einem Buch. Nur tat mir Carina oft unendlich leid, wie sie unbedingt die Wahrheit über ihre leibliche Mutter herausfinden will und Mattes sie wieder und wieder abblitzen lässt.

Auch in Carinas Liebesleben läuft es nicht gerade gut für sie, aber das ändert sich zum Glück im Laufe des Buches. Ebenso scheint für die Beziehung zu ihrem Vater doch noch Hoffnung zu bestehen.

Die Verquickung von Zeitgeschichte und Carinas Familiengeschichte fand ich sehr geschickt gemacht, und auch der Titel „Die Verstummten“ passt (in mehr als einer Hinsicht) gut zum Buch.

Zwei, drei Stellen fand ich sehr gruselig (kein Wunder bei Carinas Beruf!), aber über den speziellen schwarzen Rechtsmediziner-Humor konnte ich dann doch so manches Mal herzlich lachen.

Den Cliffhanger am Schluss fand ich ideal: zwar sind alle Fragen, die den aktuellen Fall des toten Ehepaars betreffen, beantwortet, aber trotzdem sind noch viele andere Fragen offen. Sowohl einige, die Carinas Privatleben betreffen, als auch viele, die den übergeordneten Fall angehen, der schon im Vorgängerband begann. Nicht nur deswegen freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung!


Mein Fazit:

5/5 Leseratten und ein Buchtipp.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Die Toten reden nicht

„Die Verstummten” ist nach „ Die Gesichtslosen“ bereits der zweite Thriller der Autorin Stephanie Fey mit der Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis als Protagonistin. Auch wenn die Thriller eigentlich aufeinander aufbauen, kann man den 2. Band gut auch unabhängig vom 1. Teil lesen.
Im neuen Thriller hat die vielschichtige Hauptfigur Carina an mehreren Fronten zu kämpfen und diesmal innere und äußere Widerstände zu überwinden. Neben ihrer Ermittlungsarbeit muss Carina sich privat mit ihrer Familie und der Suche nach der Wahrheit und ihrer eigenen Identität auseinandersetzten. So nimmt ihr zunehmend angespanntes Verhältnis zu ihrem Vater großen Raum ein.
Sehr faszinierend und anfangs verwirrend ist die Vielschichtigkeit der Geschichte. Viele verschiedene Handlungsstränge laufen parallel zueinander und scheinen zunächst zusammenhanglos, teilweise spielen einige Ereignisse in verschiedenen Zeitebenen. Im Buch werden verschiedene Themen angeschnitten, die kunstvoll mit dem fesselnden Fall verwoben sind.
Hier ist große Aufmerksamkeit und gute Kombinationsgabe gefragt, um die vielen Puzzlestücke zusammenzusetzen und miträtseln zu können. Manch eine Spur erweist sich im Nachhinein als Sackgasse. Durch die ständigen Perspektiv- und Zeitwechsel baut die Autorin geschickt eine enorme Spannung auf, so dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte.
Parallel zum Kriminalfall wird die Hintergrundgeschichte des ersten Bandes aufgegriffen und sehr raffiniert als spannende Nebenhandlung weitergeführt. Hierbei geht es um die unaufgeklärten Verbrechen der letzten RAF-Generation und die mögliche Verstrickung offizieller Stellen darin.
Herausragend ist auch Feys detailreicher und anschaulicher Sprachstil, der teilweise an die verschiedenen Erzählperspektiven angepasst ist. Mit einigen unterhaltsamen, humorvollen Episoden bringt die Autorin zusätzlich Abwechslung in die spannungsgeladene Geschichte.
Man merkt beim Lesen, dass die Autorin im Bereich der Rechtsmedizin sehr gründlich recherchiert hat und viele Details aus dem Arbeitsalltag hat einfließen lassen.
Alle Figuren sind sorgfältig ausgearbeitet, einfallsreich und liebevoll charakterisiert, und wirken dadurch sehr authentisch.
Carina ist ein eher besonnener, beherrschter Charakter mit einigen Ecken und Kanten und durchaus sympathisch. Doch ihr zeitweise überzogenes Verhalten ihrer Familie gegenüber war für mich manchmal nicht nachvollziehbar und hat ihr leider bei mir einige Sympathiepunkte gekostet.
Bei ihren Ermittlungen verlässt sie sich vor allem auf ihre genaue Beobachtungsgabe und lässt sich oft von ihren Eingebungen und Gefühlen leiten.
Die sympathische Figur von Mattes Kyreleis, dem Kriminalhauptkommissar und Vater von Carina, tritt bei dem Fall sehr in den Hintergrund. Auch auf privater Ebene versucht er seiner Tochter und ihren unangenehmen Fragen zur leiblichen Mutter auszuweichen. Seine Glanzrolle erhält er zum Ende der Geschichte, wo er uns Lesern zeigt, was wirklich in ihm steckt.
Nach einigen überraschenden Wendungen werden bei der Auflösung des Falls schließlich alle relevanten Fäden zusammengeführt. Die Aufklärung ist sehr schlüssig und im Nachhinein logisch, auch wenn sie für mich nicht voraussehbar war. Allerdings weist der Fall zum Ende hin für meinen Geschmack ein wenig zu viele konstruierte Komponenten auf und erscheint mir dadurch etwas zu unrealistisch.
Sehr gut gefallen hat mir, dass bei der unglaublich fesselnden und vielschichtigen Nebenhandlung rund um die RAF noch viele meiner Fragen ungeklärt geblieben sind. So gibt es für den nächsten Band noch genügend ausbaufähigen Stoff und ich freue mich schon darauf, dass etwas mehr Licht hinter die politische Verschwörung gebracht wird.
Ich bin sehr gespannt, was die Autorin sich hierzu noch einfallen lassen wird.

FAZIT
Ein raffiniert angelegter, vielschichtiger Thriller, der mit starken Charakteren und hoher Spannung überzeugen kann.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Familie Kyreleis, die Zweite

Gleich zu Beginn des zweiten Bandes um die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis entgeht diese nur ganz knapp einem Autounfall. Das Horrorszenario überhaupt: Auf der Autobahn kommt ihr und ihrem Vater Matte ein Geisterfahrer entgegen. Und schon sind sie mitten in einem neuen Fall. Im Hause des erst siebzehnjährigen Geisterfahrers findet man dessen Eltern tot auf. Sie liegen in ihren Hochzeitskleidern auf dem Bett, so dass es im ersten Moment wie Selbstmord wirkt.

Das Buch besteht aus unterschiedlichen Handlungssträngen, die erst im Laufe der Ermittlungen zueinander in Verbindung treten. Vordergründig geht es um die Aufklärung des Mordes an Olivia und Jakob Loos, den Eltern des jugendlichen Geisterfahrers. In einer anderen Perspektive erlebt man die Entführung eines kleinen Mädchens, das in einem Versteck qualvoll gefangen gehalten wird.
Als roten Faden wird in einem Rückblick ab 1991 die Geschichte von 5 Personen erzählt, die mit dem Mordanschlag auf Carsten Rohwedder in einer Verbindung stehen.

Die ständigen Wechsel der Erzählperspektive und die relativ kurzen Kapitel, die meistens mit einem Cliffhanger enden, sorgen durchwegs für hohe Spannung. Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zu lesen, so dass man schön eintauchen kann.

Da es sich um eine Serie handelt, wird natürlich auch das Privatleben von Carina und ihrem Vater Matte Kyreleis weitergeführt. Für das Verständnis dieser Irrungen und Wirrungen ist es sicher von Vorteil, wenn man den ersten Band gelesen hat. Das Buch lässt sich aber auch ohne Kenntnis des vorangegangen Bandes lesen

In diesem Teil entpuppt sich Carina als intelligente, aber sehr unreif reagierende Persönlichkeit. Am Ende des ersten Bandes erfährt Carina wichtige Details, die ihre Herkunft betreffen und sie erwartet nun eine Aussprache mit ihrem Vater, der sich ausgesprochen schwer damit tut und sich lieber im beruflichen Alltag vergräbt. Carina lernt natürlich auch den ein oder anderen neuen Mann kennen, der in ihrem Leben möglicherweise eine Rolle spielen wird. Dazu birgt das Privatleben ihrer Chefin Professor Heininger immer mal wieder Grund zum Schmunzeln.

Carina ist für mich als Protagonistin keine positive Identifikationsfigur. Das finde ich aber kein Nachteil, weil dadurch auch Distanz gewahrt wird und ich manchmal etwas gesättigt bin von weiblichen Hauptfiguren, die Beruf und Familie bilderbuchmäßig unter einen Hut bringen. Carinas Schwester Wanda und ihre Mutter Silvia bringen viel Wärme in die Familienbande und ich bin gespannt, wie sich diese Beziehungen weiter entwickeln werden.

Interessant finde ich, dass Stephanie Fey eine wahre Begebenheit der neueren deutschen Geschichte als Aufhänger für den Thriller gewählt hat. Leider muss ich aber zugeben, dass mir Gegensatz zum ersten Band, bis zuletzt nicht ganz klar geworden ist, ob es sich bei bestimmten Personen nun um RAF Terroristen, BND Agenten oder Ex-Stasiagenten handelt. Ich bin in diesem Bereich nicht sehr sattelfest und benötigte vermutlich mehr Erklärungen, so dass mir das Buch nicht so abgerundet erscheint, wie ich es mir wünschen würde.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und werde der Serie auf jeden Fall treu bleiben.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue