Jean G. Goodhind: Dinner für eine Leiche

Jean G. Goodhind: Dinner für eine Leiche

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Jean G. Goodhind: Dinner für eine Leiche
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
A Taste to Die For
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783746625645

Informationen zum Buch

Seiten
304

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Bei einem Kochwettbewerb zwischen Sterneköchen musste es einfach Mord und Totschlag geben.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Der Wettbewerb für Sterneköche ist ein großes Ereignis für das kleine Hotel von Honey Driver. Doch der Sieger hat nur kurze Zeit Freude an seinem Erfolg, denn er wird ermordet. Honey ist mehr als froh, dass ihr Koch ein Alibi für die Tatzeit hat.

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Krimi kann man es nicht nennen

Mir fällt es etwas schwer, dieses Buch zu bewerten. Enttäuschend ist es auf jeden Fall, wenn man sich auf einen Krimi einstellt und eine Handlung erwartet, bei der man miträtseln und den Ermittlern über die Schulter schauen kann. Das ist hier einfach nicht möglich, denn zum einen kommt man kaum dazu, die Erkenntnisse der Ermittler nachzuvollziehen, denn entweder sind sie recht tatenlos oder bekommen Informationen, ohne dass ich es manchmal mitbekommen habe, woher. Zum zweiten herrscht ein viel zu großes Durcheinander an Personen, deren Beziehungen/Verhältnisse untereinander ich irgendwann nicht mehr verstanden habe. Dies führte dann beides dazu, dass ich aufgehört habe zu spekulieren und mich nicht mehr an der Krimihandlung beteiligt habe. Das ist natürlich fatal für einen Krimi, denn dann macht er mit keinen Spaß mehr.

Andererseits waren die Personen und ihre Handlungen teilweise so skurril und lustig, dass ich doch am Ball geblieben bin. Außerdem hatte die Geschichte genug Tempo, um mich voran zu treiben, langweilig war mir eigentlich nie. Nachdem ich mich also recht bald umgestellt habe und das Buch als "überdrehtes Frauenbuch" betrachtet habe, hatte ich auch wieder etwas Spaß damit. Manch überbeanspruchter Gag trübte zwar dann auch hin und wieder das Vergnügen und einige Witze waren so übertrieben blöd, dass ich innerlich mit den Augen rollen musste... allerdings trieben sie mich dann doch zu einem Lacher, obwohl ich genau dies nicht wollte.

Als Krimi würde das Buch eine richtig schlechte Bewertung bekommen, aber Spaß hatte ich doch damit.

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Inhaltsangabe:

Im englischen Kurort Bath findet BISS, ein lokaler Wettbewerb für Sterneköche statt. Der Gewinner Oliver Stafford kann sich nicht lange freuen, denn schon kurze Zeit nach seinem Sieg wird er in seiner Küche ermordet.

Honey Driver, Hotelbesitzerin und Verbindungsfrau des örtlichen Hotelfachverbandes zur Polizei, fühlt sich berufen, der Polizei (und hier insbesondere ihrem Freund DI Steve Doherty) hilfreich unter die Arme zu greifen, zumal ihr eigener Koch Mark „Smudger“ Smith mehr über Staffords Tod zu wissen scheint, als er zugibt.

Doch schon bald gibt es noch weitere Tote ...

Das Buch ist der zweite Band um Honey Driver und Steve Doherty.

Der erste Band trägt den Titel „Mord ist schlecht fürs Geschäft“

Der erste Satz:

„Bei einem Kochwettbewerb zwischen Sterneköchen musste es einfach Mord und Totschlag geben.“

Meine Meinung zum Buch:

Obwohl die Reihe vom Titel her wie eine Krimireihe klingt, würde ich sie nicht in dieses Genre einordnen. Die Autorin legt wesentlich mehr Wert auf die teilweise sehr exzentrischen Personen als auf eine schlüssige und logische Krimihandlung. Für einen Krimileser kann die Lektüre dieses Buches daher nur unbefriedigend ausgehen; wenn man sich aber auf den Witz und die skurrilen Geschehnisse und Charaktere einlassen kann und die Ermittlungen als schmückendes Beiwerk nimmt, kann man das Buch durchaus genießen.

Da es sich bei diesem Buch schon um den zweiten Band einer Reihe handelt, ist es etwas schwierig für mich, die Personen richtig einzuordnen, denn mir fehlen ein paar Grundlagen aus dem vorherigen Buch. Hannah „Honey“ Driver ist eine sympathische, zupackende und etwas chaotische Frau in den besten Jahren, die sich mit ihrem Hotel, ihrer 19-jährigen Tochter und ihrer schwer exzentrischen Mutter herumplagen muss. Dass ihre Freundschaft mit DI Doherty nicht weiter kommt (sprich: sie nicht zusammen ins Bett bringt) und alle dahin führenden Versuche gestört werden, passt zum Gesamtbild und ist bezogen auf Frauenromane genretypisch. Über die drei Driver-Frauen erfährt man im Buch auch am meisten, die übrigen Figuren, einschließlich DI Doherty bleiben etwas blass. Doherty wird zwar immer als gut aussehend beschrieben, aber so richtig sprang bei mir der Funke nicht über. Einige Figuren, z. B. Fleischgroßhändler Mead, sind extrem schwarz-weiß und eindimensional gezeichnet; es gelingt der Autorin nur bei wenigen Figuren, sie facettenreicher darzustellen.

Die Handlung ist lebendig und es passiert fast ständig etwas, mit langen Beschreibungen hält sich die Autorin dabei nicht auf. So bleibt es dem Leser überlassen, sich die Bilder im Kopf selbst vorzustellen, was mir jedenfalls gut gelungen ist. Auf Motivation und Innenleben der Figuren legt die Autorin auch nicht so sehr viel Wert, daher bleiben zum Schluss einige Fragen offen, die ich noch gerne erklärt gehabt hätte. Dafür hat die Geschichte Tempo und Witz, der allerdings manchmal auch an der unteren Spaßgrenze entlang schrammt. Z. B. das wiederholte Auftauchen des „Riesen-BHs“ ist zwar am Anfang lustig, aber mit der Zeit und häufigerem Einsatz nimmt die Komik des Gegenstandes doch ab.

Vom Stil her ist das Buch sehr leicht und flüssig zu lesen. Die von anderen Teilnehmern der Leserunde bemängelte holperige Übersetzung ist mir nicht aufgefallen – wobei ich so etwas generell sehr selten bemerke.

Ich habe mich beim Lesen meistens wohl gefühlt. Trotzdem werde ich mich vermutlich nicht sehr lange an die Handlung oder an das Buch erinnern, denn wirklich originell und spannend war die Geschichte dann doch wieder nicht. Aber für ein paar schöne Sofa-Nachmittage hat es durchaus gereicht.

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#1 Rezensent
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Honey Driver leitet nicht nur ein Hotel, nein, sie ist auch Verbindungsfrau des Hotelverbandes zur Polizei. Ihren ersten Fall löste sie in "Mord ist schlecht fürs Geschäft". Dieses Mal ist der Mord an einem Koch, dem Gewinner eines lokalen Kochwettbewerbs für Sterneköche, nur der Anfang einer ganzen Mordserie. Honeys eigener Koch Smudger war zwar der stärkste Gegner und innigste Feind des Opfers, er hat aber zum Glück ein wasserdichtes Alibi. Bei all dem Schlamassel darf natürlich Detective Steve Doherty nicht fehlen, zu dem Honey im ersten Teil zarte Bande knüpfte, die sie nun gewissermaßen festzurren möchte.

Den Vorgänger kenne ich nicht und nach diesem eher fragwürdigen Leseerlebnis wird es sicher auch dabei bleiben. So richtig schlecht ist das Buch eigentlich nicht. Aber es ist eben auch nicht richtig gut. Die Geschichte dümpelt vor sich hin und die Autorin strapaziert so ziemlich jedes Krimi-Klischee, das ihr jemals über den Weg gelaufen ist. Eigentlich fehlt nur noch der Gärtner. Ich konnte mich während des Lesens auch nicht entscheiden, was ich denn nun für ein Buch vor mir habe? Ein Liebesroman? Eher nicht, obwohl Goodhind immer wieder auf die Anziehungskraft zwischen Honey und Steve und deren missglückten Versuchen, gemeinsam im Bett zu landen, berichtet. Ein Krimi? Eventuell, aber trotz all den Morden hatte ich immer das Gefühl, dass diese eher Nebensache waren - wie das ganze Buch in Nebensächlichkeiten versinkt. Das Krimi-Gefühl blieb also aus.

Sprachlich hat Jean Goodhind auch nicht viel zu bieten. Bei Sätzen wie "Der Stolz schwellte Honeys wohlgerundete Brust noch mehr" oder "Und er war wirklich scharf auf dieses Wettkochen. Scharf wie Löwensenf" rollten sich meine Fußnägel hoch und ich passte nach der letzten Seite kaum mehr in meine Schuhe. Ungelogen!

Ein paar skurrile Einfälle hatte die Autorin, aber leider nutzt sie diese oft nicht als Chance, sondern fabriziert daraus Running-Gags, die spätestens nach der dritten Wiederholung öde werden. Und doch gibt es ein paar gute Momente. Mein Highlight des ganzen Buches war der Kommentar von Honeys Mutter Gloria zum Thema Kostüme, Colin Firth und Sean Bean: "Hast du mal diesen Jane-Austen-Film gesehen, in dem Colin Firth triefnass aus dem Wasser auftaucht und ihm die Hose förmlich am Leib klebt?" Damit können aber vermutlich nur Colin Firth und Sean Bean Fans etwas anfangen.

Über viele Seiten hinweg herrscht in dem Buch Chaos. Wer mit wem und wann und wo .... Zig Namen, zig Beziehungen untereinander, dieser oder jener Kochwettbewerb. Spätestens nach der Hälfte hatte ich keinen Durchblick mehr, meine detektivischen Sinne verliefen im Sande und ich ließ mich einfach nur noch berieseln. Pausen sind bei dem recht dünnen Buch nicht angeraten, denn man verliert dann sehr schnell den roten Faden.

Das Buch war die ganze Zeit recht unglaubwürdig, aber die letzten Kapitel setzten dem ein Krönchen auf. Ich wünsche mir so etwas wie eine "Goldene Himbeere" für Bücher oder einen Bad-Book-Adward. "Dinner für eine Leiche" hätte beste Chancen auf einen ersten Platz. Hätte ein Terry Pratchett das Buch geschrieben, so wüsste ich wenigstens, dass er "Cozy-Krimis" (Wohlfühlkrimis) parodiert. Aber: Meine Kritik mag zum Teil daran liegen, dass ich den Vorgängerband nicht kenne. Da ich es außerdem zu Ende gelesen habe und mir Jean Goodhind doch einige Schmunzler am Anfang entlocken konnte, möchte ich zumindest noch zwei "Ehrenrättchen" vergeben. Für mich war das Buch nichts, aber wer sich nett berieseln lassen möchte und außerdem den ersten Teil kennt, wird hiervon vermutlich auch nicht enttäuscht werden.

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Normalerweise fange ich nicht mitten in einer Serie an, aber da für dieses Buch eine Leserunde angesetzt war und ich zu einem einen netten Krimi rund ums Kochen und Essen selten Nein sage, habe ich dann einfach bei „Dinner für eine Leiche“, dem zweiten Band der Honey-Driver-Reihe lauthals hier gerufen.

Honey gefällt mir ganz gut, sie bringt die typischen Qualitäten einer Cozy-Krimi-Heldin mit sich: halbwüchsige Tochter und eigenwillige Mutter, beruflich selbstständig und mit einem Polizeibeamten verbandelt (eine Liebesgeschichte deutet sich an, ist aber noch nicht in vollem Gang). Gerade in den ersten Kapiteln gab es auch so einige Szenen waren von angenehmer Situationskomik. Leider hielt das Buch dann meinen Erwartungen in keiner Hinsicht stand. Komische Elemente wurden solange wiederholt, bis der Witz totgeritten war und unrealistische Verhaltensweisen häuften sich. (Details s. Leserunde)

Dafür, dass das Buch im Kochmilieu spielt, wurde dieser Bereich deutlich zu wenig in die Handlung einbezogen. Mir ist schon klar, dass die Hauptperson Hotelchefin ist und Hotelmilieu deswegen besser passen würde, aber alleine der Titel weckt bei mir gewisse kulinarische Erwartungen. Wer sich dann noch nicht einmal die Mühe macht, sich Wettbewerbsgerichte für den zentralen Kochwettbewerb auszudenken hat keinen Spaß am Kochen/Essen und sollte keinen Roman in dieser Umgebung ansiedeln (selbst wenn womöglich der Verlag der Autorin "Kochen" als Thema für den Roman aufgedrängt hat, weil es gerade gewinnversprechend ist und "in" ist)

Sprachlich bin ich auch nicht wirklich mit dem Buch zufrieden gewesen. Ich lese Cozy-Krimis sonst eher im englischen Original, wo mir Schwächen sicherlich nicht so schnell auffallen, aber "Dinner für eine Leiche" schwächelt in Bezug auf die Sprache schon ganz schön. Es gibt zum einen ein Überangebot von sehr kurzen Sätzen, was das sprachliche Niveau natürlich etwas senkt, zum anderen gab es aber auch mehrere Sätze wo mir die Wortwahl nicht sonderlich angemessen erschien. Daran kann und will ich aber nicht alleine der Übersetzerin die Schuld in die Schuhe schieben, denn teilweise sind auch Schlampigkeiten in dem Buch, die in erster Linie einem nicht ausreichenden Lektorat anzulasten sind.

Insgesamt wären mehr Sorgfalt und vor allem etwas mehr Realismus sicherlich besser gewesen, das Buch hat mich aber auch nicht genug amüsiert, um das Ganze als Komödie abzutun. Die Unglaubwürdigkeiten und unvernünftigen und lebensfernen Verhaltensweisen aller Figuren nahmen am Ende so sehr überhand, dass ich alleine dafür noch ein paar Bewertungspunkte abziehen musste. Schade, ich hätte mich gefreut, wenn ich eine neue Serie entdeckt hätte, aber noch mehr Honey Driver würde mich in den Wahnsinn treiben.

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