Bewertungsdetails

Krimis & Thriller 1052
Ausbaufähig mit kleinen Ungereimtheiten
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0
„Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon“ ( Oscar Wilde )

Bei einem Ladendiebstahl wird eine junge Frau erwischt und behauptet in ihrer Not vor der Polizei, dass sie die vor 11 Jahren verschwundene Rebecca Winter sei. Überglücklich schließen ihre Eltern die vermisste Tochter wieder in ihre Arme, denn Rebecca sieht der echten Rebecca tatsächlich zum verwechseln ähnlich. Rebecca geht ganz in der Rolle der vermissten Tochter und Schwester auf und es scheint niemand Verdacht zu schöpfen. Auch die Polizei ist sichtlich froh, diesen Fall nun zu den Akten legen zu können. Doch in ihrem Zimmer sieht sie unheimliche Dinge, die beste Freundin der echten Rebecca durchschaut das Täuschungsmanöver und Rebecca entdeckt in der Garage Dinge, die sie schaudernd erkennen lassen, dass der Vermisstenfall bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. Zu spät bemerkt Bec, dass sie sich in großer Gefahr befindet…….

Das Buch „ Ihr letzter Sommer“ von Anna Snoekstra spielt in 2 Zeitebenen. Zum einen die Gegenwart, in der die falsche Rebecca in die Rolle der vermissten „echten“ Rebecca schlüpft. Hier muss sie sich den Ermittlungen der Polizei stellen, die natürlich wissen wollen, wo sie die letzten 11 Jahre verbracht hat und noch viel wichtiger, wer sie entführt hat. Denn von einer Entführung geht die Polizei ja aus. In der zweiten Zeitebene erfahren wir etwas aus dem Leben der echten Rebecca vor ihrem Verschwinden. Warum bevorzugen die Eltern ihre kleinen Brüder? Was erlebte die letzten Stunden vor ihrem Verschwinden und was ist überhaupt mit ihr passiert?

Nach und nach lichtet sich das Dunkel, der Leser wird aber lange Zeit im unklaren gelassen. Man hat nur immer das Gefühl, dass etwas schlimmes passiert ist und es ein großes Geheimnis gibt in Rebeccas Familie. Das Ende hat mich, um es gleich vorweg zu nehmen, sehr überrascht und ich habe es zwar auf den letzten Seiten geahnt, wollte es wohl aber nicht wirklich wahr haben. Zu bizarr ist die Auflösung des Falles. Die Autorin macht es auch leider nur im letzten Drittel richtig spannend. Ebenso hätte ich mir mehr Informationen aus dem Leben der echten Bec gewünscht. Die Arbeit der Polizei konnte ich wie andere Leser auch nicht wirklich nachvollziehen. Die Ermittlungen in Rebeccas Fall waren teilweise sehr unglaubwürdig und jenseits jeglicher Realität.

Der Schreibstil der Autorin ist nicht schlecht, das Buch lässt sich flüssig lesen, allerdings gibt es ein paar Ungereimtheiten und der Leser bekommt auch nicht alle Fragen beantwortet, die das Buch mit sich bringt. Hier hätte der Abschluss runder sein müssen. Zudem fehlte mir über das Buch hinweg ein konstanter Spannungsbogen. Bei einem Thriller kann ich diesen, der in einem guten Showdown endet, erwarten.

Das Potential für einen guten Thriller ist zwar da, aber an der Umsetzung haperte es noch. Deshalb vergebe ich 3 Sterne für das Buch.

YH
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