Bewertungsdetails

Kate Shackleton ermittelt
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0
Für eine Freundin und ehemalige Kollegin aus Kriegstagen soll Kate Shackelton dessen Vater wiederfinden. Nach einem ominösen Zwischenfall verschwand dieser nämlich spurlos. Da die Freundin demnächst gedenkt zu heiraten, wünscht sich diese nichts mehr, als vom eigenen Vater zum Altar geführt und von ihm an ihren Bräutigam übergeben zu werden. Kate versucht ihr Bestes, aber die Dorfbewohner wollen nicht so richtig mit der Sprache herausrücken. Welches Geheimnis steckt hinter dem Verschwinden des Vaters?



Kate Shackleton hätte sich bestimmt blendend mit Miss Marple verstanden.

Dieser Krimi gefiel mir so gut, weil er ganz ohne großes Blut vergießen auskommt. Es ist einer von diesen gemütlichen Krimis, bei denen es einfach nur Spaß macht, bei den Ermittlungen "zuzuschauen".

Zum größten Teil wird aus Kates Sicht in der Ich-Form erzählt. Ab und zu aber gibt es gewisse Episoden aus der Perspektive anderer Figuren, was die Spannung ungemein steigerte, denn jedesmal, wenn das geschah gab es einen neuen Verdächtigen.



Ähnlich wie bei Miss Marple sind einfach alle verdächtig mehr zu wissen, als sie zugeben wollen. Wie gut das Kate Shackleton immer genau weiß, welche Fragen sie stellen muss, um an Antworten zu kommen. Bei ihren Verhören "sieht" der Leser auch Kates Gedanken, und die sind nicht immer so unschuldig wie die Worte, die sie stattdessen sagt. Vor sich selbst gibt sie gerne ihre Fehler zu, vor anderen eher weniger. Der Leser erfährt nie mehr als Kate gerade weiß, er kann also mitraten und selbst versuchen hinter des Rätsels Lösung zu kommen.



Die Geschichte spielt in den Zwanzigern, in und um Leeds, kurz nach dem Krieg. Hier fand ich die Einstreuung mancher Details, wie kurze Augenblicke der Erinnerung all der Kriegsgräuel, oder die Sehnsucht nach so manchem gefallenen oder vermissten Soldaten, sehr authentisch.

Auch Einzelheiten, wie zum Beispiel Kates übrige Verpflichtungen in der Gesellschaft, oder auch die übervorsorgliche Mutter, die an Kates Privatleben immer zuviel Anteil nimmt, wurden hier glänzend in die Rahmenhandlung eingefügt. Alle diese Dinge in Kates Leben machen das Buch bunt und lebendig.

Ich kann das Buch allen ans Herz legen die eine Schwäche für ruhigere Krimis haben. Sie sind den Krimis von Ann Granger sehr ähnlich, wie ich finde. Ich jedenfalls möchte wissen wie es mit Kate weitergeht. Da dieser Krimi der Beginn einer neuen Reihe ist, wird sie bestimmt noch über die ein oder andere Leiche stolpern.
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