Bewertungsdetails

Krimis & Thriller 1966
Mittelmaß
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Der Bierstädter Oberbürgermeister ist verschwunden; im Jemen entführt worden, heißt es. Darüber würde Journalistin Grappa natürlich liebend gerne berichten, wenn sie nur nicht gerade an einen TV-Sender ausgeliehen worden wäre, für den sie eine Date-Show vorbereitet. Dabei ist sie gezwungen, sich viel im Internet herumzutreiben, vornehmlich in Chat-Rooms für Singles, in denen sie Kandidaten für die Show zu finden hofft.
Kontakt bekommt sie dort auch mit dem Strammen Hengst, einem User, der mit Grappa flirtet, aber auch erstaunlich viel über eine Welle an Morden weiß. Mehrere Männer wurden in ihren Hotelzimmern von einer unbekannten Frau mit Gift ermordet. Der stramme Hengst sagt einen weiteren Mord dieser Art ausgerechnet in Bierstadt voraus, und Grappa macht sich an die Arbeit.

Mein erster Grappa. Ob es auch mein letzter bleibt, hängt davon ab, ob mir weitere in der Bibliothek oder bei Freunden in die Hände fallen.
Denn einerseits wurde ich schon gut unterhalten; der vorhandene Wortwitz, einige schöne Dialoge vor allem mit Kater Eberhard und einige treffsichere satirische Beschreibungen der Arbeitsweise in einem Fernsehsender oder dem Umgangston in einem Chat-Room ließen mich immer wieder breit grinsen.
Andererseits konnte ich der eigentlichen Krimihandlung nicht viel abgewinnen. Zu abgehackt wurden die einzelnen Ermittlungsschritte dargestellt, zu plump war mir das Motiv der Mörderin, zu wenig überzeugend erschien mir die Ermittlungsarbeit der Polizei und Grappas.
Auch der zweite Erzählstrang um den verschwundenen Bürgermeister konnte mich nicht überzeugen. Zwar war auch er für einige Grinser gut, aber wirklich ergreifen konnte er mich nicht. Mir war es schlicht egal, was mit dem Bürgermeister geschehen war, oder ob er überhaupt wieder auftauchen würde. Die "Auflösung" dieser Geschichte hingegen gefiel mir gut, wenn ich mir auch vorstellen könnte, dass gerade sie Protest hervorrufen könnte.

Ein also schon sehr unterhaltendes Buch, gut für einen regnerischen Nachmittag auf dem Sofa, dessen Handlung mich aber erstaunlich kalt ließ.
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