Zoran Drvenkar: Du

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Zoran Drvenkar: Du
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783550087738

Informationen zum Buch

Seiten
576

Sonstiges

Erster Satz
So sehr wir dem Licht entgegenstreben, so sehr wollen wir auch von den Schatten umschlossen werden.

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Handlungsort

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Du kannst dir nicht trauen!

Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn.

Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie.

Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn.

Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest.

Autoren-Bewertungen

Vorneweg gesagt, ich habe das Buch nach etwas über 200 Seiten abgebrochen, also tue ich ihm mit meiner schlechten Bewertung vielleicht unrecht und auf den restlichen 300 Seiten hätte mich ein geniales Stück Literatur erwartet, was ich jetzt verpasst habe, aber ich glaube nicht so recht daran.

Der Titel ist hier Programm, denn Drvenkar hat „Du“ konsequent in der 2. Person Singular verfasst. Das hat er auch schon in seinem vorigen Buch „Sorry“ gemacht und schon damals fand ich es eher störend. Auch wie im vorigen Buch wechselt er häufig die Perspektive; die Person, um die es geht, ist zwar stets in der Kapitelüberschrift genannt, da er aber zusätzlich noch in verschiedenen Zeitebenen hin- und herspringt, fiel mir die Orientierung eher schwer. Hinzu kam noch die hohe Anzahl an Hauptfiguren und die Tatsache, dass die 5 Mädchen, die eine Protagonistengruppe waren, für mich keine eigenständigen Persönlichkeiten darstellten, sondern bei mir immer nur als „eines der Mädchen“ ankamen. Bei „Sorry“ sprang damals trotz ähnlicher Kritikpunkte irgendwann der Funke über und das Buch hat mich mitgerissen, bei „Du“ ist das nicht passiert und so war der Abbruch für mich eine logische Konsequenz.

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Das Cover ist sehr anziehend, es ist schwarz-weiß. Es ist ein Mann mit geschlossenen Augen, dieser Mann hat eine starke Ausstrahlung.

Du bist immer dabei, du bist jeder, du bist der Reisende, der durch Deutschland und Norwegen reist. Immer auf der Suche nach der Tiefe. Du bist jede einzelne der 5 Schlampen, du bist Taja, die sich mit den Drogen ihres Onkels wegbeamt und ihr toter Vater. Du bist Stinke, die Nail und Mirko kennenlernt und einen von ihnen zum Märtyrer macht. Du bist Rute, die immer die Verantwortungsbewusstere von allen ist. Du bist Nessi, die Schwanger ist und nicht weiter weiß und du bist Schnappi, immer einen Spruch parat, immer direkt. Du bist Ragnar, der seinen Sohn versucht zu erziehen und seine Mannschaft. Sie alle treffen aufeinander, manche überleben, manche nicht. Manche finden sich, manche verlieren sich. Aber Du bist immer dabei und beobachtest sie alle!

Das Buch besteht aus mehr als 500 Seiten, also sehr dick. Es ist in 3 Teile aufgeteilt und diese nochmals in Kapiteln unterteilt. Die immer mit dem einzelnen Protagonisten betitelt sind. Anfangs war das Lesen etwas gewöhnungsbedürftig, da das Buch in der Du-Perspektive geschrieben ist. Jedoch gewöhnt man sich schnell daran und dann kann man sich gut hineinversetzen. Die Sprache ist flüssig und flott. Es ist nicht zu viel nebensächliches über die Protagonisten geschrieben. Drvenkar baut eine heile Welt auf, doch mit einem Satz wird all das ins Chaos gestürzt und man selbst stürzt mit. Man erfährt immer nur Teilstücke und setzt sie nach und nach zusammen. Es kommen Überraschungen, neue Wendungen auf, mit denen man nicht gerechnet hat und muss sein Puzzle neu ordnen. Es kommen sehr viele Figuren in dem Buch vor, daher ist es nicht leicht sich alle Namen und alle Verknüpfungen zu merken, was ich persönlich aber super an dem Buch finde. Das macht alles etwas schwieriger und man muss bei der Sache bleiben. Am Anfang wird über den Reisenden geschrieben, danach jedoch kaum noch, sondern vermehrt über die Schlampen und Ragnar. Ich persönlich hätte gerne mehr über den Reisenden erfahren.

Das Buch ist auf jedenfall empfehlenswert. Nach den ersten paar Kapiteln dachte ich: "uff, das ist ja noch ziemlich viel", aber nach der Hälfte ging es immer schneller, ich konnte kaum aufhören. Habe stundenlang gelesen, bis es zu Ende war und dann dachte ich, ich will mehr! Also, wer sich gerne mal anstrengen will und gerne mal zurück blättert um sich die Namen und Verknüpfungen zu merken und auf einen guten Thriller mit Spannung steht ist mit dem Buch sehr gut bedient.

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