Eduard Freundlinger: Im Schatten der Alhambra

 
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Eduard Freundlinger: Im Schatten der Alhambra
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492304962

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Nikolai war mit den Pferden fertig.

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Handlungsort

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Bei einem Tauchgang im kristallklaren Wasser vor der andalusischen Küste entdeckt Kommissar Rubén de Freitas Schriftstücke, die mehr als vierhundertfünfzig Jahre gut versiegelt auf dem Meeresgrund geruht haben. Er spricht mit einer Professorin der Universität von Granada darüber, doch schon wenige Tage später ist sie tot. Dann wird Rubéns Wohnung aufgebrochen und durchsucht – besteht ein Zusammenhang zu seinem scheinbar unbedeutenden Fund? Rubén ahnt nicht, in welcher Gefahr er schwebt, denn jemand hat sich aufgemacht, ihn zu finden …

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Undefinierbarer Mix
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Rubén de Freitas verbringt mit seiner Freundin Maite, dem befreundeten Pärchen Kilian und Joana und deren Sohn Xaver seinen Urlaub auf seinem Boot. Als bei einem Segeltörn vor der andalusischen Küste die Sonnenbrille seiner Freundin ins Wasser fällt, zögert Rubén nicht lange und springt hinterher. Doch er findet nicht nur das gute Stück, sondern auch auch eine vielversprechende Metallröhre. Wenn ihn nicht alles täuscht, dann handelt es sich bei dem Inhalt um Schriftstücke, die 450 Jahre lang gut versiegelt in der Röhre auf dem Meeresgrund... Da Rubén die Schrift nicht entziffern kann, befragt er dazu eine Professorin der Universität von Granada, die allerdings wenige Tage später tot in ihrer Wohnung gefunden wird. Sie hatte die Dokumente als unbedeutend eingestuft, aber als in Rubéns Wohnung eingebrochen und alles auf den Kopf gestellt wird, fragt sich Rubén, von Beruf Polizist, ob das alles nicht doch zusammenhängen könnte. Er ahnt noch nicht im Entferntesten, in welcher Gefahr er nun schwebt...

Der Hintergrund der Papiere aus der Metallröhre lassen sich leider doch recht bald schon erahnen - ca. ab Seite 100 hatte ich ein Vorahnung, die sich dann auch als wahr entpuppte. Dennoch fand ich die Einarbeitung der historischen Fakten interessant - wenn sie für meinen Geschmack ruhig mehr Platz bekommen hätten können. Stattdessen habe ich detaillierte Beschreibungen zu Nebenfiguren wie Loredana gelesen - die Tatsache, dass sie aus einem reichen italienischen Elternhaus stammt und was ihre Pläne sind, fand ich jetzt eher unspektakulär und wurden von mir auch nicht als Finte wahrgenommen. Aber dafür ereignen sich nun doch ein paar Wendungen, die für mich faustdicke Überraschungen waren. Zum Beispiel auf den Mörder der Professorin wäre ich im Leben nicht gekommen!
Dennoch bleibe ich dabei, dass es mir zu wenig um die tolle historische Vorlage ging und stattdessen Machogehabe und einige überraschende Zufälle (da ist der Täter den halben Tag beschäftigt und dann - ganz plötzlich - zur richtigen Zeit am richtigen Ort) zum Thema wurden. Auch die Tatsache, dass der ansonsten so engagierte Kommissar mit guten Gespür an den letzten geschriebenen Worten der ermordeten Professorin erstaunlich wenig Interesse zeigt, hat mich sehr überrascht.
Im Grunde finde ich den unorthodoxen Ermittler sehr sympathisch, sein Kiffen und sein Biss waren durchaus unterhaltsam. Als er dann aber die Hosen herunterlässt, fand ich das einfach nur übertrieben. Sollte das witzig sein? Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass man mit solch einer Aktion einfach durchkommt.
Das Ende ist mir dann auch zu konstruiert - einfach "too much". Plötzlich agiert selbst die düsterste Gestalt noch im Sinne der Guten... Immerhin Rubéns Kollegin Lucia, die einzige mir komplett sympathische Figur, bekommt noch einen tollen, wenngleich ziemlich gewagten Auftritt.

Kurzum, für mich wurde bei diesem Krimi viel Potential verschenkt. Die Idee, die hinter den Schriftstücken steht, ist spannend und hätte mich - wie gesagt - viel mehr interessiert. So aber ist es für mich ein undefinierbarer Mix geworden: gute Spannung, interessante historische Hintergründe, prollige Aktionen, ein bisschen viel "Sex-Appeal" und reichlich nackte Hippies, einige seltsame Zufälle und ein etwas übertriebenes Ende.
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Corrida de toros
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Beim Tauchen entdeckt Kommissar Rubén de Freitas einen alt aussehenden, versiegelten Behälter. Das Dokument, welches sich darin befindet, sieht aus, als stamme es aus der Zeit des Untergangs der spanischen Armada. Da er das Schriftstück nicht entziffern kann, wendet er sich an eine Professorin. Sie teilt Rubén mit, dass der Fund ohne Wert ist. Doch kurze Zeit später ist die Frau tot. Auch Rubéns Wohnung wird durchsucht. Hängt die Vorgänge mit dem Dokument zusammen? Rubén nutzt seinen Urlaub und macht sich mit seinen Freunden zu einer Bootstour auf, die zu einer Hippie-Kommune führt, denn dort gibt es einen weiteren Experten. Und wieder gibt es Tote.
Der schnörkellose Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Eine gehörige Portion Situationskomik macht das Ganze sehr unterhaltsam, so dass die sehr drastischen Beschreibungen nicht so stark in den Vordergrund treten.
Die Charaktere sind authentisch beschrieben und jeder hat eine Besonderheit, die ihn sehr plastisch darstellt. Dem Kommissar und seinen Freunde stehen eine perfektionistische Auftragskillerin und ihr sadistischer Auftraggeber gegenüber. Rubén, etwas dunkelhäutig aufgrund seiner karibischen Wurzeln, kifft gerne und hält sich selten an Regeln. Sein Auftreten, auch Kollegen gegenüber, ist oft drastisch, so dass sein Vorgesetzter von einem Tobsuchtsanfall in den nächsten kommt. Aber Rubén ist ein guter Ermittler und sieht Details, die andere nicht bemerken. Ihm zur Seite steht seine Kollegin Lucia Cienfuegos, die eher auf die Vorschriften achtet, aber im Notfall genauso impulsiv handelt wie Rubén.
Neben dem Kriminalfall lernen wir vieles aus dem persönlichen Umfeld unserer Protagonisten kennen. Da dies der dritte Band der Andalusien-Trilogie ist, wird natürlich auf die Vorgeschichte von Joana, Kilian, Maite und Rubén hingewiesen.
Dieser spannende und humorvolle Krimi hat viele unverhoffte Wendungen und ist sehr actionreich.
B
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