Jacques Berndorf: Eifel-Schnee

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Jacques Berndorf: Eifel-Schnee
Verlag
ET (D)
1996
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783894250621

Informationen zum Buch

Seiten
244

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Weihnachten, das steht im Handbuch jedes anständigen Deutschen, ist ein hohes Fest, eine äußerst gefühlige Angelegenheit.

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Handlungsort

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"Sag mal, Baumeister, was war das für ein Brand heute nacht?" "Es hat zwei junge Leute erwischt. Sieht nach Doppelmord aus." "Mit anderen Worten, du recherchierst schon?" Rodenstock wirkte gierig. "Nein. Und ich weiß nicht, ob ich einsteigen soll. Erst sind sie getötet worden. Wie, weiß ich nicht. Dann ist ihnen Heroin gespritzt worden. Warum, weiß ich nicht. Dann wurde ihnen die Bude überm Kopf angezündet. Frag mich nicht, was das alles soll. Wenn es einen Oscar für Dämlichkeiten gäbe, müßte dieser Täter eine kriegen." Am heiligen Abend verbrennen Ole und Betty in einer Feldscheune. Das junge Paar war in jeder Disco der Eifel bekannt und immer gut drauf.

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Zwei junge Leute sterben auf ebenso sinnlose wie unerklärliche Weise. Der Mörder war entweder übergenau oder übermütig und setzte gleich drei tödliche Waffen ein. Ein Fall, der Siggi Baumeister auf persönlicher Ebene trifft. Zum einen wird er vom kleinen Bruder des einen Opfers noch in der Tatnacht zur Brandstelle gebeten - als Trost und Hilfe. Zum anderen outet er sich selbst als ehemaliger Alkoholiker, dem die Sucht-Vertuschungspolitik in der vermeintlich sauberen Eifel gehörig auf die Nerven geht. Zwei gute Gründe, um gemeinsam mit seinem Freund, dem ehemaligen Kommissar Rodenstock und seiner Lebensgefährtin Dinah im Sumpf der Drogenszene zu recherchieren.

Ein ausgesprochen engagiertes Buch. Wer die Augen offen hält, erfährt ein paar ungemütliche Wahrheiten. über Stadtobere, die bereits zwei Stunden nach einem Verhör schon wieder die Augen verschließen, über Erwachsene, die die gesamte Drogenproblematik der Einfachheit halber auf die Jugendlichen schieben, über Eltern, die fassungslos und angeblich ahnungslos aus allen Wolken fallen und Eltern, die es sich auf der Suche nach Schuld mächtig einfach machen.

Abgesehen davon, dass ohnehin keine Verbrechersuche einfach ist, macht diese allgemeine Verneblungstaktik die Recherchen hier noch ein wenig schwieriger; die beiden finden viele Spuren, die sie nicht zu deuten wissen. Erst als sich Siggi und Rodenstock mit einer Ermittlerin der holländischen Poilzei zusammentun, begreifen sie die Zusammenhänge. Faszinierend war für mich darüber hinaus der Bösewicht, der nicht aus Geldgier arbeitet, sondern sich aufgrund seines Reichtums viel Zeit lassen kann und einfach keine Fehler zu machen scheint. Er arbeitet, weil ihm beliebige Möglichkeiten offenstehen, die perfekte Organisation aufzubauen und weil er seine Organisation als eine Art Puzzle gegen das Gesetz versteht.

Den Krimi fand ich ungewöhnlich vielschichtig. Bis zur endgültigen Lösung war es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Und es war ein Buch, bei dem immer wieder die Landkarte zu Rate gezogen wurde, wo all die Orte liegen, in denen Baumeister recherchiert. Soviel Nachvollziehbarkeit ist nicht alltäglich.

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