Liz Jensen: Endzeit

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Liz Jensen: Endzeit
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Rapture
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783423248440

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
In jenem Sommer, in dem sich alle Regeln änderten, schien der Juni tausend Jahre lang.

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Handlungsort

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In der Hitze eines gnadenlosen Sommers versucht die Psychotherapeutin Gabrielle, nach einem Autounfall wieder in ihrem Beruf Fuß zu fassen. Aber dann weist man ihr ausgerechnet die 16-jährige Bethany als Patientin zu. Bethany hat auf grausame Weise ihre Mutter umgebracht. Sie ist gewalttätig, manipulativ – und sie behauptet, sie könne Katastrophen vorhersehen. Gabrielle tut das als Symptom von Bethanys psychischer Erkrankung ab. Doch dann treten genau die Unglücksfälle ein, die Bethany prophezeit hat. Ist es möglich, dass tatsächlich die Apokalypse bevorsteht, eine letzte Katastrophe, die eine vom Konsumwahn verblendete Menschheit endgültig in den Abgrund stürzen wird?

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Endzeit

Die durch einen Verkehrsunfall gelähmte Psychotherapeutin Gabrielle Fox wird nach einer sehr kurzen Rehabilitationszeit wieder in ihrem Beruf eingesetzt. Ausgerechnet die schwierigste Patientin wird ihr zugeteilt – die 16-jährige Bethany Krall, die ihre Mutter erstochen hat. Das Mädchen zeigt keinerlei Reue und niemand findet Zugang zu ihr. Bereits Gabrielles Vorgängerin scheiterte und wurde aus rätselhaften Gründen von ihrer Arbeit suspendiert. Gabrielle merkt recht schnell, dass mehr hinter der Sache steckt, als man zugeben möchte. Als Bethany während ihrer Elektroschockbehandlungen jedoch Naturkatastrophen voraussagt und diese kurze Zeit später eintreffen, gerät Gabrielles Leben aus den Fugen.

In diesem Fall habe ich mich leider vom Cover und der Leseprobe blenden lassen. Das in grau und blau gehaltene Cover zeigt ein durch ein Gewitter aufgepeitschtes Meer. Das Gesicht eines Mädchens mit stechenden blauen Augen blickt dem Leser entgegen. Wenn man genau hinsieht, stellt man fest, dass die Augen eine Weltkarte darstellen. Klappt man das Buch auf und betrachtet das komplette Cover, bildet der Buchrücken ein „drittes Auge“ – sehr passend zur Thematik, wie ich finde. Ich kann leider nicht sagen, ob es Zufall oder beabsichtigt war. Die Tatsache, dass es sich hier um einen Thriller handelt, hat mich jedenfalls neugierig werden lassen.

Leider hält der Klappentext nicht, was er verspricht. Die Autorin verzettelt sich in ausschweifenden Erklärungen, die für den Verlauf der Geschichte nicht wichtig sind und den Lesefluss ganz erheblich stören. Dies nimmt dem Buch die ganze Spannung. Ich hatte ganz oft das Gefühl, dass der Autorin mittendrin plötzlich auffiel: „Oh, ich schweife ab, schnell zurück zur Geschichte und Action gemacht.“ Doch da war für mich bereits nach dem ersten Mal schon das Kind in den Brunnen gefallen.

Vielleicht hätte der Titel mich schon vorwarnen müssen, aber durch den Klappentext bin ich davon ausgegangen, dass es hier vorrangig um die Arbeit der Psychotherapeutin mit dem Mädchen geht. Dies ist hier aber eher Nebensache. Der Roman konzentriert sich eher auf das religiöse Geschwafel von Bethanys gottesfürchtigen Vater, lässt eher beiläufig durchblicken, dass der krankhafte Fanatismus ihrer Eltern zur Tat geführt haben und beschäftigt sich hauptsächlich mit ihren Katastrophen-Voraussagungen und ihren Folgen. Diese sind aber leider nur halb so spannend, wie man von einem Thriller erwarten würde. Das einzige Erschreckende daran ist, dass der Roman in der Zukunft spielt und wir Menschen uns Gedanken machen sollten, ob wir nicht irgendwann tatsächlich so enden, wie in Liz Jensens Buch. Wir sind nämlich schon auf dem besten Wege.

Die ganze Geschichte ist leider sehr klischeebehaftet. Die gelähmte Protagonistin zergeht in Selbstmitleid, weil sie den Autounfall verschuldet hat, der ihrem zu dem Zeitpunkt noch verheirateten Geliebten das Leben gekostet hat. Zufälligerweise war sie schwanger und hat das Kind beim Unfall verloren. Natürlich ist sie davon überzeugt, dass sie nie wieder eine Beziehung führen kann, weil sie ja sexuell nicht mehr anziehend ist. Ganz klar, dass die Autorin dafür eine Lösung gefunden hat – da dies aber für den Verlauf der Geschichte maßgeblich ist, verrate ich hier nicht mehr.

Auch, dass ihr früherer Vorgesetzter Gabrielle eine neue Arbeit verschafft, obwohl von allen Seiten Bedenken geäußert werden, weil sie einfach noch nicht bereit ist für den Wiedereinstieg, wird einfach übergangen. Zur Rechenschaft kann dieser allerdings nicht mehr gezogen werden, weil er kurze Zeit später verstirbt.

Was soll ich sagen? In meinen Augen war der Klappentext mal wieder zu reißerisch und hat mehr versprochen als er halten konnte. Die knapp 400 Seiten hätte man locker auf 250 Seiten kürzen können, wenn man die zähen und unwichtigen Erklärungen der Autorin raus gestrichen hätte. Ich schwanke zwischen zwei und drei Sterne. Da es leider keine 2,5 gibt, entscheide ich mich für zwei Sterne.

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