Michael Kobr, Volker Klüpfel: Erntedank

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Michael Kobr, Volker Klüpfel: Erntedank
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492245111

Informationen zum Buch

Seiten
384

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Als er an diesem kühlen Herbstmorgen die Haustüre öffnete und nach draußen trat, blieb er für einen Augenblick auf der Schwelle stehen.

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Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht: Auf der Brust eines toten Mannes in einem Wald bei Kempten liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen taucht der Kommissar immer tiefer in die mystische Vergangenheit des Allgäus ein, und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Mörder, bei dem die Zeit gegen ihn arbeitet. Denn alle Zeichen sprechen dafür, dass das Morden weitergeht ... Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle und deckt Abgründe auf.

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Ich hab mich nach "Milchgeld" sofort auf "Erntedank" gestürzt und das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen. Inzwischen kennt man ihn schon ein bisschen, den Kluftinger, und weiß, wie er tickt. Diese Figur macht wirklich sehr viel Spaß, obwohl Kluftinger sicher auch eine gute Portion Allgäuer Grantler-Klischee abbekommen hat. Aber das schadet nichts, wenn das Granteln so unterhaltsam ist wie hier und Klufti sich immer wieder selbst ein Bein legt.

Wie bereits im ersten Band gibts eine akzeptable Mischung aus Privatleben und Ermittlungsarbeit des Kommissars und mir haben beide Stränge sehr gut gefallen. Das Allgäu ist diesmal noch mehr im Vordergrund, ist doch der aktuelle Fall von Kluftinger eng mit den Allgäuer Sagen und Mythen verbunden. Daher gilt es, nicht nur am Tatort genau nach Spuren zu forschen, sondern auch in der Vergangenheit. Schön, wie hier die Allgäuer Sagenwelt lebendig wird, auch wenn es eine Schattenseite der Medaille gibt, denn schliesslich benutzt jemand Allgäuer Sagen als Muster für seine Morde.

Was den Täter betrifft, so hab ich ihn auf den ersten Blick und beim ersten Auftritt schon erkannt - da helfen auch die gutgemeinten Verschleierungsversuche der Autoren nicht, genauso wenig wie die Präsentation eines Verdächtigen, bei dem wirklich alles zu passen scheint. Das heißt aber nicht, dass mir die Aufklärung des Falles danach keinen Spaß mehr gemacht hätte, ganz im Gegenteil, ein paar Überraschungen werden da schon noch aus dem Hut gezaubert.

Die Reihe mit Kommissar Kluftinger ist nicht umsonst so beliebt und so reihe ich mich langsam aber sicher in den Kreis der Klufti-Fans ein.

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Der 2. Fall für Kommissar Kluftinger: man hat einen Toten gefunden, dem offenbar die Kehle durchgeschnitten wurde. Auf seiner Brust liegt sorgfältig hindrapiert eine tote Krähe mit ausgebreiteten Flügeln. Kein schöner Anblick, besonders für Kluftingers im Zusammenhang mit Leichen sowieso schwachen Magen. Dass die Krähe nicht zufällig auf der Leiche liegt, ist ihm relativ schnell klar, aber was sie zu bedeuten hat, erschließt sich nicht ohne weiteres.

Während er mit seinem Team fieberhaft an der Aufklärung des seltsamen Mordes arbeitet, ereilt den Kommissar noch ein häusliches Malheur - dank eines Wasserrohrbruchs ist die Wohnung teilweise unbewohnbar, und seine Frau hat um Notunterkunft ausgerechnet bei Langhammers ersucht, so dass Kluftinger ständig den aufgeblasenen Doktor (und dessen "Körnerfraß" zum Frühstück) ertragen muss.

Die Polizei tappt immer noch im dunkeln, als eine weitere Leiche gefunden wird, wiederum unter einigermaßen bizarren Umständen ...

Mit dem Prädikat "Kult" sollte man lieber vorsichtig umgehen, aber auf "Klufti" passt es wie die Faust aufs Auge. Der Allgäuer mit dem messerscharfen Verstand und einem Hang zu kleinen Missgeschicken ist im Gegensatz zu den Heerscharen von schicksalsgebeutelten eigenbrötlerischen Ermittlern, die man zur Zeit auf dem Krimimarkt findet, so herrlich normal in seinem Umgang mit den Kollegen, seine Sorgen drehen sich vorwiegend um die kleinen Probleme des Alltags, ohne dass er ein Langweiler wäre. Er ist im Grund ein Typ "wie du und ich" oder zumindest einer, den man gerade in ländlichen Gegenden so oder so ähnlich zuhauf findet. Ein wenig selbstkritisch, hier und da mal ungeschickt, mit einer tiefen Abneigung gegen Arroganz und Überheblichkeit und gewissen Schwierigkeiten in Sachen moderne Medien lebt und arbeitet er.

Auch im zweiten Kluftinger-Krimi kommt neben Lokalkolorit und glaubhafter Charakterzeichnung der Kriminalfall nicht zu kurz. Spannend und diesmal auch ein bisschen gruselig fesselt das Rätsel der merkwürdigen Morde bis zum Schluss. Und wer Klufti kennt, weiß, dass es auch trotz der grausigen Bluttaten genug zu schmunzeln oder gar laut herauszulachen gibt.

Dieser Band hält, was der erste versprach - wirklich eine der besten aktuellen deutschen Krimireihen, in der Spannung, Stimmung, Humor und Figuren einfach passen.

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