Greg Iles: @ E.R.O.S.

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Greg Iles: @ E.R.O.S.
ET (D)
1999
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Mortal Fear
ET (Original)
1997
ISBN-13
9783404142354

Informationen zum Buch

Seiten
686

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Harper Cole ist im Grunde seines Herzens ein Hacker und frönt gleichzeitig mehreren Lastern, indem er von seinem Haus auf dem Lande im Mississippi-Delta aus eine erotische elektronische Mailbox betreibt. Unglücklicherweise frönt ein Serienkiller ebenfalls diesem Laster. Er nimmt Harpers Dienstleistung in Anspruch, um an seine Opfer heranzukommen.

Als Harper erfährt, daß eine Frau, die plötzlich aufgehört hatte, sich in seine Mailbox einzuloggen, in New Orleans brutal ermordet wurde, geht er zur Polizei und erfährt dort, daß weitere ehemalige Benutzer ebenfalls unter gewaltsamen Umständen ums Leben gekommen sind. Harper gerät selbst unter Verdacht und muß alle Online-Zauberkünste heranziehen, die ihm zur Verfügung stehen, um den gewieften, abartigen Killer austricksen und schnappen zu können.

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Greg Iles - @ E.R.O.S

Dieses Buch offenbart eine tückische Transparenz der globalen Vernetzung. Die Gefahr lauert im Internet. Wer sich hinter Pseudonymen versteckt und in scheinbarerer Sicherheit wiegt, der irrt sich gewaltig. Bereits auf den ersten Seiten wird der Leser mit den verrückten Taten eines psychisch kranken Mörders konfrontiert. Dieser ist nicht hinter dem Geld seiner Opfer her, oder zur Befriedigung niederer Gelüste. Nein! Hinter seinen brutalen Verbrechen verbirgt sich ein perfider und perfekt ausgeklügelter Plan.

Im Englischen ist das Buch unter dem Titel: „Mortal Fear“ erschienen und eines der frühen Werke des wie ich finde genialen Autors Greg Iles. Gewöhnungsbedürftig ist die Wahl der Erzählperspektive, wodurch zunächst der Einstieg in die Handlung und die Vorstellung der Personen etwas schwierig ist und mir auch ungewöhnlich langatmig erschien. Die Ich-Perspektive durchzieht sogar die Briefe des Mörders, welche im ersten Drittel des Buches die Spannung produzieren. Einzelne philosophische Passagen, verteilt über den gesamten Umfang des Buches von etwa 700 Seiten, erscheinen etwas zäh und überflüssig, unterbrechen aber die ansonsten sehr hohe Spannung nur wenig.

Sehr interessant und dramatisch sind die Konversationen, insbesondere die Online-Dialoge führen zu einem geradezu Übelkeit erregenden Verschlingen von Unmengen an Seiten. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, die psychologischen Profile stimmig und die Handlungen absolut nachvollziehbar. Die Verarbeitung technischer Details des Internet und der Online-Plattform EROS, sowie der medizinischen Fakten gelingt dem Autor sehr überzeugend und spannend. Auch wenn Einzelheiten aus heutiger Sicht etwas veraltet wirken (beispielsweise SUN-Worksation oder 15 000 Baud Modem) machen diese Feinheiten den Charme des Buches aus. Sehr störend wirken dann wiederum die kleinen Übersetzungsfehler. Da wird der Begriff Firewall (aus heutiger Sicht ja umgangssprachlich so aus dem Englischen übernommen) mit Brandmauer übersetzt, oder medizinische Fachbegriffe erhalten einen falschen Artikel, was mich erschauern ließ. Stellenweise häufen sich Schreibfehler, statt „wie“ wurde beispielsweise „wir“ geschrieben.

Eine weitere bemerkenswerte Sache ist, dass der Autor in diesem Buch eigene biographische Teile versteckt. Nicht nur dass viele Kapitel des Buches in Mississippi spielen, dem Heimatort des Autors, oder eine der Figuren leidenschaftlicher Musiker ist, so wie der Autor selbst, auch dass der Mörder in Deutschland geboren wurde und dessen Vater Arzt war, verleihen der Geschichte eine persönliche Note.

Das Buch ist ein spannender Thriller, der vereinzelt kleinere Längen aufweist, sich aber dennoch rasant schnell lesen lässt. Durch die Ich-Perspektive, aus der das Geschehen geschildert wird, befindet sich der Leser nach kurzer Eingewöhnungsphase mitten in der spannenden Jagd nach dem Mörder aus dem Internet.

Das Buch werde ich auf jeden Fall weiter empfehlen und vergebe 4 von 5 Leseratten, der eine Abzug wegen der oben genannten Mängel.

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