Lucie Flebbe (Klassen): Fliege machen

Lucie Flebbe (Klassen): Fliege machen

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Lucie Flebbe (Klassen): Fliege machen
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783894253813

Informationen zum Buch

Seiten
288

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Vor mir stand ein Schlumpf.

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Ein Hund ist schuld, dass Lila Ziegler auf der Straße landet: Ein Obdachloser, der Fliege genannt wird, verschwindet aus Molles Kneipe und lässt sein Tier zurück. Der dicke Wirt bittet Privatdetektiv Ben Danner und Lila, den rechtmäßigen Hundebesitzer zu suchen, um den kleinen Kläffer wieder loszuwerden. Ein Freundschaftsdienst, der sich nebenbei erledigen lässt, so glauben alle drei. Doch Danner und Lila stoßen mit ihren Fragen in der Szene nur auf Ablehung. Nachdem Danner sogar Prügel einstecken musste, mischt sich Lila unter die Straßenkids und freundet sich mit Engel und Dicke an. Die beiden Mädchen kennen Fliege offensichtlich recht gut. Aber diese Erkenntnis kommt zu spät: Fliege wird gefunden, in einem Gebüsch im Park, tot und steif gefroren. Was für ein Geheimnis hatte Fliege, dass ihn das das Leben kostete? Lucie Flebbe kann es einfach: Auch Lilas dritter Fall besticht durch den unnachahmlichen Erzählstil und das Eintauchen in ein höchst ungewöhnliches Milieu Krimikunst vom Feinsten!

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Lila Ziegler und Ben Danner ermitteln gerade undercover in einem Fall um ein verschwundenes Handy mit delikaten Videobildern der Kindergarten-Chefin vor Ort. Während Lila sich gemeinsam mit ihren Freunden abends von ihrem nervigen Einsatz in Molles Kneipe erholt, lernt sie den herumpöbelnden und betrunkenen Obdachlosen „Fliege“ kennen. Dieser macht sie blöd an und wird kurzerhand von Danner und Staschek auf die Straße gesetzt. Noch während dieser eiskalten Winternacht verschwindet der alte Mann spurlos. Auf Drängen von Molle, der den zurückgelassenen Hund des Obdachlosen wieder seinem Herrchen zuführen möchte, versuchen Lila und Danner den Verschwundenen aufzuspüren. Aber was zu Beginn, als einfache Aufgabe erschien, welche man so einfach nebenbei mitbearbeiten könnte, wird nach und nach zu einem sehr gefährlichen Einsatz, mit dessen Ausmaßen letztendlich keiner gerechnet hätte.

Auch dieser 3. Lila-Roman von Lucie Flebbe hat mir wieder prima gefallen. Kurz, knackig und überzeugend, kam auch diesmal wieder die provokante Protagonistin Lila Ziegler bei mir herüber. Dabei wurde das Straßenleben von Jugendlichen Obdachlosen genauso authentisch geschildert, wie die quälende Gedankenwelt rund um Lilas wohl verhängnisvolle Vergangenheit. So kurz dieser Krimi auch war, gab er doch gute Einblicke in eine andere Welt, deren man sich doch all zu oft verschließt. Auch konnte der Schluss mit einer überraschenden Wendung auftrumpfen. Dass mir die typischen Kabbeleien zwischen Lila und ihrem Mentor Danner sehr gefielen, brauche ich wohl eigentlich nicht extra zu erwähnen. Machen doch gerade sie stets einen Großteil in dieser Reihe für mich aus.

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Nachdem mir die beiden ersten Teile schon so gut gefallen hatten, habe ich mich sehr auf den neuen Fall mit Lila gefreut und wurde nicht enttäuscht. Schon beim ersten Satz „Vor mir stand ein Schlumpf“ war ich drin in der Geschichte und Lila mir so präsent, als hätte ich das vorherige Buch gerade erst zugeschlagen. Die Autorin hat es gleich wieder geschafft, mit ihren liebevoll beschriebenen Figuren, den schlagfertigen Dialogen und Lilas treffenden Kommentaren in der Ich-Form ein für mich besonderes Lesevergnügen zu schaffen.

Die Charaktere werden so lebendig dargestellt, dass man sie genau vor sich sieht. Dies wird auch ganz deutlich bei den Beschreibungen der Straßenkids und deren Leben. Diese Bilder ließen mich öfter mal schlucken, überhaupt fand ich die Szenen mit den Obdachlosen total traurig. Die Szenen wirkten auf mich bedrückend und real, aber ohne zu dominieren. Die entsprechenden Situationen kamen für mich fühlbar rüber, waren aber dabei völlig unaufdringlich in der Handlung eingebettet. Hier finde ich finde es sehr gelungen, wie die ernsthaften Szenen sich zwischen all dem Humor und dem eher lockeren Stil einfügen. Ebenso die ernsten Momente, in denen Lila über ihr Leben nachdenkt und wie es hätte verlaufen könne. Beides macht Lila aus, ohne sich auszuschließen, zumindest fühlt es sich so an. Man kann über ihre Schnodderigkeit und ihr Gekabbel mit Danner lachen und ebenso über ihre Respektlosigkeit und ihre lustige Sicht auf viele Dinge, aber man kann auch sehr gut mit ihr mitfühlen, wenn sie einen in ihr Inneres schauen lässt. Das gefällt mir richtig gut.

Die Krimihandlung war gut zum Miträtseln geeignet. Einige Vermutungen bestätigten sich recht schnell, andere später, aber den Täter habe ich bis zum Schluss nicht herausgefunden. Hier hat die Autorin geschickte Fährten gelegt und mich am Ende noch überraschen können. So war die Handlung lustig, berührend und spannend zugleich. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall mit Lila und Danner!

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