Frances Brody: Mord nach Strich und Faden

Frances Brody: Mord nach Strich und Faden

 
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Frances Brody: Mord nach Strich und Faden
Untertitel
Kate Shackleton ermittelt
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Dying in the Wool
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783404176861

Informationen zum Buch

Seiten
431

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Mein Name ist Kate Shackleton.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Kate Shackleton liebt Rätsel. Und dank ihres wachen Verstands hat die junge Kriegswitwe noch jedes gelöst. Als eine Bekannte sie bittet, dem mysteriösen Verschwinden ihres Vaters auf den Grund zu gehen, sagt Kate sofort zu. Ihre Nachforschungen führen sie nach Bridgestead, ein idyllisches Dörfchen in Yorkshire, wo der Verschwundene eine Weberei leitete. Als Kate den Dorfbewohnern auf den Zahn fühlt, wird sie den Eindruck nicht los, dass hier etwas ganz gehörig faul ist: Wieso scheint niemand zu wollen, dass sie den Fall löst? Was verbergen die Dörfler? Auf der Suche nach Antworten gerät Kate ins Visier einer Person, die über Leichen geht, damit die Wahrheit nicht ans Licht kommt.

Autoren-Bewertungen

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Schöne Unterhaltung

Kate Shakleton ist eine Kriegswitwe, die ihren Mann im ersten Weltkrieg verloren hat. Dennoch hat er ihr ein Einkommen hinterlassen, dass sie ein selbstbestimmtes Leben leben lässt und sie einem Hobby nachgehen kann: Rätsel lösen. Was liegt da also ferner als Detektivin zu spielen? Doch dann engagiert sie eine Freundin ihren Vater zu finden, der vor vier Jahren plötzlich verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist.


Die Story ist nicht besonders actionreich. Ich würde sie als leise aber unterhaltsam beschreiben. Der Fall ist ein wenig verstrickt, weil viele Geheimnisse, die die unterschiedlichsten Personen wussten oder auch nicht wussten mit aufgedeckt werden, so dass das Verschwinden von Tabithas Vater erstmal in den Hintergrund gerät. Die Aufklärung verlief für mich zu keinem Zeitpunkt zu wirr. Ich konnte ihr immer folgen und gab für mich genügend Raum für eigene Spekulationen.


Kate ist dabei eine selbstbewusste Frau, die sich nicht mit ihrer Rolle abfindet und so der Gesellschaft trotzt. Wer die Serie um die Detektivin "Miss Fishers mysteriösen Mordfälle" kennt, der kann sich vorstellen, wie Kate sein könnte und was ihn mit diesem Buch erwartet.

Auch die anderen Personen gefielen mir gut. Vor allem ihren Kollegen, den sie sich an Board holt. In den folgenden Bänden freue ich mich auf eine Entwicklung und auf mehr von ihm, denn für mich könnte er sich noch zu einem spannenden Gegenpol zu Kate entwickeln.


Liebevoll werden die Settings und somit vor allem die Weberei der damaligen Zeit beschrieben. Der schöne Schreibstil fiel mir schon ab der ersten Seite auf. Ein wenig mehr 20er Jahre-Flair wäre vielleicht noch schön gewesen, ist in einem Buch aber auch schwerer zu transportieren als in einer Serie.


Deswegen eine wirklich tolle, wenn auch nicht unbedingt actionreiche Unterhaltung, die ich empfehlen würde.

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(Aktualisiert: 20 Juni 2018)
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Solide Krimihandlung mit einer sympathischen Hauptfigur

Bei dieser Hitze war so eine eher leichte Lektüre genau das Richtige für mich. Ich habe mich amüsiert und mochte Kate Shackelton als Hauptfigur und Detektivin. Sie ist ein klein wenig naiv, aber insgesamt vor allem bestrebt ihrer Freundin zu helfen. Das sorgt dafür das sie nicht locker lässt und man merkt auch, das sie laut Handlung schon Erfahrungen in Ermittlungsarbeit gesammelt hat. Auch wenn dieser Fall trotzdem Neuland für sie bedeutet. Außerdem ist das Ganze ja zunächst vor allem ein Gefallen, doch nach und nach wird klar, das sie wirklich eine Passion gefunden und das sie ein bisschen Blut geleckt hat. ;)

Gerne hätte ich auch etwas mehr über Kates Mitarbeiter, einen ehemaligen Polizisten gelesen, aber ich schätze, hier wird sich vielleicht dann im Laufe der weiteren Bände mehr ergeben. Der Fokus liegt schon sehr auf Kate und er ist eher eine Figur die nur ab und zu auftaucht.

Der Kriminalfall ist indes charmant aufgebaut. Vor allem durch die Kapitelüberschriften, die alle etwas mit Stoffen, Wolle, Nähen und andren Begriffen aus dem Webe-Geschäft zu tun haben. Verknüpft mit den verschiedenen Figuren des Romans und der gut konstruierten Krimihandlung hat mit das gefallen.

Man merkt dem ganzen aber auch an, es ist der erste Roman der Reihe. Ich hatte das Gefühl hier muss sich das Ganze noch etwas finden. Gerade der Anfang wirkte auf mich eher holprig. Die historischen Gegebenheiten werden arg überstrapaziert erwähnt um ja deutlich zu machen, das Kate auf jeden Fall ungewöhnlich ist und das sich alles in den 20er Jahren abspielt. Das gibt sich nach und nach etwas, aber trotzdem fand ich das gerne mal übertrieben.

Die Auflösung fand ich zum Teil nicht ganz überzeugend, einfach weil sie mir auch etwas zu dramatisch aufgebaut war.

Trotzdem, ich hatte meinen Spaß beim Lesen und wer wie ich, gerne mal Krimis liest, deren Fokus auf der Lösung eines Falles liegt, macht hier nix falsch.
Ich bin mir sicher, das sich die Reihe noch steigern wird!

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Kate Shackleton ermittelt

Für eine Freundin und ehemalige Kollegin aus Kriegstagen soll Kate Shackelton dessen Vater wiederfinden. Nach einem ominösen Zwischenfall verschwand dieser nämlich spurlos. Da die Freundin demnächst gedenkt zu heiraten, wünscht sich diese nichts mehr, als vom eigenen Vater zum Altar geführt und von ihm an ihren Bräutigam übergeben zu werden. Kate versucht ihr Bestes, aber die Dorfbewohner wollen nicht so richtig mit der Sprache herausrücken. Welches Geheimnis steckt hinter dem Verschwinden des Vaters?



Kate Shackleton hätte sich bestimmt blendend mit Miss Marple verstanden.

Dieser Krimi gefiel mir so gut, weil er ganz ohne großes Blut vergießen auskommt. Es ist einer von diesen gemütlichen Krimis, bei denen es einfach nur Spaß macht, bei den Ermittlungen "zuzuschauen".

Zum größten Teil wird aus Kates Sicht in der Ich-Form erzählt. Ab und zu aber gibt es gewisse Episoden aus der Perspektive anderer Figuren, was die Spannung ungemein steigerte, denn jedesmal, wenn das geschah gab es einen neuen Verdächtigen.



Ähnlich wie bei Miss Marple sind einfach alle verdächtig mehr zu wissen, als sie zugeben wollen. Wie gut das Kate Shackleton immer genau weiß, welche Fragen sie stellen muss, um an Antworten zu kommen. Bei ihren Verhören "sieht" der Leser auch Kates Gedanken, und die sind nicht immer so unschuldig wie die Worte, die sie stattdessen sagt. Vor sich selbst gibt sie gerne ihre Fehler zu, vor anderen eher weniger. Der Leser erfährt nie mehr als Kate gerade weiß, er kann also mitraten und selbst versuchen hinter des Rätsels Lösung zu kommen.



Die Geschichte spielt in den Zwanzigern, in und um Leeds, kurz nach dem Krieg. Hier fand ich die Einstreuung mancher Details, wie kurze Augenblicke der Erinnerung all der Kriegsgräuel, oder die Sehnsucht nach so manchem gefallenen oder vermissten Soldaten, sehr authentisch.

Auch Einzelheiten, wie zum Beispiel Kates übrige Verpflichtungen in der Gesellschaft, oder auch die übervorsorgliche Mutter, die an Kates Privatleben immer zuviel Anteil nimmt, wurden hier glänzend in die Rahmenhandlung eingefügt. Alle diese Dinge in Kates Leben machen das Buch bunt und lebendig.

Ich kann das Buch allen ans Herz legen die eine Schwäche für ruhigere Krimis haben. Sie sind den Krimis von Ann Granger sehr ähnlich, wie ich finde. Ich jedenfalls möchte wissen wie es mit Kate weitergeht. Da dieser Krimi der Beginn einer neuen Reihe ist, wird sie bestimmt noch über die ein oder andere Leiche stolpern.

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Gemütlicher Cosy Krimi im England der 1920er


Kurz zum Inhalt:
England, 1922: Kate Shackleton wird von ihrer Freundin Tabitha Braithwaite angeschrieben und gebeten, ihren Vater zu finden. Kate, deren Mann im Krieg verschwunden ist, hatte einige Male nach dem Krieg verschwundene Soldaten ausfindig gemacht, und deshalb hofft Tabitha, dass Kate auch ihren vor 6,5 Jahren verschwundenen Vater Joshua Braithwaite, einen Weberei-Inhaber, findet. Denn sie heiratet in einigen Wochen und möchte von ihrem Vater zum Altar geführt werden.
Kates Vater, ein ehemaliger Polizist, legt ihr nahe, für diesen kniffligen Fall einen Ex-Polizisten als Hilfe anzustellen. Somit wird Kate quasi zur professionellen Detektivin.
Die Suche nach Tabbys Vater gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, denn niemand in der unmittelbaren Umgebung will etwas wissen oder preisgeben.
Nur nach und nach decken Kate und ihr Kollege Jim Sykes die Geheimnisse auf. Doch die Wahrheit soll anscheinend nicht ans Licht kommen, als plötzlich ein Ehepaar, beide Arbeiter in der Weberei, stirbt.


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist trotz seiner 'alten' Schreibweise, die an den 20er erinnern soll, leicht zu lesen, obwohl man sich anfangs erst daran gewöhnen muss. Es ist ein leichter Krimi, der mich an die Miss Marple Krimis erinnert.
Sehr gut gefällt mir, wie die Autorin das damalige Leben, allen voran der Kampf der Frauen nach Selbständigkeit, und natürlich das Leben der Menschen, die in der Weberei-Industrie arbeiten, inkl. technischem Wissen, näherbringt. Auch die Erwähnung der damaligen Mode ist äußerst interessant.

Leider plätschert die Ermittlung oftmals eher nur dahin und ist wenig spannend, und man kann Kates Handeln nicht immer nachvollziehen. Ihre Ansätze und Gedanken sind gut, aber warum hakt sie bei gewissen Dingen nicht mehr nach? Trotzdem möchte man mit Kate gemeinsam den Fall auflösen, da sich immer wieder neue Erkenntnisse ergeben.
Leider sind einige Szenen und Personen für den Verlauf der Handlung schlicht unwichtig und hätten weggelassen werden können.
Die Auflösung ist trotz einiger gedanklicher Mängel teilweise überraschend.

Ich hätte mir nur gewünscht, dass man mehr über Jim Sykes Ermittlungen lesen kann, und dass man erfährt, was mit Kates Mann damals wirklich passiert ist. Aber vielleicht löst sich das in einem Folgeband auf.

Das Cover zeigt Kate Shackleton beim Ermitteln, ist farbenfroh und macht neugierig auf das Buch.


Fazit:
"Mord nach Strich und Faden" ist der Auftakt einer Reihe um Kate Shackleton. Ein gemütlicher Landhaus-Krimi mit einigen Schwächen, aber man erfährt viel über das damalige Leben und die Weberei-Industrie und hat mich gut unterhalten. Das Buch ist perfekt geeignet für Leser von unblutigen Krimis.

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