Frank Kodiak: Nummer 25

 
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Frank Kodiak: Nummer 25
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426520093

Informationen zum Buch

Seiten
381

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Dass er sterben würde, hatte Hans längst begriffen.

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Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt dem Einzelgänger nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen.

Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit.

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Die Psyche eines Thrillerautors

Thrillerautor Andreas Zordan ist bekannt für seine grausamen Schilderungen diverser Mordmethoden und behauptet von sich selbst, ein empathieloser Soziopath zu sein, der in Büchern tötet, um es nicht in der Realität tun zu müssen. Doch dann taucht eine Leiche auf seinem Grundstück auf, die genau nach einer Schilderung seines letzten Buches präpariert wurde. Was will der Mörder von ihm? Und hat die junge Journalistin Greta Weiß, die auf einmal auftaucht und Zordan unbedingt interviewen möchte, etwas mit der Sache zu tun?

Hinter dem Pseudonym Frank Kodiak steckt der bekannte Thrillerautor Andreas Winkelmann.

Protagonist Andreas Zordan ist kein besonders sympathischer Zeitgenosse. Genau das macht ihn als Hauptfigur aber so interessant. Auch als Leser weiß man nie so genau, woran man bei ihm gerade ist. Mal wirkt er eiskalt, mal ganz normal. Diesen Charakter mit der emotionalen und naiven Greta Weiß zusammenzubringen, macht sicherlich einen Teil des Reizes dieses Thrillers aus. Dadurch, dass Zordan selbst Thrillerautor ist, hat man fast das Gefühl, dass er und "Frank Kodiak" ein und dieselbe Person sein könnten. Lebt Andreas Winkelmann hier etwa seine dunkle Seite aus?

Die Geschichte ist mitreisend geschrieben und als ich einmal drin war, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Flüssig und fesselnd beschreibt der Autor die Suche nach dem Mörder und baut dabei vor allem gegen Ende hin eine fast greifbare Spannung auf. Durch kursiv gedruckte Kapitel aus Psychopathensicht kommen auch die Freunde von Gewaltdarstellungen in Thrillern auf ihre Kosten.

Der Autor spielt damit, dass seine Leserschaft genau dieselbe ist, die auch Zordans Bücher lesen würde und lässt Nebenfiguren immer wieder nachhaken, was für Menschen bitteschön solche Schilderungen gerne lesen und warum - vor allem vor dem Hintergrund, dass diese Leser in der Regel das Glück haben, in ihrem Leben selbst von Gewalt verschont geblieben zu sein. Eine Antwort gibt es nicht; die muss wohl jeder Thrillerleser für sich selbst finden.

Ein rundum gelungener Thriller, dessen Auflösung mich zwar nicht überrascht hat, an dem ich sonst aber absolut nichts auszusetzen habe.

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Spannender und überzeugender Thriller über das fesselnde Duell zweier Psychopathen

Der erfolgreiche Schriftsteller Andreas Zordan lebt zurückgezogen in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er pflegt damit in erster Linie sein Image, als selbsternannter Pychopath mit dem Schreiben von blutrünstigen Thrillern seine eigenen inneren Dämonen zu bekämpfen, um nicht selber zum Mörder zu werden. Oder ist das gar kein Image ?
Als er ins Visier eines echten Psychopathen gerät, der sich selber Nummer 25 nennt, lässt er sich auf ein undurchsichtiges und gefährliches Spiel ein.
Die Journalistin Greta Weiß will eigentlich nur ein Interview mit dem Autoren führen, um dadurch einen Karrieresprung machen zu können. Doch dabei gerät sie urplötzlich zwischen die Fronten dieses gnadenlosen Duells.

Frank Kodiak (= Andreas Winkelmann) legt hier einen fesselnden Psycho-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.
Neben einer gut konstruierten Geschichte überzeugt das Buch durch seine ausgefeilten Charaktere und einen packenden Schreibstil, der seine Leser mit jeder Seite tiefer in den Bann zieht. Schnörkellos und mit einem hohen Erzähltempo treibt der Autor die Geschichte voran und steuert dabei zielsicher auf den großen Showdown und die überraschende Auflösung dieses furiosen Duells zweier Psychopathen zu.
Dabei versteht er es perfekt, die Geschichte mit überraschenden Wendungen immer wieder in eine neue Richtung zu lenken und dabei alle Theorien, die man beim Lesen entwickelt, wieder über den Haufen zu werfen. Dies gelingt in erster Linie durch die eingestreuten Passagen aus der Perspektive von diversen Mördern und auch Mordopfern, bei denen man bis zum Schluß nicht genau weiß, ob sie aus den Büchern des Autoren Zordan stammen oder Charakteren der Geschichte zuzuordnen sind.

Diesem Buch sollte man mit Sicherheit nicht alleine in einer abgeschiedenen Waldhütte widmen, aber lesen sollte man ihn auf alle Fälle.

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Gelungener Thriller

Der erfolgreiche Schriftsteller Andreas Zordan ist ein absoluter Einzelgänger und bezeichnet sich selbst als Psychopath. Er lebt in einem ehemaligen Forsthaus im Wald und meidet Menschen wie Katzen das Wasser. Zurückgezogen schreibt er Thriller, die auf den Bestsellerlisten landen und ziemlich abgefahren sind, was Tötungstmethoden angeht. Aber dafür lieben ihn seine Fans. Allerdings findet einer von ihnen wohl besonders Gefallen an Zordan, denn eines morgens findet dieser eine übel zugerichtete Mädchenleiche in seinem Garten. Statt aber die Polizei zu informieren, begibt er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Ihm zur Seite steht die junge, aber noch unerfahrene Journalistin Greta Weiß, die von Zordan unbedingt ein Interview möchte, um in ihrer Kariere schnell voran zu kommen. Doch Greta muss schnell erkennen, dass Zordan ein gefährlicher und nicht zu unterschätzender Mensch ist und sie stellt sich die Frage, inwieweit sie ihm überhaupt glauben und vertrauen kann.

Hinter dem Pseudonym Frank Kodiak versteckt sich kein geringerer Autor als Andreas Winkelmann – der schon zahlreiche Thriller erfolgreich veröffentlicht hat und bei Fans des Thriller-Genre kein Unbekannter ist. Dementsprechend freute ich mich auf dieses Buch. Auf fast 400 Seiten erwartet den Leser Spannung, Nervenkitzel, unerwartete Wendungen, falsche Fährten, ein mitreißender Plot und ein Ende, das es in sich hat und den Leser doch ein klein wenig verblüfft.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet, mit Zordan kann man sich als Leser eh nicht wirklich anfreunden, weil er ein von sich selbst überzeugter, arroganter Mensch ist, dem die Meinung anderer herzlich egal ist. Trotzdem passte genau das zu seinem Charakter. Fragt sich, wieviel Frank Kodiak in Andreas Zordan steckt?
Greta Weiß ist eine Frau, die zwar weiß, was sie will, dabei aber doch noch unerfahren und etwas naiv ist. Manche ihrer Handlungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

Leider fand ich, dass die Spannung in der Mitte des Buches ein wenig nachließ. Normalerweise lese ich Thriller in einem Rutsch durch, hier lag das Buch auch mal ein paar Tage im Regal. Die Kurve hat Frank Kodiak aber dann doch wiederbekommen, was Spannung angeht und gegen Ende des Buches konnte ich es dann auch nicht mehr aus der Hand legen.

Für einen Pageturner hat „Nummer 25 “ nicht ganz gereicht, ich vergebe deshalb 4 von 5 Sternen.

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