Fred Vargas: Die Nacht des Zorns

 
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Fred Vargas: Die Nacht des Zorns
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
L'armée furieuse
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783351033804

Informationen zum Buch

Seiten
454

Sonstiges

Originalsprache
französisch
Übersetzer/in
Auszeichnungen
Europäischer Krimipreis 2012
Erster Satz
Eine Spur kleiner Brotkrumen lief von der Küche zum Zimmer bis auf die sauberen Laken, in denen die alte Frau ruhte, tot und mit offenem Mund.

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Handlungsort

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Glühend steht die Sonne über Paris, als eine verängstigte Dame Kommissar Adamsberg aufsucht: Ihre Tochter Lina hat das „Wütende Heer“ gesehen – der Legende nach kündigt dieser Geisterzug Todesfälle an. Vier Opfer sah Lina in dem Heer, und als der erste Mann spurlos verschwindet, zögert Adamsberg nicht lange. Er bricht in die kühlen Wälder der Normandie auf, wie immer geleitet allein von seiner Intuition. Bevor er die Fährte jedoch aufnehmen kann, wird ein Anschlag auf einen einflussreichen Pariser Geschäftsmann verübt, man ruft ihn zurück. Kaum aber hat der Kommissar dem Städtchen Ordebec den Rücken gekehrt, erfüllt sich Linas Vision erneut. Adamsberg ist sicher: Jemand bedient sich des mittelalterlichen Mythos, um ungestört zu morden. Für den Kommissar beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

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Adamsberg und seine ungewöhnliche Truppe ermitteln in der Normandie. Diesmal hat Adamsberg es mit einem wütenden Heer zu tun, eine Gruppe von Toten, die durch den Wald ziehen und denjenigen den Tod bescheren, die ihn verdienen, weil sie für eine Straftat nie zur Rechenschaft gezogen worden sind, Mörder die nicht ertappt wurden, bösartige, hinterhältige Menschen oder Tierquäler.

Adamsberg glaubt natürlich nicht an diese Legende und auch nicht an die Visionen einer Frau. Er sucht den Mörder nicht unter den Toten, die im Wald herumgeistern sollen, sondern ganz banal unter den Dorfbewohnern.

Auf den ersten Seiten des Buches war ich ein bisschen enttäuscht, weil das Schema dieser Geschichte dem von "Das barmherzige Fallbein" ähnelt. In beiden Fällen überlässt Adamsberg sein Kommissariat und die Entscheidungsgewalt seinen Kollegen, um sich einer anderen Spur, einem anderen Fall zu widmen. Aber diese Enttäuschung war schnell verflogen und die Geschichte konnte mich durch ihre Außergewöhnlichkeit, ihren poetischen Schreibstil und die vielen ausgearbeiteten Personen begeistern.

"Die Nacht des Zorns" ist ein Krimi, der auf einer Legende basiert. Er schafft es trotz eines eher verträumten Kommissars, dem Leser eine sehr bodenständige, überzeugende und auch realistische Ermittlung zu bieten. Das Buch hat mich vollkommen überzeugt und ich freue mich darauf, weitere Bücher von Fred Vargas zu lesen.
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