Andreas Gröhl: Fukushimnobyl

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Andreas Gröhl: Fukushimnobyl
Untertitel
Katastrophe programmiert
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783945458051

Informationen zum Buch

Seiten
488

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Schon als Kind ging Golo Hansen den Dingen gerne auf den Grund.

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Handlungsort

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Kurz nach ihrer Einstellung im Kernkraftwerk entdeckt die junge Ingenieurin Verena Meier auf ihrem Arbeitsplatz-Computer eine Textdatei, die auf einen Fehler im Sicherheitssystem des Kernreaktors hinweist. Ihre Nachforschungen ergeben, dass diese Datei von ihrem spurlos verschwundenen Vorgänger stammt, der die zu einem GAU führenden Bedienungsschritte veröffentlichen wollte. Bei der Suche nach seiner Anleitung begibt sich Verena Meier in tödliche Gefahr …

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Wie sicher sind unsere deutschen Kernkraftwerke?

Auf der Suche nach einer neuen Arbeit stellt Verena Meier sich im Kernkraftwerk Wesermarsch vor. Aufgrund ihrer fundierten Kenntnisse bekommt sie den Job sofort. Oder liegt ihre Einstellung vielleicht gar nicht an ihren Kenntnissen sondern daran, dass ihr Vorgänger Golo Hansen spurlos verschwunden ist und sich sonst gerade niemand um diesen Job reißt?

Zufällig findet Verena auf der Festplatte ihres PCs eine verschlüsselte Datei mit einem Tagebuchhinweis ihres Vorgängers. Golo Hansen hat es im Simulator tatsächlich geschafft die Funktionen des KKW so zu manipulieren, dass die Kernschmelze unausweichlich ist. Mit diesen Informationen wollte ihr Kollege an die Öffentlichkeit gehen. Der Spürsinn von Verena Meier erwacht und sie möchte wissen was mit Golo Hansen passiert ist und ob es tatsächlich möglich ist einen atomaren SuperGAU herbeizuführen.

Als die Kernschmelze im KKW Wesermarsch dann tatsächlich kurz bevor steht, handelt es sich leider nicht um ein ablaufendes Programm im Simulationsraum.

Verena ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Ihr Mann Hermann Hendrik übernimmt die Rolle des Hausmannes während Verena die Brötchen verdient.

Just zu dem Zeitpunkt als Verena die Stelle im Kernkraftwerk Wesermarsch bekommen hat, taucht ihr Exfreund Udo Lenker wieder auf. Er hat einige Zeit in der JVA verbracht und nach seiner Entlassung macht er sich auf die Suche nach Verena und findet sie auch.

Udo Lenker ist ein nervtötender selbstverliebter Gockel der – zumindest am Anfang des Buches – permanent an Sex denkt und diesen natürlich mit „seinem Verenchen“ haben möchte. Dass sie verheiratet ist und 2 Kinder hat stört Lenker nicht weiter zumal Hermann Hendrik in Udos Augen eh nix taugt.

Auch wenn Verena ihrerseits nichts mehr mit Udo zu tun haben möchte, ist sie nicht in der Lage ihm dieses unmissverständlich klar zu machen und ihn vor die Türe (in diesem Fall die Autotüre) zu setzen. Udo ist ein sehr anhänglicher und aufdringlicher Ex. So ein echter „Der geht gar nicht“-Typ. Bei Verenas Mutter und Tante hat er aber scheinbar einen Stein im Brett, den die beiden Damen erliegen permanent seinem (nicht vorhandenen) Charme.

Verenas Ehemann Hermann Hendrik ist ein gerne und häufig philosphierender Philosoph. Irgendwie hat er in allem was er tut die Ruhe weg. Ihn kann nichts aus der Fassung bringen und für jede Lebenslage hat er ein passendes Zitat oder einen passenden Spruch auf Lager. Es beunruhigt ihn auch keinesfalls, dass der Ex seiner Frau wieder aufgetaucht ist und sich in Verenas Familie breit macht.

Die beiden Männer in Verenas Leben könnten gegensätzlicher nicht sein, wobei keinem der beiden meine Sympathie zugeflogen ist.

Verena selbst erscheint dem Leser beim Vorstellungsgespräch im KKW sehr souverän. Auch wenn sie noch sehr jung ist verfügt sie über die benötigten Qualifikationen, kann sich im Gespräch entsprechend verkaufen und tritt sehr selbstbewusst auf. Ihr Verhalten gegenüber ihrem Ex Udo Lenker steht im krassen Gegensatz dazu. Bei ihm ist sie nicht in der Lage ihn in seine Schranken zu weisen und lässt sich von ihm einlullen . Bei der Suche nach der Wahrheit um das Verschwinden Golo Hansens ist Udo Lenker jedoch ein nicht zu unterschätzender Faktor der Verena am Ende sogar das Leben rettet.

Die Gefahr lauert an Verenas Arbeitsplatz – aber aus einer anderen Richtung als der Leser glaubt.

Der Titel „Fukushimnobyl“ und das Cover des Buches signalisieren dem Betrachter, dass die Geschichte zwischen den Buchdeckeln etwas mit den Naturkatastrophen in Fukushima und Tschernobyl zu tun haben muss

· Nuklearkatastrophe Tschernobyl 04/1986
· Nuklearkatastrophe Fukushima 03/2011

Beim lesen der Erläuterungen bezüglich der Technik im KKW Wesermarsch fragte ich mich mehrmals wie sicher unsere Kernkraftwerke in Deutschland sind und ob sich ein Szenario wie in „Fukushimnobyl“ tatsächlich ereignen könnte. Als Laie in Sachen Atomkraft (und ich denke das ist ein großer Prozentsatz der deutschen Bevölkerung) müssen wir uns auf die Versicherungen und Beteuerungen der EU-Kommission und der Europäischen Gruppe für nukleare Sicherheit und Abfallentsorgung (ENSREG) verlassen die besagen, dass alle 17 in Deutschland befindlichen Atomkraftwerke sicher seien. Sind sie das wirklich? Wir wissen es nicht, wir müssen es glauben.

Der Gedanke hinter der Story und die eingestreuten Erläuterungen bezüglich der Funktionsweise von Kernkraftwerken fand ich sehr interessant und das regte mich, wie schon erwähnt, zum Nachdenken an. Leider konnte mich aber die Umsetzung der Idee zum fertigen Buch nicht überzeugen.

Die Protagonisten, neben Verena, Hermann Hendrik und Udo sind das noch ein paar mehr oder weniger wichtige Menschen, handeln sehr oft für mich nicht nachvollziehbar und äußerst unlogisch. Manche Szenen sind über Gebühr in die Länge gezogen, könnten durchaus etwas Straffung vertragen. Was man am Anfang des Buches nur vereinzelt als „zu viel“ wahrnimmt tritt zum Ende des Buches hin geballt auf.

Die gute Idee hinter der Story, die Geschichte um einige Seiten bzw. unnötige Dialoge gekürzt und es wäre ein wirklich tolles Buch entstanden.

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