Steven Hall: Gedankenhaie

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Steven Hall: Gedankenhaie
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Raw Shark Texts
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783492050357

Informationen zum Buch

Seiten
431

Sonstiges

Erster Satz
Ich war bewusstlos.

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Handlungsort

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Eins nach dem anderen. Bleiben Sie ruhig. Wenn Sie das hier lesen, bin ich nicht mehr da. Nehmen Sie den Hörer und drücken Sie die Eins. Dr. Randle wird sich melden, Sie müssen sofort zu ihr fahren. Sofort. Mit Bedauern und voller Hoffnung, gezeichnet der Erste Eric Sanderson. - Als Eric Sanderson diesen Brief liest, erfaßt ihn panische Angst, Angst, die mit der Erkenntnis einhergeht, daß etwas sehr sehr Schlimmes passiert ist, daß er einen gravierenden Fehler gemacht hat. Eric zwingt sich also, ruhig zu bleiben, eins nach dem anderen: Wer ist er, und wo befindet er sich? Nur eins ist sicher - er wird von einer unsichtbaren Macht verfolgt, die sein Leben bedroht. Aber vielleicht geschieht das alles ja nur in seinen Gedanken? Nach einer irrwitzigen, beinah tödlichen Begegnung entschließt Eric sich, den Ersten Eric Sanderson zu suchen.

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Ich habe kürzlich erst Haruki Murakamis "Hardboiled Wonderland..." gelesen und Steven Hall zitiert in seinem Buch auch einmal Murakami als Kapitelvorsatz, aber in der Kategorie Seltsamkeit überholt ihn Hall jedenfalls locker. Die Verbindung zwischen Literatur und Wirklichkeit erinnerte mich auch ein wenig an Jasper Fforde, allerdings ohne den Witz und weniger auf der semantischen als auf der symbolischen Ebene. Alles in allem eigentlich die richtigen Grundlagen für ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Aber, ehrlich gesagt, war es mir irgendwie doch zu seltsam oder, besser gesagt, das Konzept der Seltsamkeit entsprach nicht so ganz meinem Geschmack. Mir kam die Phantasie des Autors da häufig zu übereifrig vor. Einige seiner Ideen empfand ich zwar durchaus als faszinierend, aber irgendwie wirkte das ganz Buch psychedelisch und vor allem viel zu hektisch Was seine Figuren erleben und durchführen ist eine Art technisierter Magie, und das mochte ich ganz und gar nicht.

Optisch war das Buch allerdings sehr interessant, es sind immer mal wieder Zeichnungen etc. eingefügt, die das Geschehen illustrieren – ein Lesezeichen, wie es in der Rezension zum Hardcover erwähnt wird, fehlte allerdings in meiner Taschenbuchausgabe.

Ich hätte diesem Buch gerne eine bessere, sogar eine erstklassige Bewertung gegeben, ich kann nämlich durchaus Ansätze von Genialität erkennen, aber es hat mich leider nicht wirklich angesprochen.

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#1 Rezensent
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Eric Sanderson wacht in einem ihm fremden Zimmer auf und erkennt nichts mehr: Weder sich selbst noch seine Umgebung. Jemand anderes scheint damit gerechnet zu haben, denn Eric findet einen Brief, in dem erste Anweisungen stehen. So solle er als erstes die Psychologin Dr. Randle aufsuchen, die ihm weiterhelfen könne. Nichts anderes bleibt ihm übrig und so setzt er sich ein seinen gelben Jeep (an den er sich nicht erinnern kann) und sucht Dr. Randle auf, in der Hoffnung, dass sie etwas Licht in das Dunkel bringen kann. Damit beginnt eine abenteuerliche und sehr gefährliche Reise in Tiefen seines Gehirns und seiner Vergangenheit.

Steven Hall ist ein Künstler und wie es einem mit Kunst so ergeht: Entweder man versteht sie, oder man versteht sie nicht. Entweder man will verstehen, oder man genießt und denkt nicht weiter darüber nach. Ich selbst habe das Buch vermutlich nicht verstanden. Zwar ist die Handlung verständlich geschrieben, doch nach interessanten und spannenden 50 Seiten zu Anfang zog sie sich in die Länge, um schließlich wieder auf den letzten 80 Seiten Fahrt aufzunehmen. Wie ein abstraktes Gemälde kam es mir beim Lesen vor. Ich kann es mir noch so lange ansehen und versuchen, die Hintergründe der Farben zu erkennen und die Frage stellen: "Was hat sich der Maler dabei gedacht, einen weißen Punkt auf eine blaue Fläche zu malen?" Aber irgendwann komme ich dann zu dem Schluss: Ich verstehe das Bild nicht, ich verstehe den Maler nicht. Ich werde nicht dahinterkommen, was die Botschaft des Künstlers ist.

Genauso ging es mir mit "Gedankenhaie". Die Geschichte hatte für mich zu fast keiner Zeit irgendeinen nachvollziehbaren Sinn - erst das Ende klärt vermeintlich auf, aber diese Aufklärung empfand ich eher als unbefriedigend, wenn man bedenkt, was der Autor vorher für ein Getöse veranstaltet hat. Größere Erzählkunst kenne ich von dem deutschen Autor Tobias O. Meißner, der zum Beispiel in seinen "Hiob"-Büchern nicht nur den Text ansprechend visualisiert und literarisch experimentiert, sondern diesen außerdem in einen spannenden Plot verpackt, der sich in die Gehirnwindungen des Lesers gräbt und ihn nicht so schnell wieder loslässt. "Gedankenhaie" bemüht sich nur um diese Genialität und für mich war das Buch einen Tick zu abstrakt, um mich gut unterhalten zu können.

Lobend möchte ich aber den Piper-Verlag erwähnen, der sich große Mühe mit der Ausgabe des Buches gab. Neben einem sehr schönen Cover und dem standardmäßigen Lesebändchen bietet es noch ein Extra-Lesezeichen aus Pappe, das man vor einer bestimmten Buchstelle nicht beachten sollte (und das auch an dieser entsprechenden Stelle bereitliegt). Noch mehr Lob gebührt dem Verlag für eine sehr gute Übersetzung und wenige bis keine Buchstabendreher und Tippfehler. Hut ab vor dem gekonnten Lektorat.

Sicherlich ist "Gedankenhaie" ein Buch, das man mehrmals lesen sollte, um die vom Autor versteckten Hinweise alle erkennen zu können. Mich konnte das Buch aber leider schon beim ersten Mal nicht genug mitreißen, dass ich eine zweite Lektüre über mich bringen könnte. Für Sprache und die künstlerische Intention gebührt dem Autor, der mit "Gedankenhaie" seinen Erstling ablieferte, aber auf jeden Fall meine Hochachtung und ich bin sicher, das Buch wird sehr viele Freunde finden.

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