Gin Phillips: Nachtwild

 
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Gin Phillips: Nachtwild
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Fierce Kingdom
ET (Original)
2017
ISBN-13
9783423261968

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Joan hat es lange so ausgehalten, auf den bloßen Fußballen hockend, den Rocksaum auf der Erde.

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Handlungsort

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Dunkler als die Nacht. Wilder als ein Tier. Näher als du glaubst.

Es ist ein herrlicher Tag und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – da hört sie plötzlich Schüsse. Am Ausgang sieht sie Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als weitere Schüsse fallen, flüchtet sie mit Lincoln in ein leer stehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte.

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2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.7
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3.5  (2)
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3.0  (2)
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4.5  (2)
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Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
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Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Gefährlich ist's, den Leu zu wecken

Verderblich ist des Tigers Zahn;
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.

Das wusste schon Friedrich Schiller und Joan erfährt es aufs Schmerzlichste, als sie, unterwegs bei einem spätnachmittaglichen Zoobesuch mit ihrem kleinen Sohn Lincoln auf einmal Schüsse hört! Ihr ist ziemlich schnell klar, dass es Terroristen sind, die es auf die Zoobesucher abgesehen haben. Sie versteckt sich und den Kleinen in einem leeren Tiergehege, in dem sie lange ausharren. Allerdings nicht lange genug...

Von 16:55 bis 20:05 Uhr dauert ihre Tortur - ebensolange, wie dieser Roman, ein Psychothriller der subtilsten Sorte. Besonders eindringlich ist der Autorin die Passage gelungen, in der Joan versucht, der Situation Herr(in) zu werden, indem sie sie bzw. ihren Gegner einzuschätzen versuchte, was sich ebenfalls eher unterschwellig abspielt und genau dadurch so realistisch wirkt. Doch vollzieht Joan diverse Handlungen, die unlogisch wirken, gerade auch in einer solchen Situation, den möglichen Tod für sich und - schlimmer noch - den kleinen Sohn vor Augen. Klar, man weiß nie, wie jemand in einer solchen Situation reagiert, vor allem, wenn man wie ich selbst noch nie etwas Vergleichbarem ausgesetzt war - gottseidank! Aber Joans Handlungen wie auch die anderer Figuren wirken teilweise ganz und gar abwegig aus meiner Sicht.

Außerdem wurde das Setting "Zoo" meiner Meinung nach viel zu wenig ausgereizt - die Tiere, die Dämmerung, dann die Dunkelheit - da hätte man wesentlich mehr draus machen können! Im Gegensatz zum Lebewesen Mensch wurde dem Lebewesen Tier hier nicht genügend Beachtung geschenkt!

Insgesamt jedoch gefällt mir der Stil der Autorin, ihre zutiefst menschliche Zuwendung zum Thema, die von Susanne Goga-Klinkenberg überaus stimmig übersetzt wurde. Die bedrohliche Atmosphäre der Stille, die plötzlich einsetzenden Geräusche - das Buch befriedigt - zumindest in meinem Falle verschiedene Sinne, weil ich mir alles so bildhaft vorstellen und auch die Geräuschkulisse vor meinem "inneren Ohr" sehr gut abspulen konnte. Alles in allem ein gelungener Psychothriller mit kleineren Macken.

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3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Jagd im Zoo

Das Cover dieses Buches hat mich wirklich angesprochen, denn es macht die Gefährlichkeit der Geschichte deutlich. So dachte ich zumindest. Aber nun muss ich sagen, dass ich den Thrill nicht gespürt habe und es streckenweise sehr langatmig zuging.
Joan wollte mit ihrem vierjährigen Sohn etwas unternehmen und hat mit ihm den Zoo besucht. Kurz vor Ende der Öffnungszeit eilt sie mit ihm zum Ausgang und sieht Tote auf dem Boden liegen. Obwohl sie nicht weiß, was los ist, spürt sie die Gefahr und macht kehrt. Sie versteckt sich mit Lincoln in einem leerstehenden Stachelschweingehege. Ihr ganzen Denken und Handeln gilt dem Schutz ihres Sohnes.
Der Thriller startet sehr ruhig und selbst als Joan die Gefahr bemerkt, kommt für mich nicht wirklich Spannung auf. Zu viele ihrer Gedanken, die sich auch mit Unwesentlichem beschäftigen, verhindern, dass ich mit ihr fühlen konnte. Natürlich möchte sie Lincoln schützen. Ganz klar möchte sie selbst auch überleben, aber sie trifft auch Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen kann. Joan wurde mir zunehmend unsympathischer.
Joans Perspektive wird unterbrochen von den Gedanken anderer Personen. Wie Joan und ihr Sohn sind auch noch andere Besucher bis zum letzten Moment im Zoo unterwegs und damit bedroht und auch ihre Gedanken lernen wir kennen. Aber auch die Tätersicht erfahren wir. Doch mir fehlte da wirklich Tiefe. Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, was die Täter antreibt.
Wer kleine Kinder hat, der weiß, wie schwierig es ist, sie zu etwas zu bringen, das gerade wichtig ist. Lincoln ist weit für sein Alter, aber er ist ein kleiner Junge und hat keine Vorstellung davon, in welcher Gefahr sein Mutter und er selbst sind. Joan verpackt die Informationen wie ein Spiel, um ihn dazu zu bringen, still zu sein. Aber ein kleines Kind hat Bedürfnisse und die wollen erfüllt werden. Es ist also eine schwierige Situation und eine gefährliche dazu. Kann sie Lincoln schützen?
Eigentlich hat die Geschichte Potenzial, das aber leider nicht ausgeschöpft wurde. Am Ende blieben für mich auch viele Dinge ungeklärt. Einiges erschien mir auch unlogisch, aber in Amerika ticken manche Uhren einfach anders.
Auch wenn es spannend war, so konnte mich dieser Thriller nicht fesseln. Schade!

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