Karl Olsberg: Glanz

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Karl Olsberg: Glanz
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746626895

Informationen zum Buch

Seiten
394

Sonstiges

Erster Satz
die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind ist die stärkste Kraft im Universum.

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Handlungsort

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Verloren in der virtuellen Welt - Als der 14-jährige Eric nach einer Überdosis der Droge »Glanz« vor dem Laptop ins Koma fällt, ist seine Mutter Anna verzweifelt. Da die Ärzte keinen Rat wissen, nimmt sie schließlich die Hilfe einer mysteriösen Frau an. Das Unvorstellbare geschieht: Anna kann in die Traumwelt im Kopf ihres Sohnes vordringen, der in einem phantastischen Computerspiel gefangen zu sein scheint. Doch während sie versucht, ihn zurück ans Licht der Wirklichkeit zu führen, verdichten sich die Hinweise, dass Eric das Opfer eines üblen Spiels ist ...

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Der Einstieg ist mir leicht gefallen. Spannung und Entsetzen bestimmten die ersten Seiten. Nach und nach treffen zwei Dinge aufeinander: ein Thriller der Realität und eine Art Cyperphantastik im Komazustand, in dem sich Eric befindet. Für solch eine experimentelle Mischung muss man sich treiben lassen, denn wirklich begreifen kann man die Geschichte im Verlauf des Buches nicht.

Ich bin kein typischer Thriller-Leser. Mich hat bei "Glanz" genau dieses Thema angesprochen, dass mich hier etwas abseits der Normalität erwartet. Je länger die Handlung andauerte, desto mehr verlor ich mich in Spekulationen nach des Rätsels Lösung. Sinn machte nichts mehr und Realität, Koma und Traum waren unmöglich abzugrenzen.

Für mich persönlich hätte das Buch gern in die Science Fiction rutschen dürfen. Die Kurve hätte Karl Olsberg mit Sicherheit bekommen. Doch keine Angst, wo Thriller drauf steht, steckt auch einer drin - wenn auch in ungewöhnlicher Form. Das Ende war schlüssig und macht rückblickend gesehen einige Aufreger der Handlung verständlicher, hebt sie jedoch nicht völlig auf.

Grundsätzlich wird dem normalen Thriller-Leser mit "Glanz" etwas viel zugemutet. Dagegen wird Lesern mit Vorliebe für Cyberpunk & Co der rote Faden fehlen, weil Ansätze in diese Richtung am Ende verpuffen. Der Roman lässt sich nicht klar einordnen, es bleibt wie anfangs erwähnt ein Experiment.

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Anna Demmets Tag könnte nicht schlimmer beginnen: Ihr Sohn Eric liegt bewusstlos vor dem Computer und augenscheinlich ist er beim Spielen des Rollenspiels "Reign of Hades" zusammen gebrochen. Im Krankenhaus stellen die Ärzt noch dazu fest, dass Eric unter dem Einfluss eines Antidepressivums gespielt hat. Die Kapseln nennen sich "Glanz" und werden von Gamern offensichtlich benutzt, um das Spiel besonders intensiv erleben zu können. Um Eric aus dem Wachkoma zu befreien, lässt sich Anna auf die Fähigkeiten von Emily ein, die sie über die Krankenschwester Maria kennen lernt. Emily kann mit Seelen Kontakt aufnehmen und auf diese Weise will Anna die verirrte Seele ihres Sohnes wieder in die Wirklichkeit holen.

Das Startszenario baut sich schnell auf und emotional fühlte ich mich schnell angesprochen, zumal das Buch von Beginn an aus Annas Sicht erzählt wird. Wie würde man sich selbst wohl fühlen, wenn man nicht nur hilflos neben dem eigenen Kind stünde, sondern auch noch mitbekäme, dass man dessen Drogenkonsum offensichtlich nicht bemerkt hat? Und trotzdem: Das Buch baute für mich dann ab. Anna taucht in die Welt in Erics Kopf ein und versucht, den Sohn zu retten. Während dieser Sequenzen trifft Anna auf Unmengen seltsamer Welten voller seltsamer Tiere und seltsamer physikalischer Gesetze und Bräuche. Damit wäre das erste Manko schon beschrieben: Diese Trips sind mir viel zu lang und zu langatmig geworden. Hinzu kommen Phantasieerlebnisse, die Anna auch nach den Trips noch begegnen. Da kommt irgendwann der Durchblick abhanden, in welcher Phantasie Anna nun gerade steckt.

Hinzu kommt der freundliche Hinweis auf dem Cover, Eric sei möglicherweise Opfer eines perfiden Spiels. Es dauert bis zur Hälfte des Buchs, bis dieses perfide Spiel endlich Thema der Handlung wird. Doch zu früh gefreut, es wird eher sparsam weiterverfolgt. Anna geht weiterhin ausführlich auf Gedankenreisen und erlebt die befremdlichen Nachwirkungen davon. Erst auf den letzten Seiten des Buches löst sich das verworrende System der Seelenreisen auf. Wenn man das ganze Buch gelesen und nicht abgebrochen hat, dann bietet sich zwar ein schlüssiges Ende, das im Prinzip alles erklärt. Aber von 395 Seiten nun 390 Seiten Wirrwar in Kauf nehmen zu müssen und nicht zu wissen, was das Buch soll, hat mich mit den fünf Seiten kluger Aufklärung nicht mehr versöhnen können.

Für meinen Geschmack ist das Buch einerseits zu esoterisch geraten, da die Seelenkontakte und die Nachwirkungen den Löwenanteil des Buchs ausmachen (damit kann ich in dieser Masse schier gar nichts anfangen) und andererseits zu langatmig, weil mich die Handlung der Sequenzen nicht wirklich weitergebracht hat. Ja, ja, alles fügt sich am Ende, aber dafür benötigte das Buch viel zu viel Anlauf. Ein Thriller ist das Buch auf keinen Fall, nicht nur, weil die Spannung zu flach ist, sondern weil auch das Ende diese Titulierung kein bisschen rechtfertigt.

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