Leonie Swann: Glennkill

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Leonie Swann: Glennkill
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783442301294

Informationen zum Buch

Seiten
376

Sonstiges

Erster Satz
"Gestern war er noch gesund", sagte Maude.

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Handlungsort

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Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn tot im Gras, von einem Spaten an den Boden genagelt. Wer könnte den alten Schäfer umgebracht haben? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde und vielleicht sogar der Welt, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den Schafen Kriminalromane vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht unvorbereitet. Mit Schafslogik verfolgen sie die Spur des Täters - wenn sie nicht gerade grasen oder sich zu Tode fürchten. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippe und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde - bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.

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Glennkill

Die Schafsherde von George Glenn ist entsetzt: Eines Morgens finden sie ihren Schäfer tot auf der Weide. Ermordet. Mit einem Spaten im Rücken. Dieses Verbrechen können sie nicht ungeklärt lassen und so machen sich die Schafe, unter ihnen die kluge Miss Maple, das Gedächtnisschaf Mopple und der schwarze Widder Othello daran, den Mörder zu finden...

Die einzelnen Schafe, bzw. zumindest die Hauptpersonen, haben allesamt sauber herausgearbeitete Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen, bleiben aber trotz Außergwöhnlichkeit immer noch Schaf und werden (außer vielleicht gegen Ende) nicht zu sehr vermenschlicht. Gerade falsche Schlussfolgerungen, welche die Schafe auf der Basis ihrer Erfahrungen und ihres Wissens ziehen, sind sehr amüsant zu lesen. Überhaupt können das das "schafige" Verhalten oder die Kommentare und Gedanken der Herde sehr gut unterhalten. Ich hätte eigentlich gedacht, dass es langweilig werden müsste, aber interessanterweise hat es sich bis zum Ende nicht abgenutzt.
Besonders interessant wurde es dann, als es Hinweise dafür gab, dass möglicherweise eine Schaf in die Geschehnisse verwickelt sein könnte...
Letztendlich kann der Fall aufgeklärt werden und diese Auflösung oder vielmehr die ihr vorangehenden Aktionen der Schafe waren ein Highlight.

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In diesem Schafskrimi geht es hauptsächlich um die Schafe und weniger um den Fall an sich. Wir lernen die Schafe von George Glenn kennen, von denen jedes einen individuellen Charakter hat. Unter ihnen gibt es z.B. besonders kluge, wollige, philosophische, schnelle oder geheimnisvolle Tiere. Bei all diesen Vorzügen werden sie jedoch nie vermenschlicht, sie bleiben immer sie selbst.

Im Vordergrund steht daher auch die Welt dieser Schafe. Wie sie ihre Umgebung, sich selbst und die Menschen sehen. Ihre Ansichten und die ganz eigene Art von Logik haben mich öfter zum Grinsen gebracht. Sie beschließen herauszufinden, wer ihren Schäfer umgebracht hat - nicht ohne vorher zu diskutieren, ob Georg ein guter Schäfer war. Gerechtigkeit! Das ist gar nicht so einfach, schließlich können sie nur zuhören und beobachten. Zwar hatte ihr Schäfer ihnen unter anderem auch einen Krimi vorgelesen, aber leider mittendrin abgebrochen - er bevorzugte da eindeutig diese Pamela-Romane...

Der Stil hat mir gut gefallen, vieles wird warmherzig und mit einem Augenzwinkern erzählt. Viel Wert wird auch auf die Gerüche und Gesten der Menschen gelegt. Es geht sehr gemächlich zu, so wirklich spannend wird es selten. Und doch hatte ich in manchen Szenen etwas Angst um einzelne Schafe, vor allem um Mopple the Whale und Othello. Um den Fall zu lösen, muss die Herde Dinge tun, die nicht zu einem normalen Schafsleben gehören. Dinge, die Mut und Kraft erfordern. Wirklich rätselhaft ist der Georg-Fall allerdings nicht, dann schon eher Melmoths Gedankengänge und Vergangenheit.

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Kein Krimi im klassichen Sinn, aber dafür mit einem ganz eigenen Charme. Wenn die Schafe ermitteln, sieht man die Welt aus ihrer Sichtweise, welche einen das ein oder andere Mal sehr zum Schmunzeln bringt.

Dieses Buch vermittelt einfach ein wolliges Gefühl wenn man es liest.

Nach einigen Seiten hat man sich voll und ganz in die Schafe eingedacht und kommt sich so langsam aber sicher auch vor als ob man mit in dieser Herde auf einer schönen saftigen irischen Wiese am Meer stehen würde. Ein richtiges Wohlfühlbuch wie ich finde, und trotzdem sehr spannend. Es ist eines der wenigen Bücher die ich kaum aus der Hand legen konnte und auch in einem Rutsch durchgelesen habe. Vor allem die vielen verschiedenen Schafscharaktere ( welche sehr schöne ausgearbeitet sind) wachsen einem im Laufe des Buches sehr ans Herzen.

Mein Fazit: Ein sehr wolliges, spannendes und aber auch lustiges Buch. Bei dem man merkt das es mit Liebe geschrieben wurde.

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Eines Morgens finden die Schafe ihren Schäfer George Glenn tot auf ihrer Weide. Ihm steckt ein Spaten im Rücken und sie sind sich einig, dass er nicht einfach nur krank ist, denn... Spaten sind doch keine Krankheit. Miss Maple, das klügste Schaf der Herde und vielleicht sogar der ganzen Welt möchte diesen "Mordfall" auflösen und mobilisiert dazu die gesamte Herde. Glücklicherweise hat George seinen Schafen auch einmal einen Krimi vorgelesen, wenn auch nicht ganz, so dass sie zumindest die Grundzüge einer kriminalistischen Untersuchung kennen.

Ich bin kein ausgesprochener Krimileser, dies ist genau genommen erst mein zweiter Krimi aber es hat sich für mich gelohnt. Leonie Swann stellt die Schafe in den Mittelpunkt der Geschichte und die Kriminalgeschichte rückt eher in den Hintergrund. Die Welt einmal mit Schafsaugen zu sehen und mit Schafsnasen zu riechen hat einen ganz eigenen und besonderen Charme. Dieses Buch lässt einen die menschlichen Probleme vergessen und ganz in diese für uns neue Welt abtauchen. Bald beginnt man sich selbst über das Verhalten der Menschen im Roman zu wundern und kann den Schafen da sehr gut nachfühlen.

Alle (Schafs-)Charaktere sind liebevoll dargestellt und wachsen einem ans Herz. Man fiebert mit ihnen und hofft, dass sie dem Mörder auf die Spur kommen. Seit ich Glennkill gelesen habe, sehe ich Schafe mit anderen Augen. In der Nähe meines Hauses ist eine Weide mit einer kleinen Herde und ich denke mir immer, was die "Kleinen" da jetzt schon wieder aushecken oder ob sie sich gerade nur über die ach so leckeren Kräuter auf der Wiese freuen, die sonst noch niemand abgefressen hat.

Ein wunderbares Buch über Schafe, das einem auch viel über uns Menschen verrät.

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