Sandra Lüpkes: Götterfall

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Sandra Lüpkes: Götterfall
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783423249645

Informationen zum Buch

Seiten
336

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Heute Nacht wird es brennen.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Wencke Tydmers soll ihre Chefin auf einem Symposium zum Thema »Über die Zusammenhänge altgermanischer Mythen und moderner Politik« in Island vertreten. Eigentlich hat die LKA-Fallanalytikerin dazu keine Zeit: Ihr Job steht auf der Kippe, die Frau ihres Geliebten befindet sich kurz vor der Entbindung, und wohin mit ihrem Sohn während der Dienstreise? Da landen mysteriöse Briefe in ihrem Briefkasten. Wer schickt ihr diese Kopien von handschriftlichen Notizen ihrer verstorbenen Freundin Doro? Die Erinnerung an Doros tragischen Tod und an das rätselhafte Verschwinden des kleinen Jan vor 20 Jahren hatte sie bisher verdrängt. Der Flug nach Island wird für Wencke zur Tortur. Alle in den damaligen Fall verwickelten Personen befinden sich an Bord! Statt ihre Vorgesetzte auf dem Kongress zu vertreten, gerät Wencke in ein perfides Komplott, dessen Spuren weit in die Vergangenheit reichen …

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Showdown auf Island

Ein neuer Fall für Wencke Tydmers. Da die Wohnung ihrer Vorgesetzten ausgebrannt ist, soll Wencke vertretungsweise für sie zu einem Symposium nach Island fliegen. Besonders begeistert ist sie zunächst nicht, denn durch einen anonymen Brief wurde sie gerade an ihre Vergangenheit erinnert und hat begonnen, in einem lange zurückliegenden Fall zu recherchieren. Damals wurde der Sohn eines bekannten Politikers Karl Hüffart entführt und ermordet. Wencke war damals auf der Polizeischule und der für die Tat verurteilte Frankie war der Liebhaber ihrer Zimmergenossin Doro. Sylvie, damals die Dritte im Bunde, ist heute die Frau von Hüffart.
Doch was ist damals wirklich geschehen? Frankie wurde gerade aus der Haft entlassen und Wencke erhält Briefe mit Tagebuchauszügen, die Doro damals geschrieben haben muss und die Wencke bald immer mehr an Frankies Schuld zweifeln lassen.
Als sie im Flieger nach Island feststellt, dass alle Beteiligten von damals, die noch am Leben sind, ebenfalls auf die Insel eingeladen wurden, kann sie kaum noch an einen Zufall glauben. Doch wer zieht hier an den Schicksalsfäden all dieser Menschen, wem liegt nach all den Jahren auf einmal so viel an der Aufklärung der wahren Ereignisse damals?

Für mich war es der erste Fall mit Wencke Tydmers, es gibt ja schon eine ganze Reihe Bücher mit ihr. Dennoch hatte ich keine Probleme mit dem Einstieg in die Serie, der Fall ist in sich abgeschlossen und die notwendigen Informationen zu Wencke erhält der Leser gleich anfangs gut vermittelt.

Der Autorin ist hier ein sehr verzwickter und gut verschachtelter Kriminalroman unter Einbindung nordischer Mythen gelungen. Island ist ein toller Schauplatz für diese Geschichte und die beiden Zeitebenen werden geschickt ineinander gebaut, so dass der Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappt und über die genauen Zusammenhänge nur rätseln kann.

Ich habe mich hier absolut spannend und gut unterhalten gefühlt und werde nun auch sicher irgendwann auch Wenckes frühere Fälle lesen!

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Crimetime in Island

Die Profilerin Wencke Tydmers vom LKA Hannover wird anstelle ihrer Vorgesetzten zu einem Symposium nach Island geschickt. Ausgerechnet jetzt, wo sie private Probleme mit ihrem verheirateten Liebhaber hat. Kurz vor Abflug erhält sie von einem unbekannten Absender Auszüge aus Tagebucheinträgen ihrer früheren Freundin Doro, die seit 20 Jahren tot ist. Die Aufzeichnungen beziehen sich auf die damalige Ermordung des entführten Jan Hüffart, dem 12-jährigen Sohn des damals einflußreichen Politikers Karl Hüffart. Neben Wencke und Doro war auch Silvie, die jetzige Frau von Hüffart, bei der Suche nach dem entführten Jan beteiligt, als alle drei Frauen noch Polizeianwärterinnen waren.

Als Wencke im Flugzeug nach Island entdeckt, daß sämtliche Personen, die damals in den Fall verwickelt waren, mit an Bord sind, wird ihr klar, daß es jemanden geben muß, der die Fäden im Hintergrund zieht.

In diesem Buch ermittelt Wencke Tydmers bereits zum 9. Mal – für mich war es allerdings das erste Buch von Sandra Lüpkes.

Das Buch hat mich ab der ersten Seite in den Bann gezogen und ich konnte es kaum auf die Seite legen, so spannend und flüssig war es zu lesen. Die Autorin verknüpft die spannende Krimihandlung mit Elementen der nordischen Mythologie: so sind die einzelnen Kapitel mit je einem Namen der 3 Nornen, den Schicksalsfrauen, die für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen, gekennzeichnet.
Hinweise und Andeutungen zur Handlung versteckt Sandra Lüpkes geschickt in den Erzählungen aus der Mythologie.

Die Spannung in dem Buch wird sehr schnell aufgebaut und kann über das gesamte Buch gehalten werden. Dabei hatte ich über lange Strecken keinen konkreten Verdacht, irgendwie waren sämtliche Personen verdächtig und auch das Motiv war für mich einfach nicht greifbar.

Es gab einige Wendungen in dem Buch, mit denen ich nicht gerechnet hatte und auch die Auflösung, die in einer großen Inszenierung endet, hat mich überrascht – und aber auch schockiert.

Durch die Tagebucheinträge von Doro, die Wencke per Brief erreichen, erhält der Leser einen guten Einblick in die Geschehnisse vor rund 20 Jahren, die durch Wenckes Erinnerungen noch ergänzt werden.

Sämtliche offenen und wichtigen Fragen werden beantwortet, für mich blieb aber auch noch Platz für eigene Überlegungen. Einige Wendungen waren vielleicht etwas theatralisch, was dem spannenden Lesegenuss allerdings keinen Abbruch getan hat, da es zur Handlung passte.

Wencke Tydmers hat mir mit ihrer lockeren und forschen Art sehr gut gefallen, auch wenn es etwas gedauert hat, bis ihre Profiler-Fähigkeiten richtig zur Entfaltung kommen konnten. Ihre Beziehung zu dem verheirateten Axel fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da ich aber die Entwicklung zwischen den Beiden aus den vorigen Bänden nicht kannte, sehe ich das sicherlich auch etwas anders. Nachdem die Autorin uns einen kleinen Überblick über die bisherige Beziehung gegeben hat, wurde sie für mich dann doch verständlicher.

Aber auch die vielschichtige Darstellung der anderen Charaktere hat mir sehr gut gefallen.

Das Buch wird für mich sicherlich nicht das einzige Buch von Sandra Lüpkes bleiben, außerdem möchte ich nun in jedem Fall die früheren Fälle von Wencke Tydmers noch lesen.

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Götterfall

Inhalt
Nach einem Brand in der Wohnung ihrer Chefin soll die Profilerin Wencke Tydmers vom LKA Hannover nach Island reisen, um an einem Symposium zum Thema „Über die Zusammenhänge altgermanischer Mythen und moderner Politik“ teilzunehmen. Ihr Sinn steht ihr alles andere als nach einer Dienstreise, denn ihre Stelle soll gestrichen werden und von ihrem Geliebten hat sie gerade erfahren, dass er von seiner blinden Frau ein Baby bekommt. Zu allem Überfluss erhält sie mysteriöse anonyme Briefe, die kopierte Auszüge aus einem Tagebuch ihrer bereits verstorbenen Freundin Doro enthalten, mit der sie vor 20 Jahren gemeinsam die Polizeischule besucht hatte. Längst verdrängte Erinnerungen an die tragischen Umstände jener Zeit, die in Zusammenhang mit der furchtbaren Entführung und Ermordung des Politikersohns Jan Hüffart standen, kommen wieder hoch und lassen sie nicht mehr zur Ruhe kommen. Als sie auf dem Flug entdeckt, dass alle in den damaligen Fall verwickelten Personen auf dem Weg nach Island sind, ahnt sie bereits, dass dies alles kein Zufall sein kann. Wird es ihr gelingen, den Hintergründen eines geschickt eingefädelten Komplotts, das weit in die Vergangenheit zurückreicht, auf die Spur zu kommen?

Meine Meinung
Mit „Götterfall“ ist der Autorin Sandra Lüpkes ein äußerst vielschichtiger und unglaublich packender Kriminalroman gelungen, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Dies ist bereits der 9. Fall in der Wencke Tydmers-Reihe, den man aber auch, ohne die Vorgängerbände zu kennen, problemlos lesen kann.
Sehr geschickt wurden bedeutsame Ereignisse der Vergangenheit, die man aus den verschiedenen Tagebucheinträgen von Wenckes verstorbener Freundin Doro erfährt, mit der spannenden, in der Gegenwart spielenden Haupthandlung verwoben. So entwickelt sich bald ein sehr komplexer Fall, in den unsere Protagonistin Wencke selbst immer mehr hineingezogen wird. Kürzere Einschübe, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind, geben offenbar die Täterperspektive wider. Der mysteriöse Hintermann scheint alle Fäden in der Hand zu haben, die bei dem geplanten Finale auf Island zusammenlaufen sollen. Sehr gekonnt wurde auch die faszinierende, nordische Mythologie in die Geschehnisse eingebaut. Es hat mir sehr gut gefallen, dass den drei Nornen aus der Sagenwelt ein besonderer Stellenwert in der Handlung zugeschrieben wird.
Durch die verschiedenen spannenden Perspektivwechsel baut sich schon bald eine enorme Spannung auf, da man zu rätseln beginnt, wie die verwirrenden Details zusammenhängen mögen. Zwar erhält man immer wieder kleine Anhaltspunkte zu möglichen Hintergründen, doch sind diese nie eindeutig genug, um auf eine plausible Lösung für die gegenwärtige Tat zu kommen. Durch ihr clever konstruiertes Verwirrspiel mit immer neuen verdächtigen Akteuren hat es die Autorin geschafft, dass die aufgebaute Spannung trotz der verschiedenen Handlungsstränge und Einschübe während der gesamten Lektüre nie abreißt und bis zum fesselnden Showdown immer weiter gesteigert wird. Nach einigen unvorhersehbaren Wendungen gipfelt er schließlich in einem unglaublich mitreißenden Finale, das an Dramatik kaum zu überbieten ist.
Die Charakterisierung der sympathischen Protagonistin Wencke ist vielschichtig. Auch wenn ich sie zuvor noch nicht kannte, wirkte die eigenwillige Profilerin mit ihrer Ecken und Kanten sehr authentisch auf mich. Dadurch konnte ich mich in ihr Innenleben gut hineinversetzen und ihre Handlungen größtenteils nachvollziehen.
Sehr glaubwürdig sind auch die sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten der übrigen Figuren des Romans getroffen, die - abhängig von ihrer Bedeutung für den Fall - sehr differenziert ausgearbeitet wurden.
Die Autorin hat ihren Kriminalroman äußerst abwechslungsreich und sehr packend gestaltet, so dass ich das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ein besonderes Flair bekommt die Geschichte zudem durch die sehr stimmungsvollen Beschreibungen der einzigartigen, mystischen isländischen Landschaft. Auch ihr fesselnder Schreibstil sich lässt sehr angenehm lesen.
Die Aufklärung des sehr komplizierten Falls war insgesamt sehr schlüssig und zufrieden stellend. Den Ausklang für unsere sympathische Protagonistin Wencke am Ende des Romans fand ich sehr geschickt gewählt, denn so bin ich schon sehr gespannt, wie es mit ihr im nächsten Band weitergehen wird und freue mich schon sehr auf ihren neuen Fall.

Fazit
Ein toller, äußerst spannender und thematisch sehr ansprechender Krimi!
Mit seiner komplexen Handlung hervorragend geeignet zum Miträtseln!

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