Tana French: Grabesgrün

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Tana French: Grabesgrün
Verlag
ET (D)
2008
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
In the Woods
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783502101918

Informationen zum Buch

Seiten
672

Sonstiges

Erster Satz
Stellt euch einen Sommer vor wie aus einem Fünfziger-jahre-Kinderfilm in ländlicher Kulisse.

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Handlungsort

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Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob und Cassie verfolgen, führt sie nur tiefer in ein Dickicht, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren. Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas Furchtbares erlebt hat - im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte.

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Rob Ryan und Cassie Maddox sind schon seit einiger Zeit ein unschlagbares Team bei der Dubliner Mordkommission, als ihnen ein aufsehenerregender Mordfall übertragen wird: die zwölfjährige Katy Devlin wurde erschlagen und auf einem alten Opferstein in der Nähe einer archäologischen Ausgrabungsstätte bei Knocknaree aufgebahrt.

Neben der Frage, wer die begabte Ballettänzerin getötet hat und warum, und dem allgemeinen Unbehagen angesichts des zarten Alters des Mordopfers, geht der Fall Rob aus ganz persönlichen Gründen nahe. In Knocknaree hat er seine Kindheit verbracht, und in Knocknaree verschwanden seine beiden besten Freunde, Peter und Jamie, spurlos, als sie so alt waren wie das tote Mädchen. Rob selbst wurde blutverschmiert und verstört im Wald gefunden und kann sich bis heute nicht erinnern, was geschehen ist.

Kein Wunder also, dass die Untersuchungen für ihn eine ziemliche Nervenprobe darstellen, vor allem, weil das Verschwinden von Peter und Jamie dabei wieder beleuchtet wird und niemand außer Cassie über Robs Vergangenheit Bescheid weiß. Die enge Freundschaft zwischen den beiden leidet ebenfalls unter den "Nebenwirkungen" der Ermittlungen. Überdies ist die Beweislage relativ mager und echte Verdächtige rar, während die Öffentlichkeit den Täter lieber gestern als heute hinter Gittern sähe ...

Eins vorweg: "Grabesgrün" ist kein superschneller Actionthriller. Die Spannung spielt sich vielmehr auf der psychologischen Ebene ab, und zwar genauso sehr im Hinblick auf das Rätsel um Katys Tod wie in Bezug auf Robs Kindheitstrauma. Tana French gelingt es außerordentlich gut, aus ihren Ermittlern ganz normale Menschen zu machen, die weder Überflieger-Superhelden sind noch depressive Trauerklöße. Dass Rob und Cassie schon lange gute Freunde sind, hat sie wunderbar eingefangen, und die Rückblenden in Robs Kindheit vor dem Verlust seiner Freunde lassen die sorglose Leichtigkeit eines herrlichen Feriensommers lebendig werden.

Bezüglich des Täters und seines Motivs bin ich lange mit den Polizisten im Dunkeln getappt. Die Auflösung war heftig, aber schlüssig, und der Weg dorthin bestand im wesentlichen aus Intuition und guter alter Polizeiarbeit, nicht irgendwelchen spektakulären Super-Alleingängen. Auch das Ende hat mir gefallen. Nicht Friede-Freude-Eierkuchen, auch nicht sämtliche Fragen beantwortet, aber ich empfand es gerade deshalb als sehr glaubhaft.

Diese Mischung aus "altmodischer" Ermittlungsarbeit und viel Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis hat mir sehr gut gefallen.

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“In the Woods” von Tana French handelt von der Ermittlung in einem Kriminalfall. Ein 12-jähriges Mädchen, Katy, wird ermordet aufgefunden. Der ermittelnde Detective Ryan erlebte an dem Fundort in seiner Kindheit ebenfalls Schreckliches – seine beiden besten Freunde verschwinden, er bleibt zurück. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen? Warum musste Katy sterben?

Auf den ersten Seiten hatte ich so meine Zweifel, ob es sich um ein Buch für mich handelt. Die Sprache wirkte steif und relativ anspruchsvoll. Aber kaum begegnet der Leser zum ersten Mal den Ermittlungsteam Ryan und Cassie, ändert sich das schlagartig. Von da an war die Sprache sehr flüssig und angenehm zu lesen.

Die Handlung an sich fand ich sehr interessant und vor allem sehr spannend. Es gab so viele mögliche Täter, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, wer es war. Daher war das Ende für mich auch sehr überraschend.

Auch die Charaktere waren ein wichtiges Bestandteil. Die Autorin verlieh ihnen Tiefe und ich konnte sie mir wirklich bildhaft vorstellen. Jeder hat seine Geschichte, seine Stärken und Schwächen. Das führte dazu, dass es mehrere Handlungsstränge gibt: Die Aufklärung des Mordes an Katy, die Beziehung zwischen den Ermittlern und natürlich Ryans Vergangenheit.

Eine Kritikpunkt habe ich allerdings: Gegen Ende des Buches ging mir einiges zu schnell. Hier möchte ich aber nicht ins Detail gehen, da ich nichts verraten möchte.

Auf jeden Fall handelt es sich hier um einen wahren Buchtipp!

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#1 Rezensent
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Nach vielen Jahren kehrt der Dubliner Ermittler Rob Ryan an den Ort seiner Kindheit zurück. Ein kleines Mädchen wurde ermordet und auf einem historischen Opferaltar inmitten einer Ausgrabungsstätte aufgebahrt. Niemand außer seiner Partnerin Cassie Maddox weiß, dass Rob eigentlich Grund genug hätte, seiner Heimatstadt für immer den Rücken zu kehren, Rob vermutet in dem Verbrechen einen Zusammenhang mit seinen eigenen Erlebnissen. Gemeinsam mit Cassie macht er sich auf eine Reise in die Vergangenheit.

Tana French erhielt für ihren Erstling "Grabesgrün" mehrere Literaturpreise, unter anderem den Edgar-Allan-Poe-Award, den Macavity Award und den Anthony Award. Ein ausgezeichnetes Buch also? Mir selbst blieb bis zum Schluß der Grund für diese Auszeichnungen verborgen. Natürlich, "Grabesgrün" ist kein schlechtes Buch. Aber es zeichnet sich genausowenig durch etwas besonderes aus.

Sprachlich bewegt sich die Autorin in der Mittelklasse. Ihre Charaktere - allen voran "Held" Rob Ryan - bleiben konstant farblos wie ein zu lange gekautes Kaugummi. Die Ermittlungen zieeeeehen sich in die Länge und darin könnten viele sogar den Vorteil des Buches sehen. Es ist kein Pageturner, kein Thriller, der atemlose Spannung erzeugt. Wie im echten Leben erzeugt so ein Verbrechen eine lange Reihe von Ermittlungsarbeit und diese zu erklären, sieht sich Tana French in der Pflicht. Leider packt sie einen Tick zu viele unwichtige Details in ihren 600-Seiten-Wälzer, um eine dichte Atmosphäre zu erschaffen.

Die Auflösung ist so abstrakt, dass sie eigentlich unerwartet sein müsste, aber ich hatte trotzdem schon viele Seiten vor dem Ende ein Gefühl, worauf es hinausläuft. Dennoch verdient die Autorin zumindest dafür einen Pluspunkt. Schade, dass sie viele andere Punkte verschenkt, indem sie den roten Faden nicht weiterverfolgt (oder sich gar für weitere Teile aufspart?). Wer seitenlange Details über Ermittlungsarbeit lesen möchte und wer nichts gegen Klischees und eine sich langsam aufbauende Handlung hat, wird "Grabesgrün" gerne lesen. So ganz schlecht ist es nicht, aber es verlockt mich nicht, ein weiteres Buch der Autorin zur Hand zu nehmen.

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