Wolfgang Burger: Heidelberger Requiem

Wolfgang Burger: Heidelberger Requiem

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Wolfgang Burger: Heidelberger Requiem
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492242172

Informationen zum Buch

Seiten
253

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Erst Wochen später, als wir längst im tiefsten Schlamassel steckten, wurde mir bewusst, dass ich die Frau mit der Perlenkette in den Minuten zum ersten Mal sah, als Patrick Grotheer seinem Mörder die Tür öffnete.

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Alexander Gerlach glaubt, mit seiner Beförderung zum Chef der Heidelberger Kriminalpolizei einen ruhigen Posten bekommen zu haben. Doch schon am ersten Tag wird die Leiche eines Chemiestudenten gefunden, der auf grausamste Weise ermordet wurde. Der Fall scheint rasch zu lösen zu sein, denn der junge Mann hatte synthetische Drogen hergestellt, um sein Budget aufzubessern. Doch bald kommt es zu einem weiteren Mord, der alle bisherigen Vermutungen über den Haufen wirft. Als Gerlach beginnt, das grausame Spiel zu durchschauen, ist es fast zu spät ...

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Heidelberger Requiem

Dies ist der 1. Teil einer Reihe um Kriminalrat Alexander Gerlach.

Gerlachs Frau ist vor kurzem gestorben, und nun steht er mit den dreizehnjährigen Zwillingstöchtern allein da. Um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, versucht er einen Neuanfang. Er zieht von Karlsruhe nach Heidelberg, wo er den Job als Kriminalrat antritt. Die Zwillinge sind natürlich nicht gerade begeistert, und das sorgt immer mal wieder für ein Schmunzeln beim Leser. Auch hat Gerlach seine Zweifel, ob er für den Job überhaupt geeignet ist. Das macht ihn sehr menschlich. Es gibt auch einige Schwierigkeiten mit den neuen Kollegen und Vorgesetzten. Und dann ist da noch ein verzwickter Mordfall, der gelöst werden will. Ein junger Mann wurde in seiner Wohnung ans Bett gefesselt, dann wurden ihm die Pulsadern aufgeschnitten, so dass er langsam ausblutete. Wer hatte wohl einen Grund, diese langsame Todesart zu wählen? Die Spuren weisen in alle möglichen Richtungen, u.a. auch ins Drogenmilieu. Lange tappt die Polizei im Dunklen. Erst als ein zweiter Mord geschieht, kommt Licht in die Sache, und ein Motiv wird erkennbar.

Ich habe von diesem Buch nichts Hochtrabendes erwartet, und so wurde ich eher positiv überrascht. Da ich schon in Karlsruhe und in Heidelberg gelebt habe, war es für mich ein wunderbares Heimspiel. Ich kenne die ganzen Orte und Stadtteile, die erwähnt werden. Aber auch für Auswärtige ist es nicht zu viel Lokalkolorit, da die einzelnen Ecken nicht bis ins kleinste beschrieben werden, wie ich das schon in anderen Regionalkrimis erlebt habe.

Der Kriminalfall ist gut konstruiert und einigermaßen spannend geschrieben. Die Argumentation ist schlüssig. Den Protagonisten fehlt es noch ein bisschen an Tiefe, aber das wird sicher in den folgenden Bänden noch kommen. Die Sprache ist recht einfach, oft sind die Sätze sehr kurz, aber nicht abgehackt. Das hilft aber auch, das Buch flott lesen zu können, was ja kein Fehler ist.

Mein Fazit: solider Regionalkrimi, für Kurpfälzer ein Muss, für alle anderen zu empfehlen

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#1 Rezensent
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Alexander Gerlach, vielen Leser(inne)n noch bekannt als Thomas Petzolds Karlsruher Kollege, bekommt eine neue Stelle als Chef der Heidelberger Kriminalpolizei und damit seine eigene Krimireihe von Wolfgang Burger. Gerlach ist alleinerziehender Vater zweier 13jähriger Töchter, den anstrengenden Zwillingen Louise und Sarah. Neben Erziehung und Umzugsarbeit beschäftigt sich Gerlach hier aber vor allem mit dem zunächst eindeutigen Fall des ermordeten Patrick Grotheer, Kleindealer und Sohn des weltberühmten Professors Dr. Grotheer. Der erste Verdächtige, der recht schnell festgenommen wird, entpuppt sich jedoch als Kuckucksei - und der richtige Täter scheint nicht auffindbar.

Lange habe ich auf ein neues Buch von Wolfgang Burger gewartet und obwohl mir Petzold sehr fehlen wird, tritt Gerlach eine würdige Nachfolge an. Umso erfreulicher, dass die Petzold Krimis auch fortgesetzt werden sollen. Gerlach ist so, wie wir ihn bereits aus früheren Romanen in der Nebenrolle kennenlernten: Durch und durch sympathisch und überzeugend in seiner überfordert-chaotischen (Nicht)Erziehung seiner Töchter.

Der einzige Kritikpunkt, der mir aufgefallen ist: Wenn man nicht absolut aufmerksam liest, kommen Alexander Gerlach und seine Kollegen ganz plötzlich auf eine Spur - ohne wirklich offensichtlichen Grund, der zwar vorher irgendwann mal erwähnt wurde, aber nur am Rande. Auf diesem Weg nimmt der Autor weniger auf die detektivischen Fähigkeiten der Leser Rücksicht, vielmehr treibt er eigenständig seine Ermittler voran. Und so schreibt Wolfgang Burger auch über sich "Ein Punkt, der hin und wieder bemängelt wird, ist mir wichtig: Ich schreibe in der Tat keine Rate-Krimis. Bei mir werdet Ihr selten die Chance haben, schlauer als der Kommissar zu sein. Mich interessiert im Grunde auch gar nicht so sehr die Frage, welcher Gärtner denn diesmal der Mörder war, sondern, wie es dazu kommen konnte, dass er zum Mörder wurde."

"Heidelberger Requiem" fehlt zwar das nötige Lokalkolorit, um als Regionalkrimi durchgehen zu können, aber trotzdem werden Ortsansässige viele der Schauplätze erkennen und sich heimisch fühlen. Sehr schön ist auch, dass es hier nicht nur um den Fall geht, sondern auch viel vom Privatleben des Kommissars eingebracht wird. Und letzten Endes ist gipfelt die Auflösung in einem spannenden Schluss!

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