Sabine Thiesler: Hexenkind

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Sabine Thiesler: Hexenkind
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453432741

Informationen zum Buch

Seiten
576

Sonstiges

Erster Satz
Noch nie in seinem Leben hatte er so viel Blut gesehen.

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Handlungsort

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Ein Pilzesammler entdeckt in einem einsam gelegenen alten Bauernhaus in der Toscana eine schlimm zugerichtete Leiche. Der deutschstämmigen Sarah, Frau des Trattoriabesitzers Romano, hat jemand die Kehle durchgeschnitten. Dieser Mord ist aber erst der Anfang für ein Verhängnis, das vor Jahren in Deutschland begann, sich nun über die ganze Familie auszubreiten beginnt und sich bis zu einem bitterbösen Ende steigert.

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Ein kleines Dörfchen in der Toskana ist erschüttert. Die deutsche Frau des Trattoria-Besitzers Romano ist in ihrem Haus mitten im Wald brutal durch einen Schnitt in die Kehle getötet worden.

Wen hat sich Sarah derart zum Feind gemacht? Hatte sie Geheimnisse? Hängt der Mord mit dem Liebhaber zusammen, den sie mit Romanos Wissen seit längerem hatte?

Fast zwanzig Jahre hat Sarah in dem Dörfchen gelebt, nachdem sie auf der Flucht vor dem gewalttätigen Vater ihrer kleinen Tochter mit Romano nach Italien gekommen war, ihn geheiratet, noch ein Kind bekommen und gemeinsam mit ihm das Restaurant aufgebaut hat, eifersüchtig beäugt von Romanos Mutter, während sie mit seinem sanftmütigen Stiefvater Enzo sofort Freundschaft geschlossen hat.

Auf über 500 Seiten wird der Lebensweg von Sarah und ihrer Tochter Elsa nachgezeichnet. Während sich Geschichte des Mordes, seiner Auswirkungen und der Ermittlungen linear entfaltet, wirft die Autorin zwischendurch immer wieder Blicke in die Vergangenheit, bis sich Gegenwart und Vergangenheit zu einem großen Panorama zusammenfügen, das das Verbrechen schließlich erklärt.

Mag sein, dass sich das eine oder andere Klischee eingeschlichen hat (die fiese Schwiegermutter zum Beispiel), insgesamt aber sind die Figuren glaubwürdig und "rund", und die Mischung aus Familiengeschichte und Krimi bietet ein packendes Lesevergnügen bis hin zur stimmigen Auflösung. Einzig den Titel fand ich nicht wirklich gelungen, aber das spielt ja eher eine untergeordnete Rolle.

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Sarah wird in ihrem Haus mit durchschnittenen Kehle aufgefunden. Warum hat jemand die lebenslustige und lebensbejahende Frau so zugerichtet? Erklären kann sich das niemand. Wirklich niemand?

Die Ereignisse, die zu diesem Mord führten, reichen über zwanzig Jahre zurück und nehmen ihren Anfang in Deutschland. Sarah spannt ihrer Freundin beim Zelten an der Ostsee ihren Freund aus, einen eigenbrötlerischen Musiker. Schnell ziehen die beiden zusammen und Sarah wird schwanger und Elsa wird geboren. Elsa ist ein sehr anstrengendes Kind, das permanent schreit und sich dann nicht beruhigen lässt. Ihr Mann erträgt dieses Kind nicht und immer wieder wird er Sarah gegenüber gewalttätig, so das sie bald von ihm flüchtet. Von ihren Eltern erhält sie keinerlei Unterstützung und Rückhalt, sie halten Franky für einen charmanten Mann, der nur das beste für ihre Tochter will.

Sarah lernt den Italiener Romano kennen, der ihr hilft, wo er nur kann. Als die Unterstellungen von Franky allerdings immer schlimmer werden, flüchtet sie - dieses Mal schwanger von Romano - mit ihrer Tochter und ihm nach Italien, wo sie gemeinsam eine Trattoria eröffnen. Eduardo kommt in Italien zur Welt und wird von allen geliebt, nur Elsa betrachtet ihn skeptisch. Häufig muss sie auf ihn aufpassen und schon früh fängt sie an, Eduard zu piesacken.An Eduards zweitem Geburtstag fällt er in den Teich, überlebt diesen Unfall zwar, aber er hat Hirnschädigungen, so dass er auf dem Stand eines zweijährigen stehen bleibt.

Edi liebt seine große Schwester über alles und versucht immer wieder, ihren oftmals widerwärtigen Anforderungen gerecht zu werden, so das Elsa Edi schon bald soweit hat, das er alles für sie tut. Ein Buch ohne viel Blut und grauenvollen Details, aber trotzdem ein Buch, das einem schauern lässt und vor allen Dingen nicht loslässt. Die menschlichen Abgründe, die in diesem Buch geschildert werden, sind grauenvoller, als viele blutigen Details in anderen Thrillern.

Fazit:

Ein wirklich mitreißender Thriller, welcher eher durch unterschwellige Grausamkeiten Punktet. Leider wirkt der Plot an manchen Stellen sehr konstruiert und verliert am Ende stark an Tempo. Ansonsten kann ich nur sagen weiter so Frau Thiesler. Wenn ihre weiteren Bücher das gleiche Niveu behalten wie die ersten beiden, wandern Sie auf die Liste der Must-Read Autoren in diesem Genre.

Ein muss für alle Fans von grausamen unterschwelligen Thrillern ohne viel Blut aber mit Gänsehaut Garantie.

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